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Zweites Buch. Die Außenstationen II. Die aufgegebenen Außenstationen

Full text: Bethanien / Schulze, Gustav (Public Domain)

Haufe darf durch nichts in der obnebin nabheliegenden Derkuchung. ich diefer 
Autorität zu entziehen, beftärft werden. Es darf ferner auch nicht die ANSalichkei 
fein, daß die Schweiter vinen Nam im Daufe bebalten muß. der nach ihrer 
Überzeugung der Sache fchadet. Beides it aber durch die von Ahnen geforderte 
SFaffung nicht ausgefchloffen. 2er den Dausdiener annimmt und entlägt. den 
ficht er als feinen Derrn an, und lieber einen Mann als ein Weib, und Keber 
den fernen Paftor als die gegenwärtige Schweiter. Es it natürlich, daß er bei 
allen Kollifionen bei dem Paftor eine Rückenftärkung Juchen wird, und die 
Autorität der Schwefter ift eine gebrochene. Beides ift dann öleich {chlimm 
wenn die Schwefter ihre Autorität mit Anftrengung und Kanıpr bebauptet. oder 
wenn fie fich derfelben begicbt. Und wie Hit es, wenn der Änfpektor den Haus 
diener zu entlaffen nicht willens Hjt? Der Dertrag beftimmt nur, daß er ihn 
im Einverftändnis mit der Schweiter entläpßt, fast aber nichts darüber, wie vs 
wird, wenn beide verfchiedener Anficht find. Der Znipektor will nicht entlafien 
die Schwefter darf nicht entlafen, fo bleibt er alfo.“ 
Man einigte fich fehließlih durch die Aufnabne des Pafius. daß der 
Hausdiener auf Derlangen der Schweiter Jofort entlaffen werden müßte, falls fie 
das Wohl des Haufes durch fein Betragen für gefährdet bielte. Xedoch {cbeint 
es, als ob diefe Differenzen auf beiden Seiten das fo NONDENÖIZC GeGENÄÄILIGE 
Dertrauen von vornherein etwas getrübt hätten, zumal noch andere Meinungs: 
verfehiedenheiten ich ergaben, die nur nühfamnı ausgeglichen wurden. Das Aivi 
wurde amnı 15. Dezember 1865 eingeweiht, und an diefom Tage begannen zwei 
bethanifche Schweitern die Arbeit in demfelben zunächit an vier Afyliftinnen. 
Im Kriegsjahre 1866 brachte die Forderung Bethaniens, die beiden Schweitern 
zur Pflege der verwundeten Soldaten zur Derfügung zu ftellen und die Arbeit 
im Afyl einfiweilen durch andere geeignete Perfonen weiterzuführen, neue un- 
erfreuliche Derhandlungen, die indeffen noch einmal einen guten Abflug 
gewannen. Schon im Oftober 1866 nahm Bethanien die Arbeit im Akiyvl 
wieder auf, die Leitung ging an Schweiter Sophie Thompfon über. Es 
vergingen fechs Yahre friedlichen SZufanımenarbeitens, Da brachte im Derbit 
1872 die Frage über die Derwendung der Aiylmädchen außerhalb der Ahntitalt 
und befonders im Pfarrhaus neue Äeinungsverfehiedenbeiten, welche zu einer 
Kündigung des DYertrages von feiten Bethaniens führten. Übrigens war auch 
hiervon abgefchen, das Aufgeben der Arbeit im Afyl, des Jeidigen Schweitern 
mangels wesen, von Bethanien fchon früber ins Auge gefaßt worden.
	        
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