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Erstes Buch. Das Mutterhaus IV. Die arbeitenden Personen

Full text: Bethanien / Schulze, Gustav (Public Domain)

machte er die Schlachten bei Baußen und Grog: Beeren mit; bei Dennewis 
doch wurde er durch eine 2NusFetenkugel, die ihm den rechten ÖOberfchenkel 
zerfchmetterte, fchwer verwundet. Er erhielt das Eiferne Kreuz. Nach feiner 
Wiederherftellung, die fih bis zum September 1814 hinzog, Fhrte er nach 
Berlin zurügk und wurde Ausfultator beim Stadtgericht, Als der Krieg wieder 
ausbrach, neldete er fih zum Eintritt, wurde jedoch nicht angenommen. am 
Dezember 1815 beftand er fein Referendar-Eramen, im Dezember 1818 auch das 
Uiffeffor-Eramen. Seine erfte Anftellung fand er im Mai 1819 am Oberlandes: 
gericht zu Naumburg. Im Herbit 1819 frat er mit Cuife Ziegler, einer 
Tochter des AMedizinalrats Ziegler zu Quedlinburg, in die Ehe. Zu Cudwis 
von Gerlach, der im April 1820 nah Naumburg famnı, trat er bier in enge 
Bezichung. Schon 1821 wurde er Rat beim ÖOberlandesgericht zu 21a gdchurg. 
Bier blieb er 14 Zahre, genoß {chon damals als Zurift einen bedeutenden Xuf 
fo daß man ihm die Stelle eines Yuftitiarius bei dem Magdeburger Banfkomptoir 
übertrug, womit eine Dienftwohnung verbunden war. Noch ungebrochen herrichte 
damals der Rationalismus, in aller Stille begannen Feine Kreife die Arbeit für 
das Reich Gottes, befonders durch die Heidenmifftion und die Bibelzefellichaft 
Gocge bekannte fih offen zu ihnen und widmete diefen Arbeiten eine rege Teil 
nahme. nm Jahre 1855 wurde er als vortragender Rat in das Yuftizminifterium 
1ach Berlin berufen, vertaufchte dann diefe Stellung im Yahre 1839 mit der 
des Präfidenten am Ober-Appellationsgericht zu Greifswald, Fehrte jedoch im 
Sebruar 1546 als OÖOber-Tribunals-Dizepräftdent nach Berlin zurüg. 
Über feine Bezichungen zu Bethanien, das ihm außerordentlich viel 
verdankt, zieht diefes Buch genauere Auskunft. m November 1854 wurde er 
Uitglied des Herrenhaufes, Don 1857— 18753 war er Präfident des Berliner 
UiffionsFomitees, von 1840— 1864 auch Dorfitender des Kontitees des „Grünen 
Haufes“. nr Oftober 1869 feierte er feine Goldene Hochzeit. Sein DHeimgang 
erfolgte am 14. Sumi 1876, während in Berlin die AUiffionsgemeinde zur Feier 
ihres Yahresfeftes verfanımelt war. Generalfuperintendent Büchfel beitattete ihn 
auf dem Gottesacfer der St. ANatthäigemeweinde. 
Sein Nachfolger Ferdinand Otto Wilhelm Henning von Weitphalen*) 
wurde am 25. April 1799 zu Cübef als ältefter Sohn des Königlich preußifchen 
Geheimen Regierungsrats Ludwig von Weitphalen und deffen Gattin Elijabeth 
vo% Deltheim- Oftrau geboren. Seine Yugendtage ftanden unter dem Dunkel 
der unglücklichen Kricasereigniffe in unferen Daterlande; das Herzogtum Braun: 
"hweig, wo fein Pater Kanımerrat var, wurde aufgelöit; im Kahre darauf itarb 
“ Dal. über ibn: Wagners Stautslerifon XXI1 Seite 1360 und Nobanniter Wochenblat 
876. 20r. 323.
	        
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