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II. Das Interregnum. 1855-1862 XXV. Direktion Roeder. 24. September 1856 bis 24. Juli 1857

Full text: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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das Küchenjungenduen Nlle. Taukire und Mile. Chabert), sowie 
namentlich das gry So—«tt als Parodie Meperbeer's erwarben 
sich stürmische Anerkenaunay 
Die letzte Novitet der Bouffes bei Kroll war „La Chatte 
motamorphoste en femme“ von Offenbach (schon früher aus dem 
von Holtei für die Königstadt bearbeiteten Originale unter dem Titel 
„Minekte“ bekannt). Die Katzen-⸗Romanze, von Mlle. Tautire vor⸗ 
getragen, machte Furore. 
Vorstehenden Mitteiluingen liegen die Berichte der 
„N. MßH.“ von 1858 **crunde Nicht zu übersehen 
sind aber auch 11 's in der „B. M.P.“: 
„Die Bonffes Perigiens gaben die ersten Gastvorstellungen 
ihres Cyklus. Außer dem bei allen französischen Vorstellungen 
stehenden vornehmen Prlikum hatten sich viele Nusikliebhaber, an— 
gelockt von dem durch die Zeitungen verbreiteten Rufe der neuen 
kleinen Opernbühne zu Paris, eingefunden. VNach den Stimmungs⸗ 
anzeigen auf den Gesichtern zu urteilen, wurden aber die gehegten 
hohen Erwartungen nicht übertroffen, und die aufgeführten kleinen 
Opern ließen die Anwesenden ziemlich kalt. Wir bezweifeln jedoch 
nicht, daß die Gesellschaft binnen kurzer Zeit das Terrain gelichtet 
und sich einen entschiedenen Beifall verschafft haben wird. Zunächst 
verfällt man in einen starken Irrtum, wenn man einen strengen 
Maßstab an die eigentlichen musikalischen Leistungen der Gesellschaft 
legt, und sich einen Genuß verspricht, wie ihn die Opéra comique 
in Paris gewährt. Dies sollen nur aus Spiel und Sang zusammen⸗ 
gestellte Bouffonnerien sein. Sie stehen den Produktionen in den 
Catés chantants in den Elyseeischen Feldern näher, als den reizenden 
Schöpfungen an Paieldieu. Die Sänger sind nicht Künstler 
*) Belt ke esen Tifführung: „Die Darstellung 
dieser Operette getört in rotig zum Interessantesten, was uns die 
Pariser Gäste in ihrem rifischen Genre geliefert haben. Das Sujet 
schon allein gewährt eine überraschende Unterhaltung, wenn man 
dabei auch Dinge zu sehen und zu hören bekommt, die eben nur von 
französischen Schauspielern zu sehen und zu hören sind, weil nur diese 
das Zeug dazu haben, Anstandswidrigkeiten mit Anstand zu produzieren. 
Wer übrigens die Damen der Halle aus der Geschichte kennt, der wird 
schon von selbst wissen, daß es bei ihrer dramatischen Personifizierung, 
die hier durch Männer bewirkt wird, ohne gewisse Derbheiten nicht 
abgehen kann. Prügel, Geschrei und Schimpfwörter gehören dazu, 
wie der Krug zur Schenke.“
	        
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