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I.

Full text: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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einige nicht ungünstige Chancen aufweisen dürften. Berlin 
ist groß, und die Liebenswürdigkeit seines Publikums ist 
noch größer. Aus diesen beiden bekannten Größen dürfte 
das x, die unbekannte Größe des Erfolges, sich um so 
leichter berechnen lassen, je bekannter die vielen xX sind, die 
Berlin namentlich von Prestidigitateurs und Chanteurs 
sich so gern für ein u machen läßt.“ 
Aber auch diese Hülfstruppe aus Paris mußte, um 
das Publikum zu reizen, verstärkt werden, und die brillante 
spanische Tänzerin Pepa Vargas wurde für ein neues 
Gastspiel gewonnen. Man wird die außerordentlichen 
Anstrengungen bemerken, um Hindernisse zu überwinden, 
die sich in einem frostigen Winter, wie der von 1854 zu 
1855 war, dem Kroll'schen Theater gegenüber feindlich 
anhäuften. Das Publikum wurde desto spröder, je kälter 
die Abende waren, und die damaligen Verkehrsmittel 
erleichterten noch nicht den Besuch bei stürmischem 
Wetter. 
Pepa Vargas trat am 10. März 1855 in einem 
zweiten Benefiz Triebler's wieder auf, und die Vorstellung 
hatte für das Publikum noch einen aparten Reiz. Pepita 
de Oliva, zur Feit damals in Berlin, saß in einer Coge 
bei Kroll, um Zeuge der Huldigungen zu sein, welche die 
Berliner der graziösen, ihr selbst so gefährlichen spanischen 
Candsmännin zollten. — Triebler selbst trat an jenem 
Abend zum höchsten Ergötzen der Anwesenden in einer 
Gelegenheitsscene: „Der Benefiziant oder Geschwin— 
digkeit ist keine Hexerei“ als Doppelgänger oder 
Doppelgängerin der Madame Benita Anguinet auf. 
Die Pariser Tausendkünstlerin hatte die Liebenswürdigkeit,
	        
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