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Full text: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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als Dr. Murr. „Herr Haase besitzt unzweifelhaft ein sehr 
reiches Talent für komische Charakteristik, das jedenfalls 
zu noch größerer Erscheinung gelangen würde, könnte der 
KRünstler sich einer gewissen Einförmigkeit in Gang und 
Geste, die an und für sich allerdings höchst komisch wirkt, 
entäußern.“ Herr Triebler gab den Thadäus. 
Winter 18535-554 und Sommer 1854. 
Ende Oktober machten die Berliner bei Kroll die 
Bekanntschaftdes Zwergschauspielers JohannPiccolo. 
Der sehr ausgeprägte ungarisch-österreichische Dialekt klang 
für das norddeutsche Ohr befremdend, und die superlative 
Kindlichkeit der Debutposse: „Der daumenlange Hansel“ 
war nicht nach Berliner Geschmack. Das Talent des 
wohlproportionierten Liliputaners erschien unverkennbar. 
In der Groteske hatten auch Haase, Triebler und Wil— 
helmine Seebach undankbare Aufgaben. Auf günstigerem 
Terrain erschien der kleine Held in der Nestroy'schen Posse 
„Einen Jur will er sich machen“ als Melchior. 
Der Geburtstag des UÜönigs wurde mit einem 
sinnigen Festspiel von C. Gaßmann gefeiert. 
A. Bahn's „Ein Nachmittag im Lager“ 
Novität), ein lebendiges Genrebild militärischer Art, 
eignete sich sehr gut als Schlußtableau. 
Die sensationellen und stark besuchten Soiréen des 
berühmten Pariser Prestidigitateurs Mr. Houdin im 
November bei Kroll rückten die Schauspielvorstellungen 
damals etwas in den hintergrund. Von größeren Novi—
	        
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