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I. XX. Direktion Engel. 2. Dezember 1852 bis 1. April 1855

Full text: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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erscheinen, die Oper während der gastlichen Anwesenheit 
der zugkräftigen Braunecker und Bazzini's für ein aus— 
wärtiges Gastspiel zu beurlauben. 
Dieses Gastspiel der Kroll'schen Oper in 
Posen bewährte sich leider nicht in erwünschtem Maße. 
Es hatte dieses Unternehmen mit ganz unerwarteten 
Widerwärtigkeiten zu kämpfen, die zunächst aus einem ganz 
unqualifizierbaren Verhalten des Tenoristen Castelli hervor—⸗ 
gingen. „Man darf eher eine Herde Füllen sich selbst 
überlassen, als eine Operngesellschaft — die Wahrheit 
dieser Bemerkung hat in der letzten Woche zu seinem 
bitteren Rummer Direktor Engel einsehen müssen,“ schreibt 
ein Posener Korrespondent bedauernd an den Herausgeber 
der „F. Spr.“ in der Nummer vom 6. November 1854. 
Nach der Rückkehr vom Posener Gastspiel gab es 
nur noch wenige Opern Vorstellungen von Belang. Der 
„Dorfbarbier“ und der „Schauspiel-Direktor“, stets gern 
gesehen, gingen wieder in Scene und am zweiten Weihnachts-⸗ 
feiertage 1834 Balfe's „Pier Haimonskinder“. Das Werk 
ist eine ältere Arbeit des englischen Romponisten. „Die Oper 
bietet ein reiches Füllhorn pikanter und gefälliger Melodien, 
die, wenn auch ohne bedeutenden inneren Gehaͤlt, leicht in 
das Ohr gehen und daher stets ihr Publikum finden 
werden. Zu den interessanteren Nummern gehören das 
Quartett der vier Damen im zweiten Akte, das Duett zwischen 
Raymond und Ino, sowie das Glockenduett im dritten 
Akte.“ Die Aufführung ließ nichts zu wünschen übrig, 
nur wird Herrn Radkowsky Raymond) mehr deutliche 
Aussprache empfohlen. 
Unmittelbar vor Neujahr, am 30. Dezember, wurde 
Aroll.
	        
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