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I. XX. Direktion Engel. 2. Dezember 1852 bis 1. April 1855

Full text: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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ratur und Triller, daß sie mit Fleiß den Unterricht 
tüchtiger Cehrer genossen. Das Spiel trat gegen diese 
Vorzüge der Sängerin zurück.“ Die Debutantin wurde 
mit Beifall aufgenommen. (Börner: Edgardo, Pre— 
linger: Arthur, Nolden: Aston, Schön: Raimund.) 
Chor und Orchester erwiesen sich recht präzis. 
Bemerkenswert erscheint eine Gastspiel-⸗Episode der 
Kroll'schen Oper an zwei März-Abenden 1854 im König— 
städtischen Theater. Die „Falschmünzer“ und „Stradella“ 
gelangten dort in der Kress'nn Darstellung mit außer— 
ordentlichem Beifall für di. Sänger und Sängerinnen 
zur Aufführung. Das Zeugnis ist sehr schmeichelhaft für 
den Wert des damaligen Ensembles. Es ist nämlich 
hervorzuheben und erläutert auch die Anstrengungen. der 
Uroll'schen Leitung bezüglich ihrer Spezialitäten-Keizmittel, 
daß das Publikum jener Seit im Widerspruch mit der 
ausgiebigen Anerkennung kritischer Stimmen die LUroll'sche 
Oper im Ganzen kühl und blasiert zu behandeln pflegte. 
Das Publikum des Königstädtischen Theaters verband mit 
seinem mehr autoritativen Charakter auch zugleich mehr 
Wärme. 
Auch Triebler und Haase fanden mit der Bluette 
„Müller und Schulze unter den Kaffern“ im LKönigstädtischen 
CTheater großen Beifall. Als Novität erschien im April 1854 
„Marco Spada“ von Auber,“) Tert von Scribe. 
Der letztere ist eine Hauptstütze der Oper, aber der ernste 
Ablauf des Cibrettos entsprach nicht ganz den Erwartungen, 
*) Cnugel hatte die Oper während seines Aufenthaͤltes in 
Paris erworben.
	        
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