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I. XV. Direktion Keller. Sommer 1851

Full text: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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ist alles geschehen, was irgend möglich, dem Publikum 
den Besuch des CLokals angenehm und interessant zu machen. 
Die Opernvorstellungen des Direktors Keller begannen 
mit dem „Postillon von Conjumeau“ und versprechen, nach 
dieser Aufführung zu urteilen, ein gutes Ensemble.“ 
Man wird aus dem weiter unten aufgerollten Spiel⸗ 
plan Keller's ersehen, daß nach allen Seiten hin, soweit 
es der engere Kunstbezirk einer schlichten Sommerbühne 
gestattete, mit frischen Kräften und besten Absichten ge— 
arbeitet wurde. Die neue Direktion, eingedenk der hübschen 
Erfolge der ersten Sommeroper unter Böttner's Leitung, 
bemühte sich, den Kroll'schen Opernfundus zu bereichern. 
Berlin wurde damals auch durch das Gastspiel der vor⸗ 
trefflichen Königsberger Spiel-Oper im Hoftheater selbst für 
die Dittersdorf'schen komischen Opern besonders erwärmt. Die 
gleiche Bahn suchte Keller einzuschlagen, indem er Mehul's 
und Schenk's humoristische Singspiele wieder lebendig 
machte. Daß ihm die Opern⸗Pflege besonders am Herzen 
lag, beweist der Umstand, daß er überhaupt die neue 
Saison mit der Oper einleitete. Die Gesellschaft, wie nach— 
folgende Blätter belehren, bestand aus tüchtigen Kräften. 
Als ein Liebling der Saison tritt der Baßbuffo Freund 
aus Darmstadt hervor, mit welchem später auch die König— 
liche Intendanz behufs Engagement verhandelte. Der 
Tenorist Voß wird von denen, die ihn noch persönlich 
vernommen, als ein ausgezeichneter Vertreter seines Faches 
gerühmt. Die Sängerinnen Maper und Freund, die 
Soubrette Marie Siegmann ernteten reichlich Anerkennung. 
Auch ein Liebling der vergangenen Saison, heinrich
	        
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