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Aus der Admiralität

Full text: Aus der militärischen Gesellschaft Berlins / Robolsky, Hermann (Public Domain)

ENSAUuUERT 
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Geschwader aus ungepanzerten Schiffen bestehe, 
Chile aber einige Panzer besitze; bei einem Zu— 
sammenstoß gebe es also einen ungleichen Kampf, 
Herr von Caprivi fuhr fort: 
„Und ob wir dem deutschen Handel genützt 
hätten, wenn wir anfingen, mit Chile Krieg zu 
führen, ist mir sehr zweifelhaft; denn dann würden 
unsere Beziehungen zu Chile weit über die Dauer 
dieses Aufstandes hinaus unterbrochen sein. Die 
Engländer haben zur Zeit acht Schiffe da, — haben 
diese acht Schiffe verhinndern können, daß englisches 
Eigentum zu Schaden gekommen ist? Nein, es ist 
da genau so gegangen, wie mit dem deutschen. — 
Also ich meine, solange der Aufstand besteht, würde 
ja die Anwesenheit von Schiffen zur Beruhigung 
deutscher Gemüter haben beitragen können; einen 
reellen Nutzen würde das schwerlich gehabt haben.“ 
Man konnte angesichts dieser Reden nicht 
sengnen, daß die nunmehrige Entsendung des 
Kreuzergeschwaders mehr als zwei Monate, nachdem 
diese Maßregel im Reichstage angeregt war, sachlich 
für die Herren von Ccyrivi und Hollmann kaum 
eine minder empfindliche Riederlage bedeutete, als 
für den ersteren und den Grafen Zedlitz das 
Schicksal der Schulvorlage.
	        
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