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Soldat und Diplomat

Full text: Aus der militärischen Gesellschaft Berlins / Robolsky, Hermann (Public Domain)

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Angelegenheit der Friedenserhaltung wurden bereits 
in der letzten Woche des Monats Juli öffentlich 
bekannt, indem dem englischen Merlemente die be— 
treffenden Aktenstücke in Gestalt —s Blaubuches 
von 77 Seiten mit 124 einzehrtt imenten vor⸗ 
gelegt wurden. Sie erstreckten *ber den kurzen 
Zeitraum von zwanzig Tagen, daß ihrer durch— 
schnittlich etwa ein halbes Dutzend auf den Tag kam. 
Es sollte durch diese Aktenstücke hauptsächlich 
gezeigt werden, daß die englische Regierung und 
auch Rußland und Lerrcich alles gethan hätten, 
um den bedrohten Frieden erhalten. Im übrigen 
ging aus n Depeschen ün. Hervor, daß Frank— 
reich den acwolle dep es von Anfang an 
auf einen »aud zum Kriege hinarbeitete und 
—DD000—— 
Thronkandiec?“ Len Prinzen von Hohenzollern als 
eine Genugthurn zu betrachten. Andererseits ersah 
man aus den Aktenstücken die Gesügigkeit Lord 
Granvilles gegen Frankreich, die natürlich den 
Hochmut Napoleons oder seiner Berater nur noch 
mehr aufstacheln konnte. Als Gramont dem eng⸗ 
lischen Botschafter in Paris, Lord Lyons, unum— 
wunden erklärte, die Verzichtleistung des Prinzen 
von Hohenzollern sei ihm recht unangenehm, da 
Frankreich sich doch nicht damit begnügen könne 
und vom König von Preußen Garantien für die 
Zukunft fordern müsse, erkannte Lyons aus dieser 
nur zu unumwundenen Sprache sofort, daß dies 
unabwendbar zum Kriege führen müsse. Er ließ
	        
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