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Der Ultramontanismus

Full text: Der Berliner Hof und seine Politik / Robolsky, Hermann (Public Domain)

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in Italien ihn zu ihren größten Wohlchätern zählt, der die 
Orden nicht aufgehoben und ihr Gut eingenogen, sondern 
sie unter seinen väterlichen Schut der die 
Bischöfe nicht beraubt und in di se geworfen, 
sondern ihrer scelsorglichen Thätigke“ en Bahnen 
eröffnet, der den Papst nicht entthren“ seine ganze 
Regierung die Prophezeihung des cruco wahr 
gemacht, sondern als ein zweiter Ec Papstthum 
und Kirche zur größten Glorie emperachecan dat. 
Wenn man dem Verstorbenen dic ungeheuere Schuld 
dergißt, die er wider die Kirche, deren Sohn er sich nannte, 
begangen hat, wenn man der Freude Ausdruck giebt, daß 
Gott ihm in seiner letzten Stunde die Gnade vergönnt hat, 
beichten zu können, wenn man dem hiligen Vater dankt, 
daß er dem Sterbenden das Wort der Vergebung und Ver—⸗ 
zeihung zugerufen, so ist das christlich und schön und lobens⸗ 
werth. Und ebenso finden wir es durchaus höchst zweck⸗ 
dienlich, daß in allen Kirchen des Landes Seelenmessen für 
den König angeordnet wurden. Allein, wenn z. B. die 
„Voce“ ihn gleich in ihrem ersten Artikel als den größten 
Mann des Zubrhunderts preist und Napoleon III. und Bis⸗ 
marck als Stümper neben ihn hinstellt; wenn einzelne 
Hirtenbriefe der Bischöfe in Lobhudeleien so sehr alles 
Maß überschreiten, daß der dem Vatican nahe stehende 
„Osservatore“ erklärt, sie nicht abdrucken zu können, dann 
ist das — man verzeihe den scharfen Ausdruck — eine 
Charakterlosigkeit, die wir den Katholiken Italiens nicht 
zugetraut hätten.“ 
„Die liberalen Blätter veröffentlichen die Erklärung, 
welche der König vor dem Empfange der Sterbesacramente
	        
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