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Der Ultramontanismus

Full text: Der Berliner Hof und seine Politik / Robolsky, Hermann (Public Domain)

2833 
In dem geistigen Streite wider die politischen Ueber— 
griffe der römischen Hierarchie, der alsbald nach Beendigung 
des äußern AMrigee mit Frankreich in unserem Vaterlande 
entbrannte hatte der preußische Monarch zunächst keinen 
Anlaf inden yersöntz ewarereten; die nothwendigen 
Maßraonn wurdcn ir der nneren Angelegenheiten 
herkörenr ichen ermen getroffen; als typische 
Moment aber boten sich der zeitgenössischen 
Phantasi— ——6 parlamentarische Meittritte dar, in 
denen Mi 5iensredner einender mit effekt⸗ 
vollen cingen. Do kam denn durch 
die irt »n der preußischen Regierung an's 
Licht geeren Ppondenz zwischen Papst Pius IX. 
und Kön: letztere auch in dieser Sache als 
Repräsent; Ztaates öffentlich in einer Weise zur 
Erscheinung die Tagespresse den Zwischenfall der 
konstitution.U rektein zum Trotz einer Besprechung unterzog, 
zu der die authen“ sche Publikation der beiden denkwürdigen 
Schriftstücke gewissermaßen aufforderte. 
Auf nationalen Seite wurde gesagt: „Das ganze Schreiben 
des Papstes erscheint als ein einziger ungeheurer Anachro⸗ 
nismus, nichts mehr und nichts weniger, aber eben darin 
liegt schon seine praktische Hinfälligkeit, wenn auch andererseits 
zuzugeben ist, daß es theoretisch für einen Standpunkt wie 
den päpstlichen, der als ein für allemal »ttlich bestimmt 
gelten will, keinen Wandel der Ick un jemit auch keine 
Möglichkeit giebt, den Fehler eines Anachronismus zu begehen. 
Diesem trotzdem für uns Nichtpapisten thatsächlich vorhandenen 
Fehler gegenüber hatte nun die königliche Erwiderung leichtes 
Spiel: sie brauchte bloß die wirkliche gegenwärtige Lage der
	        
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