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Die Kreuzzeitungspartei

Full text: Der Berliner Hof und seine Politik / Robolsky, Hermann (Public Domain)

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dieser Divergenz der Anschauungen über die im Leben und 
im Handel und Wandel zulässige Methode aber, wofern 
wirklich jeder 55* ohne Prüfung auf ihren sittlichen 
Werth, freies Kcn merder soll. wird sein und ist 
es schon jen n der Schwärmern und 
unpraktischen Lrut rd und vehnlächelnd den 
Luxus ihrer Ddeal »unt und xen die „reellen“ 
Werthe des Lebens in scinen Pacnegt, bis es sich in 
der Lage sieht, diejenigen zun“ inmn hellen Haufen 
auf den Markt zu schicken it neuen Idealen 
versehen und ihm dur⸗ Minirarbeit und 
mit Hülfe nebelhafter 5. n auch noch alle 
Nebenstraßen öffnen, die es cuꝛ.. cie souveräne Herrschaft, 
führen. Wir würden also vor dem eigenthümlichen Schauspiel 
stehen, daß die regierenden Kreise unseres Vaterlandes zwar 
wiederholt volle; Verständniß dafür an den Tag legen, auf 
welchen Bedirotwgen die Kraft und die Wohlfahrt des 
Staates beru““ daß sie aber andererseits mit verschränkten 
Armen zusehen wie eine Macht, die diese Bedingungen als 
Normen für sich selbst nicht anerkennt und aus einem ganz 
anderen Boden herausgewachsen ist Schritt für Schritt 
Terrain erobert, den Einfluß jener Grundgedanken bricht 
und die sie pflegenden und hochhaltenden Stände und 
Berufsgenossenschaften in den Hintergrund drängt, innerlich 
zersetzt und mit ihrem eigenen, neuen Geist erfüllt, oder 
gerade durch eigene Repräsentanten ablöst. 
„Wir müssen zu dem strebsamen Juden, der uns als 
pünktlicher Steuerzahler und mit seinem unermüdlichen 
Fleiß als leuchtendes Beispiel vorschweben soll, und gegen 
den wir, angeblich nicht ohne uns ein Armuthszeugniß aus⸗
	        
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