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Die Kreuzzeitungspartei

Full text: Der Berliner Hof und seine Politik / Robolsky, Hermann (Public Domain)

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als König Fricdrich Wilhelm IV. regierte, d. h. bis zu 
seiner Erkrankung im Herbst 1857. Indem sie aus allen 
Kräften der Einsetzung der Regentschaft widerstrebte, kämpfte 
sie für ihre Existenz. An der Politik Bismarcks ging sie, 
nämlich ihre Macht, nicht die Partei, vollends zu Grunde. 
Sie verlor die Courfähigkeit im eigentlichen und im moralischen 
Sinne des Wortes. 
Mit ganʒ ungetheilter Gene Herr v. Bis⸗ 
marck in “*4von nier auch von den 
Konservatinen Ht. 2564 zzeitung“ bei 
der Nachr“ wer citn— ter und sagte 
mit Anspl.ung, auf Herrr Das kaufmän⸗ 
nische Intermezzo ha zcz. cin Ende.“ Aber in die Freude 
der Partei mischte sich doch der Gedanke an allerlei Abson⸗ 
derlichkeiten die von dem neuen Minister bekannt waren. 
Hatte dieser doch erst vor kurzew örn: in einem Briefe 
vom 18 September 1861, sich Ier die deutsche Politik 
der konservativen Partei zieml' abfällie ausgesprochen. 
Man hatt. ihm das Programm bes Preußischen Volks⸗ 
vereins“ zugefchickt, das aus dem Cal der negativen Fassung 
garnicht heraus kam und dic Solis Lität der konservativen 
Interessen aller Länder sehr einsei“s betonte. Darauf hatte 
Herr von Bismarck von dem Lot! und rechtlosen Souve⸗ 
ränitätsschwindel der deutschen Kleinfürsten“ gesprochen, als 
dem Schooßkind der konservativen Partei in Preußen, von 
dem „Unsinn der Bundesverfassung, von dem zimperlichen 
Zurückschrecken vor der Idee einer Volksvertretung im Bunde, 
überhaupt von den vagen Ausfällen der Konservativen gegen 
angeblich revolutionäre Bestrebungen.“ Wie konnte die Be— 
rufung eines solchen Mannes einen ungemischten Jubel in
	        
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