Path:
Fürst Bismarck

Full text: Der Berliner Hof und seine Politik / Robolsky, Hermann (Public Domain)

210 — 
H. Wagener sagt in seinem Buche über diese Partei: 
„Fragt *en in worieSllem genommen, die Kraft 
und B — — “ der „kleinen aber 
mächticn bet van allerdings 
vorweg ken. dai il ihrer Be— 
deutung darin beruhten »ron festhielt, die 
„Kreuzzeitung“ als dag betrachten und 
ihren wesentlichen Inhal At dem Könige 
Friedrich Wilhelm IV. 7ctserkticnirt zu würdigen. 
Daß dem nicht so war »un e reariedene Gebiete gab, 
auf denen die hreenscch igren festen Prinzipien 
und Zielen nich“ crder annte al⸗ der Liegierung, selbst 
auf die Gefahr hin, dem Könige persönlich zu widerstreben, 
zeitweilig Opposition zu machen, darük geben die von mir 
mitgetheilten Schreiben des General-Adjutanten von Gerlach 
und des Kabinetsraths Niebuhr deutlichen Aufschluß.“ 
Wir brauchen diese Schreiben nicht mitzutheilen. Die 
Kreuzzeitung wurde von Hinkeldey so gut konfiscirt, wie die 
Volkszeitung. Erstere lag namentlich mit der Bureaukratie 
viel in Streit, welche „despotisch nach unten und liberalisirend 
nach oben war“. 
Daß die Partei ihre „Selbständigkeit“ unter Umständen 
bis zur schärfsten Opposition gegen die Regierung des Königs 
trieb, zeigte sie während des Krimkrieges. Sie hatte damals 
den Triumph, den Sturz des russenfeindlichen Kriegs⸗ 
ministers von Bonin herbeizuführen. Wagener sucht diese 
Thatsache zu verschleiern, die er im Grunde doch nur be— 
stätigt, indem er schreibt: „Eine besonders interessante und 
erfolgreiche Episode für die Kreuzzeitungspartei und deren 
Stellung bildete der Krimkrieg. Bekanntlich hatte sich hier
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.