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Fürst Bismarck

Full text: Der Berliner Hof und seine Politik / Robolsky, Hermann (Public Domain)

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lebhaftes Pflichtac““) gegen den Staat. Er arbeitet den 
ganzen Teg und läßt sin Alles vortragen. Ich habe ihn mehr 
als einwe peitiger Gelegenheiten mitten in der Nacht 
wecken lassen un) ihm im Nett Acehle zur Genehmigung 
und Unterschrift vorgelegt Min— ihm erwünschter als 
etwa die Inspinrung eines Dennoch, wenn er 
eben im Re“ wäre zur eines neuen Garde⸗ 
regimente kbi riten 72 agen ließe, ich habe 
Vortrag u re —B —— ärgerlich sein über 
die Durchkennn inn cxr wird dableiben, 
und mich anhören Er we— orzogen worden, 
ohne einen Gedanken, an dien icnnn . kommen. Aber 
als er dennoch zur Regierung kam, fing er sofort an zu 
arbeiten und möglichst viel nachzuholen. Er las nun fleißig 
und nach richtiger Methode — von hinten, Acten. Anfangs 
ging es schwer. aber der sechszigiährige Mann hat sich doch 
viel bälder, als erwarten war, in die Geschäfte hinein— 
gearbeitet. Seinc Ainzige Erholung ist Abends das Theater. 
„Dabei hat der König das Bewußtsein, daß seine Be— 
fehle von der Armee unbedingt befolgt werden. Wenn er 
mir sagte: „Schicken Sie alle die Herren des Abgeord— 
netenhauses nach Spandau“, so sage ich nicht, daß ich das 
als constitutioneller Minister thun würde (mit Lächeln), aber 
ich sage, daß der König, und nicht ohne Grund, überzeugt 
sei, daß sein Befehl von der Arwe kefélat würde. 
„Als es sich nach dem? um die Indemnität han⸗ 
delte, war auch die Frage nan Erneueruug der Absolutismus 
wieder hervorgetreten. Ich bin persönlich kein Anhänger 
irgend eines Verfassungssystems. Man kann einen Staat 
mit Erfolg auch absolut regieren“
	        
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