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II. Die kaiserliche Familie daheim

Full text: Am Kaiserhofe zu Berlin / Lindenberg, Paul (Public Domain)

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Angelegenheiten handelt — die Meinung der Kaiserin. 
Glückliche, erholungefrohe Stunden für das Kaiserpaar 
sind die zwisceen dann wer und dem Abendessen liegen— 
den, da dann — en Kinder mit den Eltern zu—⸗ 
sammen weiler An nter Jubel aus den Wohn⸗ 
gemächern erf6* ꝛenn wenn sich das Kaiserpaar 
schon nich! gerr der Trengen Dame Etiquette fügt, so 
besteht diese am wer:tcaw für die lebenslustigen Prinzen; 
äußerte doch einma! de Laiser in einer Ausstellung, als 
ihn einer seiner Puandten auf eine kostbare Toilette 
aufmerksam mes ragte, ob 5 richt für die 
Kaiserin kanfe aea ih Lieser Schleppe? 
Nein, da ürdeebn Stäck behen, baumeln doch 
immer drei oder vier Lungen am Rock meiner Frau!“ 
Selbst wenn die Kaiserin in großer Toilette ist, um sich 
zu einer 7555keit zu begeben, hat sie Mühe, sich der 
Liebkosungen der Prinzen zu erwehren, die einst, als 
— 
schleppe zu tragen, nicht eher mit Bitten ruhten, als bis 
sie die Schleppe durch zwei Zimmer tragen durften. Mit 
wahrhaft schwärmer“cher Liebe hängen denn auch die 
Prinzen an ihrer Hönen und milden Mama, und als 
vor kurzem im Religionsun wricht eine Stelle vorkam, 
daß „wir Menschen allzumal Sünder wären“, da blickte 
Eitel Friedrich erst sinnend vor sich hin, dann aber rief 
er lebhaft aus: „Das kann nicht stimmen, nein, nein, 
denn meine Mama n keine Sünderin!“ 
Die Erziehung der Prinzen ist streng und einfach;
	        
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