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I. Im grauen Schloß an der Spree

Full text: Am Kaiserhofe zu Berlin / Lindenberg, Paul (Public Domain)

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hellem Tone, die Wände über dem graugrünen Paneel 
mit großblumiger Cretonne bekleidet und mit mancherlei 
von unserem Ha'ser und der Kaiserin Friedrich gemalten 
Bildern, sowie enderen Erinnerungen an Reisen und Be— 
suche fürstliche⸗ —vinde garschmückt; das nebenanliegende 
Toiletten- und »nmer der Kaiserin hat seinen vor— 
nehmsten Schwue. urch die herrlichen, buntfarbigen 
Täfeleien der AEbniglichen VPorzellan-Manufaktur erhalten; 
von hier führt eine Wendeltreppe in di. Wohnung der 
kaiserlichen Prinzen, von denen der hronfolger mit 
seinem Gouverneur eine eigene kleine Wohnung, aus 
Wohn-, Schlaf- und Toilettenzimmer bestehend, innehat. 
Parallel mit den Wohnzimmern der Kaiserin, mit 
den Fenstern nach dem Schloßhofe zu gehend, liegen noch 
die Bibliothek mit hohen, geschnitzten Bücherschränken, 
mit darauf stehenden chinesischen Porzellanen und in die 
Holzvertäfelung der Wände eingelassenen Porträts her— 
vorragender Regenten — wie des Großen Kurfürsten, 
Friedrich Wilhelm J., Friedrich's des Großen, Gustav 
Adolph's, Peter des Großen ꝛc. — sowie der Speisesaal, 
in dem an hufeisenförmiger Tafel etwa hundert Gäste 
Platz finden können. Die Wände sind mit Nußbaum— 
täfelung versehen, zur abwechselungsvollen Dekoration sind 
fünf kostbare alte Gobelins mit Szenen nach Boucher'schen 
Gemälden verwandt, während die Decke von modernen 
Künstlern ausgemalt wurde. Die Möbel, deren Kosten 
sich auf mehrere hunderttausend Mark belaufen, richten 
sich streng nach dem Stilcharakter des Gemaches; das
	        
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