Path:
X. Die Hofgesellschaft und die nähere Umgebung des Kaisers

Full text: Am Kaiserhofe zu Berlin / Lindenberg, Paul (Public Domain)

114 — 
geopfert. Seine Selbstlosigkeit war dabei geradezu be— 
wunderungswürdig. Er achtete dabei nicht körperliches 
Unbehagen er opferte jede Bequemlihkeit, jedes Ver— 
gnügen; ja sal“ sein Bedürfnis nach wissenschaftlicher 
Fortbildung aab er daran, um dieser seiner Pflicht voll 
zu genügen. en Kämpfen mit widerstrebenden Elementen, 
sogar manchmal unter Opposition der hockceligen Kaisers 
Wilhelm. als es sich darum handelte, seine Zöglinge aus 
dem zerstreuenden Treiben eines Hofes an einen stillen 
Ort, nach Kassel, zu bringen, mußte er sich den Boden 
für sein Arbeitsfeld bearbeiten. Aber die Zähigkeit 
und Willenskraft des geborenen Westfalen in ihm hielt 
durch. — Man konnte von ihm am Schluß seiner 
Thätigkeit, als der jetzige Kaiser die Universität in Bonn 
bezog, sagen, daß er das Hohezeste he Familienblut 
mit allen seiner Errceschaften iht rrtchtige Strombett 
geleitet hat, unb untere rs Einfluß die⸗ 
jenigen Eigenschaften ,‚ar — men, die wir 
an dem Kaicr antrẽtrnen m it des Wollens, 
der Drang ar Arbeit, die ‚eit des Urteils, 
die Entschlossenheit zur That. Der Erzicher hat seine 
Zöglinge streng, ja sogar hart gehalten, aber das un— 
widerlegbarste Zeugnis für ihn ist die Liebe, mit welcher 
der Kaiser sowohl, als auch Prinz Heinrich an ihm 
hängen.“ 
Den zweiten des oben erwähnten männlichen Klee⸗ 
blattes, Paul Güßfeldt, lernte der Kaiser im Frühjahr 
1884 gelegentlich eines Spazierrittes im Thiergarten
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.