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Berlin vor hundert Jahren

Full text: Auf märkischer Erde / Trinius, August (Public Domain)

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Calas, sowie Gruppen aus Hamlet unsterblich gemacht 
hatte. Unter den Bildhauern erntete Tässart viel Lob, 
dessen Statue des Generals v. Seidlitz für ein Meister— 
werk galt. Ebenso fanden sich in Berlin allmählich sehr 
geschickte Mechanker, Goldschmiede und Medailleure zu⸗ 
sammen; von den letzteren war es Atrahanson, der sich 
durch seine geistvolle Gedächte: ßmünze auf unseren Lessing 
bekannt gemacht hatt? Oi-Muse ging freilich leer am 
Hofe Friedrichs auß Mahrend eine Mara für ihre be— 
strickenden Triller ;öhrlid 6000 Rthlr. erhielt, war ein 
Ramler „der poctische Ererzirmeister seiner Zeit“, wie 
ihn Eichendort einmal sa treffend nennt, mit nur 400 
Rthlr. sage: vierhundert Reichsthalern feierlichst belehnt. 
Als maitre in der Kadettenschule hat er in unzähligen 
poetischen Schöpfungen den großen König verherrlicht. 
Erst Friedrich Wilhelm II. machte das Unrecht wieder 
gut, indem er ihn sofort nach seiner Thronbesteigung 
zum Professor der Akademie der Wissenschaften ernannte 
und seinen Gehalt auf das Doppelte erhöhte Später— 
hin ward er in Gemeinscheft mit Engel als Direktor des 
Nationaltheater erpeahl: Und doch wit werck aufrich— 
tiger Bewunderus“ sah er zu dem cv vriedrich 
empor, dessen »Haten er in seinen pi haft 
— 
seiner Ode „Ar d 7 in des 
Berlinischen Stre— der Spree: 
„Stritt Jupiter unt Dcdrichs Volke 
Und donnerte den 
Warf nicht Latoncat 
Vor seines Meördere 
Daran mag auch wohl 
Schiller angeknüpft haben. 
Trinius, Auf märkischer Erde.
	        
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