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Erster Band Von den hiesigen Feld- und Regiments-Predigern

Full text: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisongemeinde in Spandau / Schall, Martin (Public Domain)

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Berlinsche Chronik. Während dieser Unruhen hielt 
sich der Churfürst hier auf dem Schlosse auf. p. 662)). 
1448. 41 Häringe, den Häring zu 2 Pf., wurde 
zu einer Heerfahrt nach Lübben und Tempelfelde gekauft. 
1449. Die Heerfahrt dauerte noch, dabei vieler 
Pferde gedacht wurde. 
1450. In der Heerfahrt nach Sachsen mußte es 
nicht gut abgelaufen sein; man hatte viel verloren und 
in diesem und dem folgenden Jahre noch Schulden da— 
von zu bezahlen. 
1467 war eine Heerfahrt. Bürgermeister waren 
Mathias Hoenow und Johann Muzeltyn (p. 664). 
1473 und im folgenden Jahre hatte die Stadt 
große Ausgaben zu einer Heerfahrt nach Garz. 
1477 war eine Heerfahrt nach Crossen, die gleich 
Anfangs dem Rath 12 Schock 27 gr. kostete. Ausgabe 
für Paänzer 3 Schock gr. (P. 665). 
1502. Churfürst Joachim J. verschrieb in diesem 
Jahre, Dienstag post Miseric. Dom. seiner Gemahlin 
Elisabeth, gebornen Prinzessin von Dänemark, 6000 
rhein. Gulden auf Schloß, Stadt und Schloßamt 
Spandow und sollte nach seinem Tod dies ihre fürst— 
liche Wohnung sein. Ebenso sollte sie aus Schloß und 
Amt Cüstrin 1200 Guld. Rheinisch, aus dem Amt Oder⸗ 
berg 1700 Gld., aus Wriezen a. O. 800, aus den 
Schiössern und Aemtern Boezow Oranienburg) und 
Fiebenwalde 600, aus dem Amt und Zoll Saarmund 
400, aus Schloß und Amt Sassen 1000, aus den Zöllen 
Zossen und Melvas (?) 300 — zusammen 6000 Rhein. 
Gulden haben. Wenn sie ihr Leibgedinge beziehen 
würde, sollte sie das Schloß in baulichem Zustande er⸗ 
halten, möchte Amt, Stadt und Schloß mit einem 
eigenen Hauptmann besetzen, der ihr schwören sollte. 
Auch sollien ihr dann Mathias von Bredow zu Bredow, 
Henning und Koppen Bernewitz, Bertram und Wichard 
on Bredow zu Bredow, Achim Görzen zu Birkenwerder, 
Merten von Kahlenberg, Achim Hack und Peter von 
der Groeben, wie sie es ihm gewesen, mit Eid und 
Pflicht gewärtig sein (aus Dilschmann, Gesch. v. Spand. 
S5. 150- 52).
	        
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