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Full text: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisongemeinde in Spandau / Schall, Martin (Public Domain)

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dem Soldaten nicht gebe, was er sollte, dem Könige 
geschrieben, einen üblen Dienst gethan; und die beiden 
Audern mochten wegen ihrer Schulden ihm im üblen 
Rufe sein. Der Generalinspecteur von Pfuhl hatte die 
Untersuchung. Man sah nicht, was herauskam und der 
Proll wurde unter eine Garnison-Compagnie nach Kolberg 
gesteckt. Aber wahrscheinlich war diese Demission der 
beiden Commandeurs und die Versetzung des Oberst— 
lieutenants eine Folge von den üblen Nachrichten, die 
der König bekommen hatte. 
Trotzdem der König bald hernach beiden Obersten 
jährlich 300 Thlr. Pension gab, so ging dies doch dem 
Brünnau so nahe, daß es im folgenden Jahre seinen 
Tod beförderte. An seine Stelle setzte er aus Breslau 
zum Comuandeur des Regiments den Oberstlieutenant 
von Grävenitz, dem er auch 1786 nach der Revue zum 
Zeichen seiner Zufriedenheit 2000 Thlr. zum Geschenk 
machte; und zum Commandeur des zweiten Bataillons 
den Major von Dobschüz, gleichfalls aus Schlesien. 
Das im vorigen Jahre angefangene neue Lazareth wurde 
in diesem Jahre feritg. 
Die Seelenzahl in Spandow war jetzt folgende:
	        
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