Path:
Erster Band Von den hiesigen Feld- und Regiments-Predigern

Full text: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisongemeinde in Spandau / Schall, Martin (Public Domain)

172 
der, weil er vom Kaiser unterstützt wurde, so vieles 
galt und dem bereits bei der Römischen Königswahl 
Ferdinand III., 1636, wobei auch sein Sohn, Graf 
Johann Adolph, damals Kaiserlicher Kammerherr, zu— 
gegen war, seine Zuneigung gegen ihn besonders zu 
erkennen gegeben hatte, hatte noch in Abwesenheit des 
Churfürsten, der mit dem Churprinzen nach Preußen 
gereist war, den 23. Februar jenen seinen Sohn, Johann 
Adolph, Comptur zu Wildenbruch, in einem gehaltenen 
Capitel hierselbst im Beisein von vier Churfürstlichen 
Abgeordneten zum Coadjutor des Herrmeisters Theus 
zu Sonnenburg ernennen lassen; eine Wahl, die solche 
Mängel hatte, daß nicht nur der nachfolgende Churfürst 
Friedrich Wilhelm, sondern der Orden selbst, nach dem 
Tode des Grafen Adam, ihr widersprachen. Eben jetzt 
starb Churfürst Georg Wilhelm am 21. November 1646. 
Der neue Churfürst hielt es der Klugheit gemäß, 
für's erste seinen Unwillen gegen ihn zu unterdrücken 
und ihn mit gnädigen Ausdrücken in seiner Statthalter— 
schaft in der Mark Brandenburg fortzusetzen und gab 
ihm auf, die Truppen schwören zu lassen und die Be— 
fehlshaber in den Festungen zu bestätigen. Anstatt dessen 
ließ der Graf nur den Handschlag von den Truppen 
nehmen, ohne sie zu vereiden, welches dem Churfürsten 
aäͤußerst mißfiel. 
In der Würde eines Statthalters erließ er noch 
am 24. Dezember 1640 im Namen des Churfuͤrsten ein 
Schreiben an den hiesigen Rath mit einer Unterschrift, 
worin er demselben andeutete, auf den Monat Dezember 
300 Thlr. in die Kriegskasse zu liefern. 
1641 waren regierende Burgermeister Petrus Barthel 
und Dietrich Albrecht; Stadtrichter der ehemalige Recitor 
Paul Schoenfeld; Richter auf dem Behnitz Andreä 
Boetticher (pag. 800). 
Da die Stände einige Abgeordneten, den Samuel 
von Winterfeld, Georg Ehrenreich von Burgsdorf, 
Maxmilian von Schlieben, Comtur zu Lietzen, Friedrich 
Blechschmidt, Joachim Hasse u. Andere am 12. Januar 
an den Landesherrn abgeschickt hatten, zeigten diese in 
ihrem Bericht an die Stände unter Andern an: daß, 
so geneigt sie den Churfürsten gefunden, alles zu thun,
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.