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Erster Band Von den hiesigen Feld- und Regiments-Predigern

Full text: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisongemeinde in Spandau / Schall, Martin (Public Domain)

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des Brennholzes in und außerhalb der Stadt. Ueber 
200 Häusern in der Stadt sind so gänzlich ruinirt, daß 
die Eigenthümer darüber desparat geworden und nicht 
mehr beitragen können. Der Churfürst schrieb auf diese 
Vorstellung nicht allein an den Statthalter unterm 
. November von Königsberg in Preußen, also wenige 
Wochen vor seinem Tode, daß es ihm sehr lieb sein 
würde, wenn er den Beschwerden in etwas abhelfen 
könnte, sondern es erfolgte auch unter eben dem dato 
ein rescript an die Stände der vorhin benannten Kreise: 
daß ihm der erbaärmliche Zustand des Landes nicht 
wenig zu Gemüthe und zu Herzen ginge, und wenn es 
bei ihm stände, er ihnen die schwere Kriegeslast alsbald 
entheben und auf Mittel bedacht sein wollte, ihnen die 
Erleichterung zu verschaffen. 
Am 13. October ließ Schwarzenberg im Namen 
des Churfürsten eine Verordnung bekannt machen, ver— 
möge deren den Ständen der Churmark anbefohlen 
wurde, durch einen Ausschuß auf den 29. November 
desselben Jahres zusammen zu kommen, um sich wegen 
der Landesangelegenheiten zu berathschlagen. Die De— 
putirten der Stände fanden sich auch zu diesem Ende 
zu Berlin ein, wo ihnen der Statthalter verschiedene 
Vorschläge that, um dem bedrängten Vaterlande aufzu— 
helfen, und was für Einrichtungen zu machen wären, 
uͤnter welchen er auch darauf bestund, daß die Befesti— 
gung der Stadt Spandau zur Vollkommenheit gebracht 
uünd“ von den Ständen etwas dazu beigetragen werden 
möchte. 
Er drang um diese Zeit auch bei dem Rath darauf, 
daß die Bürgerschaft zum Fortifications-Ban und Wall⸗ 
arbeit, wie auch zur Anbauung des neuen Thores und 
der Brücke daselbst möglichst Hülfe leisten müßten. 
osm 26. October befahl er, daß die Getraudkirche 
auf dem Stresow, als deren Lage der Stadt, wenn sie 
von einem Feinde angegriffen werden sollte, schädlich 
sein könnte, abgetragen werden sollte. 
Schwarzenberg hatte in Berlin einen Palast, wozu 
der Raum gehört, den die jetzige Stecactche: mmt. 
Dies Jahr war das letßte Jahr 98ßen 
Gewalt des Grafen von Schworrrnre n
	        
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