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Erster Band Von den hiesigen Feld- und Regiments-Predigern

Full text: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisongemeinde in Spandau / Schall, Martin (Public Domain)

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zu 26 Thlr., der Lehnsecretarius Striepe einen zu 21Thlr. 
Die sämmtlichen Kosten für die überreichten Becher, ohne 
Inbegriff von 25 Thlr an B. Westphal für die dabei 
gehaltene Rede machten aus 175 Thlr. 2 gr. 
Von 1620—-22 zahlte die Stadt an defensions- 
Steuer 3512 Thlr. T gr. Außerdem bekam sie am 
II Mai 1620 Ordre, auf ihr quantum 100 gerüstete 
Mann Fußvolk zu stellen. Doch ist's dies vielleicht, 
was sie mit vorgedachtem Geldquanto bezahlten. (p.7 67.) 
1618. Im Anfange des Junius gingen 2500 eng— 
lische Kriegsvoͤlker hier durch, die dem Könige von Böhmen 
wider den Kaiser zu Hülfe zogen und auf dem Lande 
von des Churfürsten Unterthanen geführt wurden. Heinrich 
Vorbrücken war der Bürger-Anführer hierbei, für den 
deshalb die Kämmerei Ellen Kartoken für 2 Thlrubs gr. 
zum Feldzeichen kauften. Die Engländer gingen durch 
den Glien bei Grünefeld und Paaren und wurden auf 
dem Lande von den Unterthanen geführt und von den 
Aemtern gespeiset. 
1619 Bei dieser Kämmerei-Rechnung sind näher 
aufgeführt die Engländer, die am 20. Januar vorigen 
Jahres hier durchgingen, nämlich der Oberst Andreas 
Grey, der Oberst-Lieutenant Jacob Kamser, 1 Sergeant⸗ 
Major, 8 Capitains, 10 Lieutenants, 10 Fahnrichs, 30 
Sergeanten, mit ihren Truppen. Der avanturiers, hieß 
es, oder Edelleute, waren 40 Personen, der Soldaten 
insgemein 2000; in Summa ungefähr 2500 Personen, 
die schon den 17. angesagt waren, zu kommen und eine 
Nacht hier zu bleiben. 
1622. 'In diesem Jahre war hier der Aufstand 
wegen der Theuerung und geringhaltigen Münzen, da 
verschiedene Häuser gestürmt und viele Gewaltthatigkeiten 
ausgeübt wurden. Dies wurde nachdrücklich an Einigen 
bestraft: Thiele Hampe und Anna Doeringer wurden 
auf dem Markte enthauptet; dann Herrmann und seine 
Frau bekamen den Staupenschlag; zwei Hamburger nur, 
die wegen dieses Aufruhrs fesigesetzt wurden, brachen 
aus dem Gefäugniß aus und entwischten. Der Rath 
wurde nachher beschuldigt, daß er diesem Unwesen nicht 
genug gesteuert und dieserwegen unterm 4. Februar 1624 
zu 2000 Thlr. Strafe verurtheilt, die doch in der Folge 
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