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Volume XXI. Versicherungswesen

Full text : Verwaltungsbericht des Kreises Teltow (Public Domain) Ausgabe 1936 (Public Domain)

XXI.  Versicherungswesen.

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XXL  Versicherungswesen.
t.  verwaltungsbericht  des  Versicherungsamts  des  Kreises  leltow.
Die  fortschreitende  Wirtschaftsbelebung  im  Berichtsjahr  hat  sich  auf  allen  Gebieten
der  Sozialversicherung  erfreulicherweise  auch  im  Geschäftsbereich  des  Versicherungsamts ­
  günstig  ausgewirkt.  Dadurch,  daß  arbeitslose  Volksgenossen  in  den  im  Kreise
neu  errichteten  industriellen  Großbetrieben  Beschäftigung  gefunden  haben  und  wieder
in  den  Arbeitsproduktionsprozeß  eingegliedert  werden  konnten,  hat  die  Zahl  der
versicherten  bei  den  Versicherungsträgern  einen  merklichen  Zuwachs  erhalten  und
die  Gesamtbeitragseinnahme  eine  Steigerung  erfahren,  die  es  ermöglicht,  statt  der
gesetzlichen  Regelleistungen  in  erweitertem  Ausmaße  wieder  sogenannte  Mehrleistungen
  einzuführen,  auf  die  zur  Schaltung  der  bedroht  gewesenen  Leistungsfähigkeit ­
  der  Versicherungsträger  die  versicherten  längere  Zeit  verzichten  mußten.
Im  Bestände  der  reichsgesetzlichen  Krankenkassen  ist  im  Berichtsjahre  eine  Veränderung ­
  nicht  eingetreten.  Außer  der  Allgemeinen  Grtskrankenkasse  für  den  Kreis
Teltow  mit  dem  Sitz  in  Nowawes  und  ihren  Melde-  und  Zahlstellen  in  Eichwalde,
Königs  Wusterhausen,  Mittenwalde,  Sperenberg,  Teltow,  Teupitz,  Trebbin  und
Zossen  sowie  den  Meldestellen  in  Halbe  und  Mahlow  bestehen  noch  die  Bctriebskrankenkassen
  des  Rittergutes  Dahlewitz  und  der  Teltower  Kreisverwaltung  und  die
Innungskrankenkasse  für  die  Baugewerks-  und  Zimmererinnung  des  Kreises  Teltow
in  Zossen.  Die  Mitgliederzahl  aller  bei  den  genannten  Krankenkassen  gegen  Krankheit ­
  versicherten  betrug  am  Schlüsse  des  Berichtsjahres  37  915,  so  daß  gegenüber
der  Mitgliederzahl  von  34  862  am  Schlüsse  des  Vorjahres  ein  Zuwachs  von
3053  Mitgliedern  als  erfreuliches  Zeichen  des  sich  weiter  fortsetzenden  Wirtschaftsaufschwunges ­
  im  Jahre  1936  festzustellen  ist.
Über  das  Arbeitsgebiet  des  Versicherungsamts  im  Jahre  1936  ist  im  einzelnen
folgendes  zu  berichten:
a)  Krankenversicherung.
Die  Spruchtätigkeit  auf  dem  Gebiet  der  Krankenversicherung  hat  gegen  das  Vorjahr
um  20  Fälle  zugenommen,  die  Beschlußtätigkeit  dagegen  um  1  Fall  abgenommen.
Der  Grund  für  die  vermehrte  Spruchtätigkeit  dürfte  im  wesentlichen  in  der  Zunahme
des  Mitgliederstandes  der  versicherten  zu  erblicken  sein.
b)  Unfallversicherung.
Die  Zahl  der  zu  bearbeitenden  Sachen  betrug  302,  wovon  295  Fälle  zur  Erledigung
kamen,  von  letzteren  betrafen  Untersuchungen  von  Berufskrankheiten  14  Fälle  und
281  Beschlußsachen,  darunter  7  Strafsachen.
c)  Invalidenversicherung.
Insgesamt  sind  im  Feststellungsverfahren  630  Sachen  zu  bearbeiten  gewesen,  darunter
aus  Vorjahren  20.  Erledigt  wurden  durch  Abgabe  an  den  Versicherungsträger
(ß  1625  in  Verbindung  mit  8  1613  Abs.  2,  4  und  §  1626  RVG.)  591  Fälle  und
11  durch  Zurücknahme  des  Antrags  oder  auf  andere  weise.  In  37  Fällen  war  die
Einholung  ärztlicher  Gutachten  und  sonstige  Beweiserhebung  notwendig.
Die  Tätigkeit  im  Beschlußverfahren  erstreckte  sich  auf  116  Sachen,  und  zwar  davon
aus  den  Vorjahren  17.  von  den  im  Berichtsjahr  erledigten  99  Fällen  betrafen
Streit  über  Beitragsleistungen  59  (63)  und  sonstige  Sachen  40  (60).
            
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