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Fest-Prologe

Full text: Gedenkblätter aus Zehlendorf / Kunzendorf, Paul (Public Domain)

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Und denen des Geringsten Leid und Unglück 
Wie eignes Leid, wie eignes Unglück gilt. 
Der Fürsten unsres Volks lasst uns gedenken 
In dieser Stunde, eh’ der Abschied naht. 
Ein Lebewohl, dass wir so oft gerufen, 
Das Herz voll Wehmuth und mit nassem Aug’, 
Das sei noch einmal heute dargebracht 
Dem edlen Fürsten, den die Welt betrauert. 
Dir, Kaiser Wilhelm, gilt’s! Dein Angedenken 
Lebt fort im Herzen Deines treuen Volk’s, 
Und oft wirst Du im Lied und Bild erscheinen, 
Zu neuer That begeisternd Alt und ‚Jung. 
Dir sei auch hier der Zoll der Dankbarkeit 
Im reichbelebten Bilde kundgethan. 
Dein Volk in Waffen, das Du so geliebt, 
Das mit Dir kämpfte, steht vor Dir und senkt 
Die Fahnen und die Schwerter trauernd nieder. 
Das Alter und die Jugend steht vor Dir 
Und nimmt den Abschicd von dem Heldenkaiser. 
Dem wohlverdienter Lorbeer ward zu Theil. 
Und wie die Flammen dieses Bild verschönen, 
So wird in aller Herzen Dein Gedächtniss 
[m hellsten Glanze immerdar bestehn. 
Der Vorhang fällt, ein andres Bild steigt auf, 
O0, dass mit ihm der Wehmuth ernst Gefühl 
Sich muss verbinden, dass wir weinen möchten, 
Statt freudig, glücklich zu ihm aufzuschaun. 
Ja, huldigt ihm. dem Sohn des grossen Kaisers, 
Dem Vielgeliehten, ach! dem Schwergeprüften, 
Der selbzt im Leid, dem grössten, das ihn traf, 
Ein ganzer Mann, ein grosser Fürst geblieben. 
Wie geht ein Seufzen heut durch alle Lande, 
Wo Kaiser Friedrichs Name wird genannt. 
0 dass ein Engel doch hernicderstiege, 
Mit Wunderhand die Wunde ihm zu heilen. 
Dass er uns bliebe, den die Welt verehrt! 
Ja, huldigt ihm, Ihr Töchter und Ihr Söhne 
Des auch durch ihn geeinten Vaterlands, 
Das nimmer ihn und seine Kriegesthaten, 
Das seines Herzens Güte nie vergisst. 
Heil sei dem Kaiser! Heil dem Vaterlande!
	        
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