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Full text: Meine Erlebnisse im Jahre 1848 und die Stellung des Staatsministers von Bodelschwingh vor und an dem 18. März 1848 / Diest, Gustav von (Public Domain)

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gerichteter, bon der jich fo nennenden Berliner Ztudentenjhaft 
unterfhriebener Unjchlag bededte vor einigen Tagen die Ecken 
der hiefigen Siraen. Wir protejtiren Hiermit auf das Ent: 
ichiedenjte und ein für allemal gegen die Anmaßung, die 
ch ein unbedeutender, Höchftens der zehnte heil der hHiefigen 
Studenten|chaft erlaubt, im Namen der Berliner Studenten: 
ichaft Aufrufe an das Berliner Volk zu erlafjen. Aug jollten 
doch jene Herren endlich einjehen, wmas3 des Zchufter3 Leijten 
ijt. Sie jollten fih ins SGedächtnip zurücdrufen, daß jie noch 
»Stubdenten« find, d. h. daß fie noch auf den Bänfken fiben, 
daß fie aber durchaus nicht dazır berufen find, auf daz Katheder 
zu {teigen, um von da herab, vie eS nidht nur hier, fondern 
auch in Wien gejhehen it, Königen und Minijtern grobe 
Wahrheiten — nein wahre SGrobheiten zu jagen und nun 
gar den Völfern Lehren zu geben. Da3Z Volt von Berlin 
ıDird jeßt mobhl wijfen, was e$ von Joldhen Lehren und von 
joldhen Lehrern zu halten hat. — Dies ijt die Meinung vieler 
Studenten, die ich mit demjelben Kecht oder Unrecht wie jene 
unterichreiben fönnten 
»Die Berliner CStudentenfchaft«. 
Berlin, den 3. Auaguit 1848. 
Huch um Ddiejes Plakat, welches man natürlich abzureipen 
juchte, entjtanden Harte Kämpfe, denn die Soldaten des 
9. Negiment3 fJuchten mit Erfolg das MbreiHen des Plakfats 
211 verhindern. 
Yın folgenden Tage erjchien nun eint Mnfjcdhlag am 
civarzen Breit der Univerfität, daß ji) der Verfajier des 
„ihändlidhen“ Plakuts nanıhaft machen möge. Ich IArieb nun 
meinen Namen und meine Wohnung an das jHiwarze Drett. 
SS dauerte mehrere Wochen, bis ich die verjchieden]ten Dr: 
derungen zum Duell von Zeiten vieler demofkfratiicher Studenten
	        
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