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Full text: Meine Erlebnisse im Jahre 1848 und die Stellung des Staatsministers von Bodelschwingh vor und an dem 18. März 1848 / Diest, Gustav von (Public Domain)

jammenhang gebracht mwmird; es fommt lediglich darauf on, 
daß die don Ihreum Herrn Vater vreferirten Ihatfachen 
publiei juris werden.“ 
So it denn eine Bekanntmachung der vorftehenden YAften- 
jtücfe bisher unterblieben, zumal da auch der Profefor 
Heinridh v. Ireitfhke fie nidht mehr für den fechiten Zheil 
jeiner deutfchen SGejchichte hat vertwerthen KfDünnen. Wenige 
Monate vor feinen Tode Hatte ich in Begleitung des Enfkels 
des Minifter8 v. Bodelfchiwingh, des Forftafjeijors v. Bodel- 
IOmwingh, den feligen Treitfchke in Jeiner Wohnung auf- 
gefucht und ihn das gejammte vorftehend zufammengejtellte 
Materiaf übergeben. Wir Hatten mit dem lieben, vollitändig 
tauben Herrn ein langes SGejprüch, bei welchen: un feine 
Tochter, Fräulein Maria v. Xreitfcdhke, als Dolmetjcher 
unteritüßte, da denn ihr Vater in ırührend ergreifender Weile 
jedes Wort von ihren Lippen ablejen und verjtehen Konnte. 
ZTreitfchke drückte feine Freude darliber au®, daß er endlich 
in den Beliß von Jo wichtigen und Hiktoriju; Denkfvlirdigen 
Schriftitücen gelangt fei, welche ihın die C:Z.Serung der auch 
ibm noch fo dunklen Gefchichte der Berliner Märztage er- 
leichtern iylrde. Sein od machte dieje jeine Abjicht zu Schanden! 
Wer Hat eS mun verfchuldet, daß das alte Preußen anı 
18. März zufammenbrad, jo ruhuLlo8, fo mürdelos, ja 10 
jOnıahHvoN? Wer Hat diefen tiefjten Unjegen zu verantivorten, 
der jich Ichmwer genug an Preußen und an Deutichland gerächt 
hat, und den nah den Worten Friedrich Wilhelms IV. die 
Thränen kommender SGefchlechter abzuwijchen nicht in Stande 
jeim werden? Die Antwort auf diefe Frage kannt nur die 
jein: Den je/igen Minijter v. Bodelfchiwingh fIrifft 
feine Schuld! 
Sn Berlin Iraten entjeblicdhe Zuftände ein. Der PSöbel 
herrichte, und die Unjicherheit auf den Stirapen wuchs von Zag
	        
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