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Ein litterarischer Zwist auf der Berliner Hofbühne

Full text: Aus Berlins Vergangenheit / Fischer, Leopold Hermann (Public Domain)

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beftimmenden Einfluß erhielt und hier feinen „SGeftiefelten 
Kater,“ der nicht die lebte Beranlaffung für die Entjtehung des 
„Kamäleon“ gewejen war, am 20. April 1844 zur Aufführung 
brachte. 
Zudwig Tick am Hofe Friedrich Wilhelms IV.*) 
Mitteilungen aus den Akten des Königlidhen Geheimen Staats Archivs 
zu Berlin. 
Am 7. Juni 1840 Hatte Friedrid) Wilhelm IV. den Thron 
beftiegen. Bon dem Fürften, der f{Hon al8 Kronprinz fein reges 
Intereffe für Kunft und Wijfenfjchaft bethätigt hatte, durfte man 
mit Recht erwarten, daß er auch al? König feine Sorge diefen 
Gebieten in hohem Maße zuwenden würde. Was Wunder aljo, 
wenn auch derjenige Mann, der aus Berlin gebürtig, {hon 
früher mehrfad) den Verjuch gemacht Hatte, in feiner Vaterftadt 
einen feinen Fähigkeiten und Neigungen angemefjenen Wirkungs- 
frei8 zu erhalten, wenn Ludwig Tiek fih dem Könige zu nähern 
iuchte. An 2. Auguft 1840 fandte er ein Eremplar feines eben 
erjchienenen Romanes Vittoria Accorombona an den König mit 
folgendem Briefe: 7 
Allerdurchlauchtigfter, großmächtigiter König, 
Ullergnädigfter König und Herr! 
Bis jebt habe id) e& nie gewagt, einem Verehrer irgend 
zine8ß meiner Werke zuzueignen oder auch nur zu überreichen, 
weil mir dazu der MuthH und außerdem, ih möchte Jagen, Das 
Gefühl einer geiftigen Verwandtjchaft fehlte, welde die Kluft 
zwijdhen Hoch und niedrig ausfüllen muß, um fi mit vollem 
Vertrauen nähern zu Eönnen. 
yerft gedrudt „Boffilde Zeitung“, 1885, Sonntags - Beilage 
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