Path:
Volume

Full text: Kunst Kultur Geschichte Tempelhof-Schöneberg (Rights reserved) Issue2019,[7/10] (Rights reserved)

KUNST KULTUR GESCHICHTE 2019 Tempelhof-Schöneberg JULI BIS OKTOBER INHALT Göran Gnaudschun, Victoria, Pigneto, Rome, 2017 aus: »Are You Happy?« 2017-2019, Das Haus am Kleistpark zu Gast während der Rencontres de la Photographie, 24. Festival Voies Off in Arles; Eröffnung Mi, 3.7., 18:30 Uhr; Ort: Fotohaus ParisBerlin, 7 Rue de la Roquette, F-13200 Arles Cover: © Friederike von Rauch, Tourette 2, siehe auch S. 8 02 Willkommen 04 Veranstaltungen März bis Juni 2019 68 Ständige Ausstellungen 72 Stolpersteinverlegungen 73 Adressen und Öffnungszeiten 78 Kalenderübersicht 01 t rit t n Ei ! ier erall e r F b ü t fas Liebe Kunst- und Kulturinteressierte, Gerne möchten wir Ihnen an dieser Stelle auch den neuen Leiter der Dezentralen Kulturarbeit Dr. Peter Rümenapp vorstellen. Er ist Ansprechpartner für dezentral ausgerichtete Kunst- und Kulturarbeit und bietet eine Anlauf- und Schnittstelle für Kreative und kulturell Engagierte im Bezirk. (siehe Seite 76) wir freuen uns, Ihnen auch für die diesjährigen Sommerund Herbstmonate ein umfangreiches kulturelles Programm mit über 50 Veranstaltungen anbieten zu können. Lernen Sie gemeinsam mit uns die Kulturund Geschichtsorte im Bezirk kennen – kostenfrei und offen für alle! Die Kommunalen Galerien machen mit der fotografischen Arbeit »Revier« von Daniela Friebel Wohnorte von Berliner Nachtigallen sichtbar. Die Kooperationen des Haus am Kleistpark reichen bis nach Frankreich, wo im Juli der Fotograf Göran Gnaudschun die Kommunale Galerie beim 24. Voies Off Festival in Arles vertreten wird. Am Informationsort Schwerbelastungskörper bieten wir für Sie seit Neuestem historische Sonntagsführungen an. Der Geschichtssommer am Informationsort Schwerbelastungskörper widmet sich dem nationalsozialistischen städtebaulichen Größenwahn und dessen umstrittenen Repräsentanten Albert Speer. Das Jugend Museum überlässt im letzten Projektjahr von »ALL INCLUDED! Museum und Schule gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt« dem jungen Publikum das Wort: Konferenz von und für Kinder und Jugendliche! Erwachsene sind zum Anhören ihrer Positionen sehr willkommen. Im Tempelhof Museum eröffnet im Oktober die Ausstellung »Verborgene Schätze – Einblicke in das Tempelhofer Kunstdepot«, in der wir Ihnen ausgewählte Glanzstücke aus der Kunstsammlung der Museen Tempelhof-Schöneberg präsentieren. Wir wünschen Ihnen intensives Erleben von Kunst, Kultur und Geschichte in Tempelhof-Schöneberg! WILLKOMMEN 02 Dr. Irene von Götz, Leiterin des Fachbereichs und der Museen Tempelhof-Schöneberg Barbara Esch Marowski, Leiterin der Kommunalen Galerien Dr. Peter Rümenapp, Leiter der Dezentralen Kulturarbeit 03 INFORMATIONSORT SCHWERBELASTUNGSKÖRPER AKTUELL Neue Ausstellung am Schwerbelastungskörper 04 Eine neue Ausstellung im Besucherpavillon informiert über die Baugeschichte des Betonzylinders und bettet diesen in den historischen Kontext ein. Der 12.000 Tonnen schwere Belastungskörper wurde im Zuge der nationalsozialistischen Stadtplanung errichtet und ist eines der letzten Relikte der utopischen und menschenverachtenden Umbaupläne. Im Auftrag des verantwortlichen Generalbauinspektors Albert Speer wurden tausende Menschen Opfer von Wohnungsverlust, Zwangsarbeit und Deportation. Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 16 Uhr statt. Buchungsanfragen für Gruppenführungen bitte unter Tel. 030 –90277 6163 oder unter museum@ba-ts.berlin.de Sicherheitshinweis: Wir empfehlen das Tragen von festem Schuhwerk. Beim Betreten des Baukörpers müssen bereitgestellte Helme getragen werden. Informationsort Schwerbelastungskörper Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg HAUS am KLEISTPARK | Projektraum noch bis SO 11.8. bauhaus Fotografien von Stefan Berg © Stefan Berg, Treppenaufgang mit Handlauf, 2005, VG BildKunst Im Themenjahr »100 Jahre bauhaus« lässt Stefan Berg über eine zeitgenössische Bildsprache, losgelöst vom bisher allgemein bekannten kulturhistorisch und architektonischen Diskurs, das Modell »bauhaus denken« in der Gegenwart sichtbar werden. Ziel des Künstlers ist es, die Idee des bauhaus bildhaft darzustellen: die Modernisierung und Gestaltung einer Gesellschaft anschaulich, aber auch spürbar zu machen. Mit einem konzentrierten fotografischen Blick untersucht Berg, ob und wie sich die Idee bauhaus am Beispiel des Dessauer Gebäudes manifestiert. Kurator der Ausstellung ist Harald Theiss. Öffnungszeiten: Di–So, 11 bis 18 Uhr Mi 17.7., 19 Uhr Kuratorenführung mit Harald Theiss. Der Künstler ist anwesend. 07 HAUS am KLEISTPARK noch bis MI 14.8. Insgeheim Fotografien von Friederike von Rauch 08 Atmosphären, räumliche Zusammenhänge und die wechselseitige Beziehung von Architektur, Landschaft und Oberfläche stehen im Mittelpunkt der ausgestellten Arbeiten von Friederike von Rauch. Zeitlosigkeit geht von diesen Arbeiten aus, deren konzeptioneller Minimalismus den Blick auf Verborgenes ermöglicht, Wahrnehmung befreit und den Betrachter zu einer Spurensuche an Orte einlädt, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Fotografie stellt für die Künstlerin eine Möglichkeit dar, bewusst wahrzunehmen, sich hinzuwenden, zu konzentrieren und Klarheit zu erzeugen. © Friederike von Rauch, SPSG_14 Wie bieten zur Ausstellung ein Vermittlungsprogramm Do 11.7., 19 Uhr: Künstlerführung, Moderation Julia Rosenbaum für Schulklassen an. Mi 14.8., 19 Uhr: Buchvorstellung Monastic, Moderation Informationen und Anmeldung: schule@jugend-im-museum.de Dr. Birgit Möckel Tel. 030–50 59 0771 Öffnungszeiten: Di–So, 11 bis 18 Uhr GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM noch bis SO 25.8. 9. Tempelhofer Kunstausstellung GEDENKORT SA-GEFÄNGNIS PAPESTRASSE noch bis SO 29.9. Ausgeblendet. Der Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin Sonderausstellung 10 Zum neunten Mal zeigen ortsansässige, semiprofessionell arbeitende Künstler_innen ihre Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie: Sanaa Ammar, Antonius, Wilhelm Bongartz, Gilda Brefeld, Aenne Burghardt, Fidels Daughter, Ulla Enghusen, Volker Franzius, Marianne Hönemann-Draeger, Ernstfriedrich Jünger, Petra Klein, Karen Lang, Renate Meßmacher, Anne Niehenke-Mölders, Barbara Pfitzner, Grietje Willms. Im Stadtbild Berlins finden sich heute zahlreiche Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Mahnmale, die an die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern. Der Einrichtung vieler dieser Orte – gerade, wenn es sich um sogenannte Täterorte handelt – ging jedoch eine lange Geschichte des Ausblendens und Verschweigens sowie politischer Auseinandersetzungen voraus. Die Ausstellung erzählt von diesem schwierigen Prozess und dem großen Engagement einzelner Menschen und Initiativen für eine angemessene Erinnerungskultur in West-Berlin. Die Bewerbungsunterlagen für das kommende Jahr können Eine Ausstellung des Aktiven Museums, Faschismus und Wider- ab März 2020 bei Lutz Demmer oder Christiane Elfi Rückert stand in Berlin e.V. und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der unter Tel. 030 90 277-6964 angefordert werden. Wannsee-Konferenz Öffnungszeiten: Di, Mi, Do und So 14–18 Uhr Öffnungszeiten: Mo–Do, 10 bis 18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 Uhr Ort: Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54A 12101 Berlin 11 TEMPELHOF MUSEUM SA 6.7. 14 UHR Am Herz von Tempelhof Historischer Spaziergang mit Michael Voigtländer Das Ullsteinhaus steht direkt gegenüber des Tempelhofer Hafens inmitten des ehemaligen Industriegebiets. In unmittelbarer Nachbarschaft des Ufa-Kopierwerks und der Lorenz-Werke war es seit Beginn des 20. Jahrhunderts Teil des entstehenden städtischen und industriellen Tempelhofs. Michael Voigtländer vom Büro für Industriekultur lädt ein zu Spaziergang und historischer Spurensuche am Teltowkanal rund um das Ullsteinhaus. Die Teilnahmezahl ist begrenzt, bitte anmelden: Tel. 030–90277 6163, museum@ba-ts.berlin.de Das Ullsteinhaus am Teltowkanal / Tempelhofer Hafen, Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg Treffpunkt: Ullsteinhaus, Mariendorfer Damm / Stubenrauchbrücke 13 JUGEND MUSEUM SO 7.7. 14 + 16 UHR Record your story! Sonntag! Auf ins Jugend Museum! Familiensonntag 14 Lerne Menschen und ihre Geschichten aus deiner Stadt kennen. Was haben sie gemeinsam, wie unterscheiden sie sich? Nimm deine eigene Geschichte und Erlebnisse zum Thema Vielfalt in unserem professionellen Aufnahmestudio auf. Für Kinder ab 8 Jahren, Dauer ca. 1,5 Std. Fotos: Museen Tempelhof-Schöneberg DEZENTRALE KULTURARBEIT DO 11.7. – SA 28.9. Offene Stadt – Postmigrantische Perspektiven auf die Mauer und ihren Fall Multimediale Ausstellung Das Projekt sammelt persönliche Geschichten, Erfahrungen und Blicke verschiedener Generationen von Migrant_innen aus der Türkei zu spezifischen zeitgeschichtlichen Entwicklungen von Architektur, Urbanität und Kollektivität, die Berlin mit und ohne Mauer prägen. Mittels Archivrecherchen, dokumentarischen Foto- und Videoformaten, Gesprächen und Interviews geht Pınar Öğrenci Formen der Aneignung und des Widerstands, gelebten Konflikten und Stadterneuerung »von unten«, Teilhabe und Solidarität nach, die den Boden bereitet haben für das heutige postmigrantische Leben in Berlin. www.district-berlin.com Fotos: Pınar Öğrenci, 2019 Ort: District Berlin, Bessemerstraße 2–14, 12103 Berlin 17 ARCHIV+MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG FR 12.7. Stolperstein-Verlegungen 16 Stolpersteine initiiert durch Bewohner_innen der Tertanium Residenz 18 Eine Initiative von engagierten Senior_innen der Tertanium Residenz hat sich 2014 zusammengefunden und mit Unterstützung von Historikerinnen des Zentrums für Antisemitismusforschung zu den ursprünglichen Bewohner_innen der Passauer Straße 5–7 recherchiert. Nun werden im Juli durch Gunter Demnig 16 Stolpersteine verlegt. Stolpersteinverlegung, Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Nähere Informationen zum Rahmenprogramm erhalten Sie in der Termine weiterer Stolpersteinverlegungen finden Sie auf Seite 72 Koordinationsstelle der Stolpersteine im Schöneberg Museum. und auf unserer Homepage: www.museen-tempelhof-schoeneberg.de /stolpersteine.html Ort: Tertanium Residenz Passauer Straße 5–7, 10789 Berlin JUGEND MUSEUM 15.–19.7. 10:30–14:30 UHR The Voice of Berlin Sommerferien im Jugend Museum 20 Hast du Spaß am Singen und wolltest schon immer einen eigenen Song komponieren? Inspiriert von Musiker_innen aus der Ausstellung »Welcome to diversCITY! Queer in Schöneberg und anderswo« beschäftigen wir uns auf musikalische Weise mit dem Thema Vielfalt in unserer Stadt. Lerne Gesangs- und Stimmtechniken von einer professionellen Sängerin und schreibe deine eigenen Texte! Den Höhepunkt bildet unsere musikalische Aufführung am letzten Tag. Fünftägiger Workshop für Kinder ab 8 Jahren Bitte ein Lunchpaket mitbringen! Die Plätze sind begrenzt, bitte anmelden bis zum 10.7.2019 unter Tel. 030 –90277 6163 oder unter museum@ba-ts.berlin.de. Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg DEZENTRALE KULTURARBEIT SA 20.7. 17–21 UHR + SO 21.7. 15–20 UHR ARENA – #1: Intro 22 Mit der Lautsprecherskulptur ARENA von Benoit Maubrey entsteht vor dem Pallasseum ein temporäres Kunstwerk, das zugleich als Medium und Ort sozialer Interaktion genutzt werden kann. ARENA ist Kunstobjekt, SpeakersCorner, interaktive Medienstation, Veranstaltungsort. An zwei Tagen im Juli wird die Skulptur als Spielfläche mit einer Reihe von Konzerten, Performances und Lesungen initialisiert – ein Querschnittsprogramm, das das Publikum im besten Sinne fördert und fordert. Ort: Freifläche in Höhe Pallasstraße 5, 10781 Berlin Arena: a Speakers Sculpture DEZENTRALE KULTURARBEIT DO 1.8. 19 UHR (Premiere) + FR 2.8. 19 UHR + SA 3.8. 18:30 UHR Im Garten der Verwandlungen Ausdruckstanz x Butoh Tanzstück: Foto © Anette Hörtensteiner Im Natur-Park Schöneberger Südgelände, einem stillgelegten Rangierbahnhof erobert von wilder und einzigartiger Natur, wird ein ungewöhnliches Areal, der Giardino Segreto, mit seinen Skulpturen zur Bühne. Im Garten der Verwandlungen irren zwei Frauen mit ihren Schubkarren umher. Angelockt von durchdringenden Lauten begegnen sie sich an einem Schrein. Angstvoll öffnen sie ihn gemeinsam. Unheilvolle Kräfte entweichen, die Skulpturen werden lebendig, verwandeln die Frauen. Sie durchleben Unberechenbares, Erschütterndes. Choreographie: Claudia Berg, Maco Tanz: Claudia Berg, Maco, Hikaru Inagawa www.slowstrokemassage.de/tanz.html, www.4rude.com Ort: Naturpark Schöneberger Südgelände / Giardino Segreto Tickets: 13,– €, erm. 10,– € (inkl. 1,– € Parkeintritt) Prellerweg 47–49, 12157 Berlin Kartenreservierung: Tel. 030–76706480, claudiotta@t-online.de 25 INFORMATIONSORT SCHWERBELASTUNGSKÖRPER SA 3.8. 11:30 UHR 26 TEMPELHOF MUSEUM SA 3.8. 14 UHR Mythos »Germania« Am Herz von Tempelhof Historischer Spaziergang mit Stefan Zollhauser Historischer Spaziergang mit Michael Voigtländer Der Informationsort Schwerbelastungskörper ist ein 12.000 Tonnen schwerer Betonzylinder und eines der letzten baulichen Relikte nationalsozialistischer Stadtplanung in Berlin. Für die Gestaltung der geplanten Reichshauptstadt waren Abrisse und Neubauten von großem Ausmaß vorgesehen und z. T. auch durchgeführt. Der 1941 errichtete Schwerbelastungskörper sollte die Tragfähigkeit des Bodens testen. Unweit war ein 117 Meter hoher »Triumphbogen« geplant. Auf dem Spaziergang wird die Dimension der Planungen in einen stadtgeschichtlichen Kontext eingebettet und der Einsatz von Zwangsarbeit thematisiert. Siehe auch Seite 13 Im Rahmen des Geschichtssommers am Informationsort Schwerbelastungskörper Treffpunkt: Vor dem S-Bahnhof Südkreuz, Ausgang GeneralPape-Straße Das Ullsteinhaus am Teltowkanal / Tempelhofer Hafen, Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg SCHÖNEBERG MUSEUM DO 15.8. 19 UHR Wohnungsmarktpolitik & Judenverfolgung Vortrag und Autorinnengespräch mit Dr. Susanne Willems Die utopischen Baupläne der Nationalsozialisten hatten zur Folge, dass tausende Wohnungen abgerissen und deren Mieter_innen wohnungslos wurden. Um an günstige Ersatzwohnungen zu gelangen, ging Generalbauinspektor Albert Speer aktiv gegen jüdische Mieter_innen vor, die entrechtet, aus ihren Wohnungen vertrieben und deportiert wurden. Die Historikerin Dr. Susanne Willems stellt das Ausmaß von Speers Verbrechen vor, der für seine Ziele mit SS und Gestapo zusammenarbeitete. Im Rahmen des Geschichtssommers am Informationsort Schwerbelastungskörper Susanne Willems, Der entsiedelte Jude, Das Neue Berlin, 2018 Ort: Schöneberg Museum, Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin 29 SCHÖNEBERG MUSEUM DO 22.8. 19 UHR Speers Rolle in »Hitlers Hofstaat« Lesung und Autorinnengespräch mit Dr. Heike B. Görtemaker 30 Albert Speer gelang es nach Ende des Zweiten Weltkriegs, sich als unpolitischer und damit unschuldiger Architekt zu inszenieren. Seine Unwissenheit über die nationalsozialistischen Verbrechen nahmen ihm viele Deutsche bereitwillig ab. Dr. Heike B. Görtemaker zeigt in ihrem Buch »Hitlers Hofstaat« die persönlichen Netzwerke, die sich um Hitler am Obersalzberg bildeten. Hier arbeitete Speer nicht bloß als Architekt, er befand sich als Star dieses Hofstaats mitsamt seiner Familie in regelmäßiger Gesellschaft Hitlers. Im Rahmen des Geschichtssommers am Informationsort Schwerbelastungskörper Ort: Schöneberg Museum, Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin Heike B. Görtemaker, Hitlers Hofstaat, C.H. Beck Verlag, 2019 HAUS am KLEISTPARK | Projektraum DO 22.8. 19 UHR Revier – Fotografien von Daniela Friebel Eröffnung mit einer Einführung von Franziska Schmidt In der Nacht, wenn der Lärm Berlins verstummt, trägt das Schlagen und Schluchzen der Nachtigallen im Frühling über mehrere Straßen. Bei der Wahl ihres Revieres scheinen nicht wenige die Schallverstärkung durch Brückenkörper zu nutzen, die Lautstärke einer S-Bahn übertönen sie spielend. Auf nächtlichen Streifzügen hat sich Daniela Friebel auf die Suche nach Nachtigallen in Tempelhof-Schöneberg begeben und diese Orte anschließend bei Tageslicht fotografiert. Die Bilder zwischen Platz der Luftbrücke und Mauerweg zeigen Orte, die sonst wenig Beachtung finden und reflektieren den Begriff »Revier« auf vielschichtige Weise. Daniela Friebel, Revier #14 (Teile-/Gottlieb-Dunkel) Ausstellung vom 23.8.– 20.10.2019 33 SCHÖNEBERG MUSEUM DO 29.8. 18:30 UHR Schöneberger Vergnügen (1880 bis 1930) Vortrag und Gespräch mit Dr. Johanna Niedbalski 34 Schlittschuhbahnen, Rummelplätze, Kinopaläste, das legendäre Sechstagerennen im Sportpalast oder eine russische Kleinkunstbühne – die Urbanisierung bescherte Schöneberg ein vielseitiges und ausdifferenziertes Vergnügungsprogramm. Es gab Unterhaltungsangebote für jeden Geschmack und in jeder Preislage, einige Vergnügungsorte lösten Kontroversen aus, andere waren Aushängeschilder der wachsenden Großstadt. Johanna Niedbalski stellt wichtige Schöneberger Vergnügungsorte vor, lässt ihr jeweiliges Angebot wieder aufleben und rekonstruiert das Amüsement des Publikums. Dr. Johanna Niedbalski ist Historikerin und Autorin. 2018 ist ihr Buch »Die ganze Welt des Vergnügens. Berliner Vergnügungsparks der 1880er bis 1930er Jahre« im be.bra Verlag erschienen. Eispalast in der Lutherstraße, um 1909, Ausschnitt aus einer Ansichtskarte DEZENTRALE KULTURARBEIT DO 29.8. 19 UHR Ich sehe was, was Du nicht siehst Essay-Film, 30min Der Film zielt darauf ab, sowohl die offenen als auch subtilen Wege aufzuzeigen, mit denen sexistische, alltägliche, soziale Kommentare und Verunglimpfungen die individuelle Handlungsfähigkeit, den Ehrgeiz und das Selbstvertrauen von Frauen für ihre Selbstbestimmung untergraben. Der Film bearbeitet vor allem das Banale in der Alltagssprache und hebt diese hervor. Die reine Eigenschaft der Frau wird dazu genutzt, etwas Negatives zu beschreiben, wie zum Beispiel die klassische Aussage: »du wirfst ja wie ein Mädchen«. Sehr oft sind uns diese sexistischen Begriffe und Kommentare gar nicht bewusst, denn es fängt im Schulalter an, dass wir uns diese aneignen. Weitere Orte werden hier bekannt gegeben: www.facebook.com/ Ich-sehe-was-was-Du-nicht-siehst-485699925504966/ Ich sehe was, was Du nicht siehst, Foto: Natalia Ali Ort: Hopscotch Reading Room, Kurfürstenstraße 14 (im Hof) 10785 Berlin 37 HAUS am KLEISTPARK DO 29.8. 19 UHR subversiv – Ausstellung der Nominierten zum Kunstpreis des Haus am Kleistpark 2019 Eröffnung und Preisverleihung © Gerhard Haug Berlin, Blick in die Ausstellung zum Kunstpreis 2018 Im Rahmen der Förderung professionell arbeitender Berliner Künstler_innen zeigen wir in dieser Gruppenausstellung Arbeiten der Nominierten zum Kunstpreis des HAUS am KLEISTPARK 2019. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Vorsitzende der Jury ist in diesem Jahr Dr. Stefanie Heckmann, Berlinische Galerie, Leiterin der Abteilung Bildende Kunst. Laudatio Dr. Sabine Ziegenrücker So 8.9., 16 Uhr Wie bieten zur Ausstellung ein Vermittlungsprogramm Führung durch die Ausstellung im Rahmen der KGB-Kunstwoche, für Schulklassen an. mit Dr. Sabine Ziegenrücker und ausstellenden Künstler_innen Informationen und Anmeldung: schule@jugend-im-museum.de Tel. 030–50 59 0771 Ausstellung vom 30.8.– 6.10.2019 39 DEZENTRALE KULTURARBEIT FR 30.8. 18 UHR 100 Jahre Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt Multimediale Lesetour und Publikumsgespräch 40 Auf der neuen Lesetour, die im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums von »Groß-Berlin« (2020) entstanden ist, werden sechs 100jährige Menschen aus TempelhofSchöneberg multimedial vorgestellt (www.100-jahrein-berlin.de). Sie erzählen, wie sie das Ende des Ersten Weltkriegs erlebt haben, als in Berlin überall die Glocken läuteten und sich die Leute auf der Straße umarmten, vom Besuch im verruchten Transvestitenlokal »Eldorado« während der Weimarer Republik, von der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936, vom Kampf ums Überleben im Zweiten Weltkrieg, vom Handeln auf dem Schwarzmarkt in der Nachkriegszeit und vom Wiederaufbau in den beiden noch jungen deutschen Staaten. Mit Hanna Schygulla, Rainer Heinze; Moderation: Rita Preuß Ort: Rathaus Friedenau, Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, 12159 Berlin Ulla M., Jahrgang 1911 © Marion Schütt SCHÖNEBERG MUSEUM SO 1.9. 14 UHR Ceciliengärten Stadtspaziergang zur Architekturgeschichte 42 Von 1924 bis 1928 errichtete der Architekt und Baustadtrat des damaligen Berliner Bezirks Schöneberg, Heinrich Lassen, die »Siedlung im Grünen« – Ceciliengärten. Dachform, Erker und phantasievolle Fassadenreliefs charakterisieren Lassens Bauten genauso wie die Idee der »Human Urbanisierung«. Die Kunsthistorikerin Dr. Gerhild H. M. Komander führt durch die Entstehungsgeschichte dieses reformierten Wohnungsbaus. Die Teilnahme ist begrenzt, bitte anmelden: Tel. 030-90277 61 63, museum@ba-ts.berlin.de Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg / Archiv ON TOUR DI 3.9. 14:30–17:30 UHR Kultour 60+ Veranstaltungsreihe für die Generation 60 plus 44 Mit KULTOUR 60+ wollen wir interessierten älteren Menschen unsere Bildungs- und Kulturlandschaft im Bezirk vorstellen. Unser Amt hat dafür ein einrichtungsübergreifendes Angebot mit einem besonderen Service erarbeitet: Ein Bus holt die Teilnehmenden an einem konkreten Haltepunkt ab und bringt sie nach Ende der Veranstaltung auch dorthin zurück – von Süd nach Nord und umgekehrt. Die Stadträtin für Bildung, Kultur und Soziales, Jutta Kaddatz, begleitet die Tour persönlich. Anmeldung: Die Teilnahme ist begrenzt. Die Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich, Tel. 030-90277 8793. Treffpunkt ist der Nachbarschaftstreffpunkt HUZUR, Bülowstraße 94 / Ecke Frobenstraße, 10783 Berlin. KULTOUR 60 + DIE STATIONEN Neues Besucherzentrum im Flughafen Tempelhof Für Herbst 2019 ist die Eröffnung des Besucher- und Informationszentrums Check-In geplant. Die Ausstellung »Ein weites Feld – Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte« von der Topographie des Terrors erzählt von der Vorgeschichte der Entwicklung des Flughafengeländes bis hin zur Gegenwart und rückt die Zeit des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. Sie ist die erste Ausstellung im Check-In. Bezirkszentralbibliothek im Eva-Maria-Buch-Haus Lebenslanges Lernen? Für uns mehr als nur ein Motto! Wir zeigen Ihnen, wie Sie E-Reader bedienen und elektronische Medien entleihen können. Kennen Sie alle Tricks und Kniffe bei der Online-Recherche? Nutzen Sie schon unseren Bestseller-Service? Schauen Sie hinter die Kulissen und lernen Sie Orte in unserer Bezirkszentralbibliothek kennen, an denen Sie noch nie waren! Zeit für Fragen gibt es natürlich auch – wir freuen uns auf Sie! 45 JUGEND MUSEUM MI 4.9. 9–15:30 UHR ALL INCLUDED! Kinder- und Jugendkonferenz Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg In fünf Jahren Projektarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt wurde deutlich: Kinder und Jugendliche haben zu dem Thema viel zu sagen und vertreten relevante Positionen, die gehört werden sollten. Die Konferenz bietet eine Plattform dafür. Expert_innen aus kulturellen Einrichtungen, Schule und Politik hören ihnen zu. »ALL INCLUDED! Museum und Schule gemeinsam für sexuelle Ganztägige Veranstaltung für Kinder und Jugendliche. und geschlechtliche Vielfalt« ist ein fünfjähriges Modellprojekt Ab 14 Uhr auch für Erwachsene. des Jugend Museums. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 27.8.2019 unter museum@ba-ts.berlin.de. 47 GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM DO 5.9. 19 UHR periphic Fotografien von Christoph Schieder Eröffnung 48 Unter dem Arbeitstitel: periphic begann der in Tempelhof lebende Künstler Christoph Schieder 2016 mit einem neuen fotografischen Projekt. Beeinflusst von seinem Interesse an zeitgenössischer skandinavischer Fotografie fokussiert Schieder in verfremdeter ästhetischer Anmutung auf Stadtlandschaften. Es geht dem Künstler in dieser in dunklen Grautönen gehaltenen Arbeit um Wandel und Stillstand, um den inneren Zwiespalt konträrer Wünsche im Spektrum von Beständigkeit und Aufbruch. Ausstellung vom 6.9.– 10.11.2019 © Christoph Schieder, ohne Titel, aus der Serie periphic, 2010-2019 DEZENTRALE KULTURARBEIT SO 8.9. 18 UHR Tanz.Wort.Kompositionen. 50 open air / site specific! Stets zu neuen Bildern im Kunstund Industrieenvironment starker Verwitterung wie auch vor spektakulärer Naturkulisse sich formierend, wandelt die Gruppe der sechs durch den Park. Ihnen auf der Spur verlässt der Zuschauer schon bald die gängige Schiene der Wahrnehmung und gelangt in poetische Zustände, hat wieder Zeit. In ihren Gedichten erforscht die Tänzerin Janine Schneider das Erlebnis Körper und Bewegung, zwischenmenschliche Begegnung sowie die kosmische Anbindung als Real-Aspekt des Lebens.Tanz.Wort. Kompositionen. schreiten voran. Janine Schneider | company no thrills von und mit: Michaele Brunk, Gabriele M. Franzen, Sara Keller, Ria Schindler, Janine Schneider, Michael Turnbull Ort: Naturpark Schöneberger Südgelände / Giardino Segreto Prellerweg 47–49, 12157 Berlin Foto: Astor Schneider DEZENTRALE KULTURARBEIT MI 11.9. 10 UHR Romeo und Julia 2.0. Theater für die Klassen 7 bis 10 aller weiterführenden Schulen Bild: Romeo_Julia, Copyright: MORPHtheater, rechtefrei Shakespeares Klassiker mit einer radikal heutigen Brille gelesen: Romeo und Julia als zwei Youtuber, die ihren Followern erzählen, was ihnen passiert. So erleben wir die gesamte Geschichte aus der Sicht der beiden Hauptfiguren. Es geht um Sinnsuche, Mobbing und um Liebe und Freundschaft in den Zeiten von Social Media. Shakespeares Verse werden behutsam modernisiert, um sie für junge Zuschauer_innen von heute rezipierbar zu machen. Spieldauer: 60 min. Karten und Infos über Tel. 0170–476 94 61 oder per Mail an kontakt@morphtheater.de Ort: Gemeinschaftshaus Lichtenrade; Lichtenrader Damm 212, 12305 Berlin 53 DEZENTRALE KULTURARBEIT SA 14.9. 20 UHR + SO 15.9. 16 UHR Es lebe die Diversität der Ideen Morgenstern wird 25 54 MORGENSTERN, Theater im Rathaus Friedenau, feiert Geburtstag. Zum 25-jährigen Bestehen erscheinen die verschiedensten Figuren aus 33 vergangenen Inszenierungen. Sie alle treten heraus aus ihren Geschichten und wollen mitfeiern. Die verrücktesten Begegnungen finden statt, unterschiedlichste Ideenwelten durchdringen sich, aus verschiedensten Melodien entsteht ein Geburtstagslied. Und mittendrin sind unsere Gäste, speisen an einer langen Tafel und debattieren. Wir laden Sie herzlich dazu ein! Anmeldung und Infos: info@theater-morgenstern.de Tel. 030–92 35 59 50 www.theater-morgenstern.de Ort: Morgenstern – Theater im Rathaus Friedenau Rheinstraße 1 (Breslauer Platz), 12159 Berlin Morgenstern: Foto: Axel Lauer SCHÖNEBERG MUSEUM DO 26.9. 18 UHR Die Schöneberger Ofenbauerfirma Kori im Nationalsozialismus PD Dr. Annegret Schüle und Susanne Zielinski (Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz) stellen die neusten Ergebnisse ihrer Forschung zur Schöneberger Ofenbauerfirma Kori vor. Kori stellte wie Topf & Söhne Leichenverbrennungsöfen für die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager her. Die Mittäterschaft von Kori geriet nach Kriegsende in Vergessenheit. Die Gründe und Folgen dieses Vergessens stehen exemplarisch für den Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin, auf das die Historikerinnen mit ihrem Vortrag ein Schlaglicht werfen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung »Ausgeblendet. Der Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin« im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße siehe auch S. 11 Kosten-Anschlag der H. Kori GmbH; Quelle: Archiv der Museen Tempelhof-Schöneberg Ort: Schöneberg Museum, Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin 57 DEZENTRALE KULTURARBEIT 27.+ 28.9. 19 UHR 11.+12.10. 19 UHR 13.10. 12 UHR SCHÖNEBERG MUSEUM SO 29.9. 14:30 UHR Lindenhof und Attilahöhe Stadtspaziergang zur Architekturgeschichte FILM_ERBEN Initiativen für den Schmalfilm 58 Eine Veranstaltungsreihe mit Schmalfilmen der 1930er bis 1980er Jahre. In Vorträgen geht es um Fragen des Umgangs mit Privat-Filmmaterial. Die Filmaufnahmen u.a. von Familienfesten, Ausflügen oder Reisen dokumentieren die Alltagskultur von Generationen. Seit einigen Jahren gewinnen sie an Wertschätzung als kulturelles Erbe und werden z.B. in regionalhistorischen Archiven gesammelt. Ein weiterer Stadtspaziergang mit der Kunsthistorikerin Dr. Gerhild H. M. Komander. Diesmal werden die Siedlungen Lindenhof und Attilahöhe unter ihrer Führung erkundet. In den 1920er Jahren setzten hier die Architekten Martin Wagner und Bruno Taut Maßstäbe für die Moderne in Berlin, ihre Bauten gelten als Vorbild des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Annette Brauerhoch von der Universität Paderborn zeigt Beispiele Die Teilnahme ist begrenzt, bitte anmelden: aus der dortigen Super-8-Sammlung sowie des Archives für Tel. 030–90277 61 63, museum@ba-ts.berlin.de Experimentalfilme von Frauen. Nähere Programminformationen: http: //bit.ly/Filmerben Ort: 27.+ 28.9.2919, 11.+12.10.2019: Barton Fink, Potsdamer Straße 157, 10783 Berlin 13.10.2019: Kinosaal im Rathaus Schöneberg, John-F.-KennedyPlatz 1, 10825 Berlin Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. 59 SCHÖNEBERG MUSEUM DO 17.10. 18:30 UHR West-Berlin. Biografie einer Halbstadt Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Elke Kimmel 60 Spione und Musiker, Hausbesetzer und Bürgerliche, Politiker und Gastarbeiter – die Mischung machte West-Berlin aus. Was war das Besondere an der Stadt? Warum ist sie für viele immer noch ein Sehnsuchtsort? Elke Kimmel lässt in ihrem neuen Buch eine faszinierende Alltags- und Kulturgeschichte der verschwundenen Halbstadt entstehen – von der Luftbrücke über den Mauerbau und die Flächensanierung bis hin zur Grenzöffnung im November 1989. Dr. Elke Kimmel ist Historikerin und Museumsleiterin. Ihr Buch »West-Berlin. Biografie einer Halbstadt« ist 2018 im Ch. Links Verlag erschienen. oben: Straße des 17. Juni, Foto der Stasi 1987 zum Besuch von Ronald Reagan, Quelle: BStU, 65_MfS, HA III-Fo-126, Bild 87 unten: Sterndemo am 28.1.1989 am Ernst-Reuer-Platz, Foto: Elke Kimmel JUGEND MUSEUM SO 20.10. ab 15 UHR Zum letzten Mal: »Welcome to diversCITY« Finissage Zum letzten Mal öffnet die Ausstellung »Welcome to diversCITY« ihre Türen. In drei Räumen und mit drei künstlerischen Ausdrucksformen werden die Geschichten der diversCITY lebendig. Kinder und Jugendliche erarbeiten eine Performance aus Tanz, Theater und Malerei und animieren die Besucher_innen, selbst aktiv zu werden und die Vielfalt zu feiern. »Welcome to diversCITY. Queer in Schöneberg und anderswo« ist Teil des Modellprjekts »ALL INCLUDED! Museum und Schule gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt«. Stadtmodell der Ausstellung »Welcome to diversCITY«, Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg 63 HAUS am KLEISTPARK DO 24.10. 18–22 UHR Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt 2019 zu Gast – Eröffnung 64 Die Abschlussausstellung des 29. Jahrgangs des Künstlerinnenprojekts präsentiert die Arbeiten von fünfzehn aufstrebenden Berliner Künstlerinnen: Marie-Louise Andersson, Melo Börner, Marlene Denningmann, Eva Dittrich, Eva Funk, Martine Heuser, Ana Hupe, Mareike Jacobi, Astrid Kajsa Nylander, Marion Orfila, Mila Panic, Fiene Scharp, Millie Schwier, Lena Skrabs, und Sara Wahl. Zu sehen: ein vielschichtiges Spektrum aktueller Kunst. Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Marion Orfila, La Chambre Blanche 2017, Foto: © Marion Orfila Das einjährige Programm hat die Durchsetzung künstlerischer Positionen von Frauen zum Ziel. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Wir bieten zur Ausstellung ein Programm für Schulklassen an. Künstlerinnengespräche und weitere Veranstaltungen finden Sie terminnah auf der Website goldrausch.org Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abt. Frauen und Gleichstellung. Ausstellung vom 25.10.– 8.12.2019 Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Martine Heuser, Not a civilization but you, 2017, Foto: © Martine Heuser TEMPELHOF MUSEUM FR 25.10. 18:30 UHR Verborgene Schätze Einblicke in das Tempelhofer Kunstdepot Eröffnung 66 Die Ausstellung »Verborgene Schätze – Einblicke in das Tempelhofer Kunstdepot« ermöglicht einen ersten Blick auf ausgewählte Glanzstücke des bezirklichen Kunstdepots. 1948 begann das damalige Heimatarchiv Tempelhof seine Archiv- und Sammlungstätigkeit und seitdem sind viele sehenswerte Gemälde und Grafiken zusammengetragen worden. Die Ausstellung im Tempelhof Museum macht mit Werken von Ottilie Ehlers-Kollwitz, Paul Kuhfuss, Hermione von Preuschen und weiteren Highlights einen kleinen Teil der umfangreichen Sammlung sichtbar. Ort: Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin Ernst Wilhelm Müller-Schönefeld (1867–1944), »Cardinal«, o.J., Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg Ausstellung vom 25.10.2019 – 1.3.2020 MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN Alle Führungen der Museen und historischen Orte werden auf MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN TEMPELHOF MUSEUM Anfrage auch mit Gebärdensprachdolmetscher_in angeboten. 68 VILLA GLOBAL – THE NEXT GENERATION Eine ungewöhnliche Porträtausstellung in 14 Räumen, für Kinder und Erwachsene Wunderkammern – Wunderkisten Eine preisgekrönte Ausstellung zur Berliner Stadtgeschichte für alle Generationen kostenlose Führungen jeden 1. Sonntag im Monat, 11 Uhr Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg JUGEND MUSEUM Zwischen Feldern und Fabriken – Menschen, Orte, Geschichten Ausstellung zur Geschichte Tempelhofs, mit Audioguide für Kinder und Erwachsene MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG RATHAUS SCHÖNEBERG STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN »Wir waren Nachbarn« Informationsort Schwerbelastungskörper Ausstellungsinstallation Geöffnet vom 2. April bis 31. Oktober Infos zu Führungen und Workshopangeboten finden Sie Die Ausstellung Wir waren Nachbarn, Biografien jüdischer Zeitzeugen, die auf eine langjährige Zeitzeugen-und Erinnerungsarbeit des Bezirks zurückgeht, beschäftigt sich mit dem Leben der Schöneberger und Tempelhofer Juden bis 1945, aber auch mit dem »Nachleben« der Exilanten. Das Zentrum der Ausstellung bilden über 150 biografische Alben mit persönlichen Fotos und Dokumenten. Die darin dokumentierten Familiengeschichten werden zum großen Teil aus der Sicht der Zeitzeug_innen oder ihrer Angehörigen erzählt. Durch die Kombination verschiedener Elemente stellt die Ausstellungsinstallation einen einzigartigen Ort der Erinnerung an die damaligen Nachbarn dar. auf der Website www.schwerbelastungskoerper.de kostenlose Führungen sonntags 16 Uhr Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße Dauerausstellung zur Geschichte des SA-Gefängnisses Papestraße Foto: Harry Weber kostenlose Führungen sonntags 14 Uhr Der Bezirk führt diese außergewöhnliche Idee in Kooperation mit dem Förderverein frag doch! kontinuierlich fort. Dauerausstellung Sa bis Do 10–18 Uhr, regelmäßige Führungen Eintritt frei www.wirwarennachbarn.de, Kontakt: projekt@wirwarennachbarn.de 71 IM STADTRAUM STOLPERSTEINVERLEGUNGEN In Tempelhof und Schöneberg ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN KOMMUNALE GALERIEN HAUS am KLEISTPARK Grunewaldstraße 6–7, 10823 Berlin Di bis So 11–18 Uhr 72 Rund 850 Stolpersteine sind bereits im Bezirk zu finden. Viermal im Jahr werden durch den Künstler Gunter Demnig weitere Stolpersteine im Stadtraum verlegt. Die Koordination, Recherche und Beratung von Interessierten und Angehörigen findet im Schöneberg Museum statt. Zusätzlich werden seit diesem Jahr weitere Stolpersteine durch einen ehrenamtlichen Steinsetzer verlegt. HAUS am KLEISTPARK | Projektraum Di bis So 11–18 Uhr GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin Mo bis Do 10–18 Uhr Fr 10–14 Uhr, So 11–15 Uhr Am 6.7. ab 11 Uhr finden Stolperstein-Verlegungen für Else und Therese Landsberg in der Heilbronner Straße 22 statt. Um 11:45 Uhr wird für Lucy Ballhorn ein Stein in der Münchener Straße 40 verlegt. Am 12.7. finden weitere Verlegungen statt, siehe S. 18. Genaue Termine finden Sie laufend aktualisiert auf der Homepage: www.museen-tempelhof-schoeneberg.de/stolpersteine.html Telefon 030 – 90 277 6964 Interessierte können sich auch gerne telefonisch melden unter hausamkleistpark@ba-ts.berlin.de stolpersteine@ba-ts.berlin.de oder Tel. 90277-6396 und sich auch www.hausamkleistpark.de in den Verteiler für die Verlegungen aufnehmen lassen. 73 ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN MUSEEN TEMPELHOF-SCHÖNEBERG Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße Alle Führungen der Museen und historischen Orte werden auf Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin Anfrage auch mit Gebärdensprachdolmetscher_in angeboten. Di bis Do, So 14–18 Uhr für Gruppen nach Voranmeldung Jugend Museum | Schöneberg Museum Mo bis Fr 10–14 Uhr Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin Führungen jeden Sonntag um 14 Uhr Sa bis Do 14–18 Uhr, Fr 9–14 Uhr Gruppen und Schulklassen nach Voranmeldung Telefon 030 – 90 277 6163 www.gedenkort-papestrasse.de Tempelhof Museum 74 Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin 75 Mo bis Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 Uhr Für Schulklassen und Gruppen Mo –Fr nach Voranmeldung Informationsort Schwerbelastungskörper Kostenlose Führungen jeden 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr General-Pape-Straße 100, Tor 1, 12101 Berlin Geöffnet vom 2. April bis 31. Oktober 2019 Archiv Tempelhof-Schöneberg Di, Mi, Do, Sa und So 14–18 Uhr Hauptstraße 40 /42, 10827 Berlin kostenlose Führungen jeden So um 16 Uhr Telefon 030 –90 277 6214 archiv@ba-ts.berlin.de Weitere Infos zu Gruppen- und Workshopangeboten unter Ein Besuch ist nur nach individueller Terminabsprache möglich. www.schwerbelastungskoerper.de nur Gelände barrierefrei Telefon 030 –90 277 6163 Telefon 030 –90 277 6163 museum@ba-ts.berlin.de www.schwerbelastungskoerper.de www.museen-tempelhof-schoeneberg.de ADRESSEN UND ÖFFNUNGSZEITEN Dezentrale Kulturarbeit Rathaus Schöneberg Telefon 030 –90 277 4347 Peter.Ruemenapp@ba-ts.berlin.de www.dezentrale-kulturarbeit.de Die Dezentrale Kulturarbeit ist verantwortlich für die Kunstund Kulturförderung der Freien Szene im Bezirk. 76 »Wir waren Nachbarn« Rathaus Schöneberg John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin Zugang über Freiherr-vom-Stein-Straße Samstag bis Donnerstag 10–18 Uhr Es finden regelmäßig Führungen statt. projekt@wirwarennachbarn.de www.wirwarennachbarn.de Telefon 030–90 277 4527 Goldrausch Künstlerinnenprojekt: Eva Funk, Heartbreaker Dreammaker 2018, Foto: ©Eva Funk | siehe auch S. 64 Gestaltung: ZERA berlin, diegeisel | Redaktion: Dr. Katharina Kretzschmar John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin VERANSTALTER JULI BIS OKTOBER 2019 BEZIRKSAMT TEMPELHOF-SCHÖNEBERG ABTEILUNG BILDUNG, KULTUR UND SOZIALES TempelhofSchöneberg KUNST dezentrale KULTUR arbeit GESCHICHTE Tempelhof-Schöneberg FACHBEREICH KUNST, KULTUR, MUSEEN
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.