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Full text: Mitteilungsblatt (Rights reserved) Issue98.2002 (Rights reserved)

Kunsthochschule Berlin (Weißensee) Hochschule für Gestaltung KHB Mitteilungsblatt Herausgeber: Der Rektor der Kunsthochschule Berlin (Weißensee) Bühringstraße 20, 13086 Berlin Inhalt: Nr. 98 00. August 2002 9 Seiten Studienordnung für den Studiengang Design Fachgebiet Produktdesign an der Kunsthochschule Berlin (Weißensee), Hochschule für Gestaltung Der Akademische Senat der Kunsthochschule Berlin-Weißensee hat am 17.04.2002 gemäß § 61 Abs. 1, Ziff.15 i.V.m. § 71 Abs. 1 Ziff.1 des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) vom 17. Nov. 1999 (GVBl.S.630), zuletzt geändert durch Gesetz vom 08.Okt.2001 (GVBl. S. 534) folgende Studienordnung beschlossen: I Allgemeine Bestimmungen § 1 Geltungsbereich (1) Diese Studienordnung enthält Angaben über Inhalte, Aufbau und Ziele des künstlerischen und wissenschaftlichen Studiums im Studiengang Design in dem Fachgebiet Produkt-Design im Sinne der Konzeption der Kunsthochschule Berlin (Weißensee). (2) Für die Anwendung und Einhaltung dieser Studienordnung sind alle durch diese Ordnung einbezogenen Lehrenden zuständig. (3) Die in dieser Ordnung aufgeführten männlichen Personenbezeichnungen gelten auch in weiblicher Fassung. § 2 Allgemeine Ziele des Studiums (1) Das Studium befähigt den Studenten, Designaufgaben selbständig zu erkennen, zu planen, zu analysieren und lösen zu können. Er soll sein künstlerisch-gestalterisches Anliegen, ausgerüstet mit künstlerischhandwerklichen und wissenschaftlichen Grundlagen sowie mit Kreativität, praxiswirksam einsetzen und dabei geeignete Methoden für seine Arbeit nutzen. (2) Integrative Lehr- und Arbeitsweisen werden bevorzugt. Kommunikative und kooperative Arbeitsweisen werden sowohl in Einzelarbeit wie in Gruppenarbeit erprobt, innerhalb eines Studiengangs/Fachgebiets und interdisziplinär. (3) Der Student wird in die Lage versetzt, mit seiner Arbeit sowohl über soziokulturelle Gegebenheiten und Entwicklungstendenzen als auch über gruppenspezifische Verhaltensweisen und Bedürfnisse reflektieren zu können und dementsprechende Erkenntnisse kreativ umzusetzen. Durch das Studium wird das Verständnis auch dafür entwickelt, daß Design als Teil von ganzheitlich zu betrachtenden Entwicklungsverläufen zur Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Lebenssituationen beiträgt. § 3 Studienbeginn Das Studium kann in der Regel nur zum Wintersemester begonnen werden. Das Angebot von Lehrveranstaltungen gemäß Studienplan geht von einem Studienbeginn im Wintersemester aus. § 4 Gliederung und Dauer des Studiums Das Studium gliedert sich in: 1. ein viersemestriges Grundstudium 2. ein viersemestriges Hauptstudium 3. ein Praxissemester 4. ein Prüfungssemester Das zusätzliche Praxissemester muß vor Beginn des Prüfungssemesters entsprechend der Praktikumsordnung der Kunsthochschule Berlin (Weißensee) absolviert werden. § 5 Abschluß des Studiums Das Studium schließt mit einer praktischen und einer theoretischen Diplomprüfung ab. Auf Grund der bestandenen Diplomprüfung wird der akademische Grad "DiplomDesigner(in) / Produkt-Design" verliehen. Nach bestandener Diplomprüfung besteht die Möglichkeit zur Zulassung für das Auswahlverfahren zum Meisterschülerstudium entsprechend der Ordnung für die Ernennung von Meisterschülern an der Kunsthochschule Berlin (Weißensee). § 6 Studienberatung (1) Die Studienfachberatung soll über Inhalt und Aufbau des Studiums informieren, sie soll Studenten in allen mit dem Studium und den Prüfungen zusammenhängenden Fragen beraten und über Tätigkeitsfelder und Berufsmöglichkeiten informieren. (2) Zu Beginn des Studiums wird eine Informationsveranstaltung angeboten, in der Vertreter der Lehrgebiete den Studenten den Studienverlauf erläutern. § 7 Lehrveranstaltungsformen (1) Folgende Formen von Lehrveranstaltungen werden angeboten: - Vorlesung(V) - Seminar (S) - Übung (Ü) - Projektarbeit (Pr) - Exkursion (E) - Praktikanten- und Diplomandenkolloquien (2) Die im Absatz 1 genannten Lehrveranstaltungsformen sind im wesentlichen durch folgende Merkmale charakterisiert: In Vorlesungen werden allgemeine und fachspezifische Stoffgebiete vorgeführt und erläutert. Seminare werden in den fachtheoretischen und wissenschaftlichen Fächern durchgeführt, wobei der Student lernen soll, seine wissenschaftlichen und fachtheoretischen Kenntnisse systematisch zu erweitern, zu vertiefen und in geeigneter Form nach wissenschaftlichen Kriterien themenzentriert anzuwenden. Übungen dienen in der Regel der Grundlegung von Erfahrungen mit und in Prozessen künstlerisch-gestalterischer Aktivität in den entsprechenden Fächern. Sie dienen zur Aneignung und Vertiefung von Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen. Sie sind auch praxisbezogene Anwendungsformen fachtheoretischer und wissenschaftlicher Kenntnisse, die im konzeptionellen und künstlerisch-gestalterischen Bereich integrativ eingesetzt werden. Projekte sind sowohl praxisbezogene als auch zukunftsorientierte Aufgaben, die fachbezogen bzw. interdisziplinär bearbeitet werden. Bei der Projektarbeit soll der Student einzeln oder in kleinen Gruppen unter Anleitung den gesamten Gestaltungsprozeß von der Problemfindung bis zur Problemlösung durchdringen und das Ergebnis seiner forschenden, experimentellen künstlerisch-gestalterischen Arbeit in geeigneter Form und mit angemessenen Mitteln präsentieren und dokumentieren. Die Projektarbeit wird vorzugsweise im Hauptstudium durchgeführt und kann bei fächerübergreifender Aufgabenstellung von mehreren Lehrkräften auch aus verschiedenen Fachgebieten gemeinsam betreut werden. Exkursionen dienen der Erarbeitung und exemplarischen Veranschaulichung bestimmter praxisbezogenen Fragestellungen aus Lehrveranstaltungen. Die Praktikanten- und Diplomandenkolloquien dienen dem Informationsaustausch zwischen den an unterschiedlichen Themen arbeitenden Praktikanten und Diplomanden untereinander und mit dem Lehrerkollegium. Sie werden bedarfsweise durchgeführt. § 8 Studienplan, Testate, Leistungsnachweise (1) Diese Studienordnung regelt alle grundsätzlichen Inhalte des Studiengangs Design in dem Fachgebiet Produkt-Design. Das schließt die Stundenanzahl und die Art und Anzahl der zu erbringenden Testate, Leistungsnachweise und Prüfungen für alle Fächer ein. Sie sind dem Studienplan bzw. der Stundentafel zu entnehmen. (2) Mit einem Testat wird die Wahrnehmung einer Lehrveranstaltung bestätigt (3) Mit einem Leistungsnachweis wird dieTeilnahme an einer Lehrveranstaltung bestätigt und gleichzeitig die Bewertung der Studienleistung vorgenommen. Der Leistungsnachweis wird aufgrund der Vorlage eigener Arbeiten (Übungen), eines Vortrags, Referats oder einer schriftlichen Arbeit vergeben und setzt die Teilnahme an einer entsprechenden Lehrveranstaltung voraus. Die Form der Leistungsnachweise wird vom Leiter der Lehrveranstaltung festgelegt. (4) Leistungsnachweise werden erteilt, wenn die für den Leistungsnachweis erbrachten Einzelleistungen mindestens mit "ausreichend" (4) bewertet werden können. II Grundstudium § 9 Inhalte und Aufbau (1) Vermittlung wissenschaftlicher und künstlerisch-gestalterischer Grundlagen im ersten und zweiten Semester mit für alle Fachgebiete annähernd gleichem Inhalt als Fächerstudium in Form von Vorlesungen, Seminaren, Übungen. (2) Zunehmende Verknüpfung fachlicher Inhalte und Vermittlung fachspezifischer Grundlagen ab drittem Semester anhand von Aufgabenstellungen mit exemplarischen Gestaltungsschwerpunkten. (3) Wissenschaftliche Grundlagen im Grundstudium 1.Pflichtfächer: zwei Semester Kunstgeschichte oder Kulturgeschichte zwei Semester Geschichte und Theorie des Design zwei Semester Wirtschaftswissenschaft 2.Wahlpflichtfächer: Im Verlauf des Grund- und Hauptstudiums werden weitere geisteswissenschaftliche Lehrveranstaltungen in verschiedenen Disziplinen und in unterschiedlicher Form ( Kurs, Projekt, Vorlesung usw. ) angeboten. Dazu gehören die in (3) genannten Fächer sowie Lehrveranstaltungen, die sich u.a. mit Hilfe philosophischer, historischer, soziologischer, psychologischer oder wirtschaftswissenschaftlicher Methoden mit dem Themenfeld Kunst, Kultur, Design, Architektur, Urbanistik und Massenmedien auseinandersetzen. 3. Fakultative Angebote sind u.a. Aktzeichnen, Fotografie, CAD. Als Voraussetzung für die nachzuweisenden Studienleistungen können darüber hinaus entsprechend beruflicher Vorbildung fakultativ Kurse in den hochschuleigenen Werkstätten fachübergreifend besucht werden. Ein absolvierter Werkstattgrundkurs berechtigt zum selbständigen Benutzen der entsprechenden Werkstatt. § 10 Gliederung des Studienverlaufs Lehrveranstaltungen Pflichtfächer Semesterwochenstunden Leistungs1. 2. 3. 4. nachweise Sem. Sem. Sem. Sem. _______________________________________________________________ Farbe 5 5 T / LN / * Zeichnen 6,75 6,75 T / LN / * Plastisch-räumliches Gestalten 4 4 T / LN / * Gestalten in der Fläche 3 3 T / LN / * Morphologie/Anatomie und Ergonomie 3 3 T / LN / * Werklehre/Maltechnik 1 1 Gestalten mit neuen Medien 2 2 Grundkurs Computer 0,25 0,25 Projektion/PerspektivLehre (V, Ü) 1 1 LN, (1) 4 4 LN, (1) Gestaltungslehre I, II, (V, S, Ü) T / LN / * Gestaltungslehre III, IV (V, S, Ü) 6 5 LN (3) Techn. Grundlagen I, II 3 2 LN, (2) Entwurfslehre I, II (V, S, Ü) 10 4 LN, (3) Grundlagen der Typografie 3 Darstellungstechniken I, II (Ü) 3 LN (1) 2 LN, (1) Produktentwurf (Pr) 12 P, (1) ___________________________________________________________________ Wirtschaftswissenschaft 2 2 LN, (4) CAD-Einführung (ü) Theorie und Geschichte des Design 1 1 4 T, (1) 4 P Kunst- oder Kulturgeschichte 2 2 T (2),P ___________________________________________________________________ Wahlpflichtfächer aus dem Lehrangebot 6x2 LN (6) „ Theorie und Geschichte“ (vom 1.-8.Sem. sind 6 LN Pflicht) ___________________________________________________________________ Durchschnittliche Anzahl der SWS pro Semester im Grundstudium: 34 Stunden (Legende: siehe § 14) § 11 Abschluß des Grundstudiums Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Mit erfolgreichem Abschluß ist der Student befähigt und berechtigt, das Hauptstudium aufzunehmen. III Hauptstudium § 12 Inhalte des Hauptstudiums Zentrale Arbeitsform ist das Projektstudium, das auf das gewählte Fachgebiet bezogen ist und disziplinär oder interdisziplinär durchgeführt werden kann. Bis zum abgeschlossenen achten Semester werden zunehmend komplexere Aufgaben bearbeitet, die auf die nachfolgende selbständige Diplomarbeit vorbereiten und die im Verlauf des Hauptstudiums von verschiedenen Lehrkräften betreut werden. Während des Hauptstudiums wird in der Regel in jedem der vier Semester ein Projekt bearbeitet. Drei der vier Projekte werden von jeweils einer anderen Lehrkraft betreut. § 13 Ziele des Hauptstudiums Die Lehrangebote der Studienfächer dienen im Hauptstudium der fachlichen Ergänzung und Vertiefung mit dem Ziel, die wissenschaftliche und künstlerischgestalterische Auseinandersetzung mit Problemen des Studienfachs zu unterstützen. Die Lehrangebote und die Projekte beziehen sich in zunehmendem Maß auf die unterschiedlichen Wirkungsfelder der Designarbeit. § 14 Gliederung des Studienablaufs Lehrveranstaltungen Lehrfächer/Pflichtfächer Semesterwochenstunden Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. 5. 6. 7. 8. 9. Leistungsnachweise Anzahl ( ) __________________________________________________________________________ Produktgestaltung Projekte I bis IV 20 20 20 20 P, LN(4) Darstellende Produktanalyse (Ü) 2 2 T (1) Design- Management (V, S, Ü) 1 1 T(1) Präsentationstechniken (Ü) 2 2 Darstellungstechniken (Ü) 2 Weiterführende Grundlagen I (Ü) Weiterführende Grundlagen II (Ü) 2 LN(1) LN(1) 3 3 2 3 T (1), Wpf* 3 T (1), Wpf** Diplomandenkolloquien 1,5 __________________________________________________________________________ Wahlpflichtfächeraus dem Lehrangebot „ Theorie und Geschichte“ (vom 1.-8. Sem. sind 6 LN Pflicht) 6x2 LN (6) __________________________________________________________________________ Durchschnittliche Anzahl der SWS pro Semester im Hauptstudium: .............. Stunden Pf = Pflichtfach Wpf = Wahlpflichtfach V = Vorlesung Pr = Projekt S = Seminar LN =Leistungsnachweis T = Testat *, ** = gewählt wird zwischen Fächern mit gleicher Punktzahl P = Prüfung § 15 Praktikum (1) Das Praktikum stellt den Bezug zwischen Hochschulstudium und Berufspraxis her. Es dient - der Aneignung von Kenntnissen und Erfahrungen im Umgang mit Werkstoffen, Verfahren, Arbeitsmitteln; - dem Einblick in organisatorische und soziale Aspekte der gewählten Berufsrichtung; - der Erfahrung und Orientierung in der beruflichen Praxis. (2) Das Praktikum gliedert sich in: Vorpraktikum Das Vorpraktikum soll vor Beginn des Studiums durchgeführt werden und gilt als Voraussetzung zur Immatrikulation. Das Vorpraktikum entfällt bei entsprechender beruflicher Praxis des Bewerbers. Fachpraktikum Nach dem Hauptstudium wird ein einsemestriges Praktikum durchgeführt, das zur Vertiefung anwendungsgerechten Wissens und zur Erweiterung praktischer Fähigkeiten beitragen soll. Es ist für die Vergabe des Diplomthemas Voraussetzung und kann bei allen dafür geeigneten Stellen (Designbüros, Firmen usw.) oder in einem anderen Fachgebiet an der Hochschule durchgeführt werden. (3) Näheres regelt die Praktikumsordnung. § 16 Inkrafttreten Diese Studienordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der Kunsthochschule Berlin (Weißensee) in Kraft. § 17 Übergangsregelung Studierende, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung immatrikuliert wurden, setzen ihr Studium nach dieser Ordnung fort, es sei denn, sie erklären dem Zentralen Prüfungsausschuss der KHB bis ein Semester nach Inkrafttreten der vorliegenden Studienordnung schriftlich, nach der Studienordnung für den Studiengang Design / Fachgebiet Produktdesign vom 17.01.1995 weiterstudieren zu wollen.
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