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Volume Nr. 45, 8. August 1990

Full text: Amtsblatt für Berlin (Public Domain) Issue40.1990,2 (Public Domain)

xt Steuer- und Zollblatt für Berlin 40. Jahrgang Nr.45 8. August 1990 
Zu 8 15 des Gesetzes 
5 35 
Vorsteuerabzug bei Rechnungen über Kleinbeträge und bei Fahrausweisen 
{1} Bei Rechnungen im Sinne des & 33 kann der Unternehmer den Vorsteuerabzug 
in Anspruch nehmen, wenn er den Rechnungsbetrag in Entgelt und Steuerbetrag 
aufteilt. 
42) Absatz I ist für Rechnungen ım Sinne des S 34 entsprechend anzuwenden, 
Bei der Aufteilung in Entgelt und Steuerbetrag ist der Steuersatz nach 5 12 
bs. 1 des Gesetzes anzuwenden, wenn ın der Rechnung 
1. dieser Steuersatz oder 
‚ eine Tarıfentfernung von mehr als fünfzig Kilometern angegeben ist. Bei den 
übrigen Rechnungen ist der Steuersatz nach 5 12 Abs. 2 des Gesetzes 
anzuwenden, Bei Fahrausweisen im Luftverkehr kann der Vorsteuerabzug nur 
in Anspruch genommen werden, wenn der Steuersatz nach 8S 12 Abs. 1 des 
Gesetzes im Fahrausweis angegeben ist. 
+ 36 
Vorsteuerabzug bei Reisekosten nach Pauschbeträgen 
{1}. Nimmt ein Unternehmer aus Anlaß einer Geschäftsreise (S 38) im Erhebungs- 
gebiet oder im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland einschließlich Berlin 
(West) für seine Mehraufwendungen für Verpflegung Tagegeldbeträge des Reise- 
kostenrechts (Fauschbetrag) in Anspruch oder erstattet er seinem Arbeitnehmer 
aus Anlaß einer Dienstreise (8S 38) im Erhebungsgebiet oder ım Gebiet der 
Bundesrepublik Deutschland einschlıeßlich Berlin (West) die Aufwendungen. für 
Übernachtung oder die Mehrauftwendungen für Verpflegung nach Tagegeldbe- 
trägen des Reiskostenrechts (Fauschbeträge), so kann er 11,4 vom Hundert 
dieser Beträge als Vorsteuer abziehen. Die als Vorsteuer abziehbaren 
Beträge dürfen jedoch 11,4 vom Hundert der FPauschbeträge nicht übersteigen, 
dıe für die Zwecke der Eınkommensteuer oder Lohnsteuer anzusetzen sind. 
{2) Erstattet ein Unternenmer seinem Arbeitnehmer. aus Anlaß einer 
Dienstreise im Erhebungsgebiet oder im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland 
einschließlich Berlin (West) die Aufwendungen für die Benutzung eines 
eigenen Krafttahrzeugs, so kann er für jeden gefahrenen Kilometer ohne 
besonderen Nachweis 7,6 vom Hundert der erstatteten Aufwendungen als Vorsteuer 
abziehen. Der als Vorsteuer abziehbare Betrag darf jedoch 7,6 vom Hundert der 
Pauschbeträge nicht- übersteigen, die für die Zwecke der Lohnsteuer anzusetzen 
sind. Bei der Benutzung eines eigenen Fahrrads ‚gelten die Sätze 1 und Z 
mit der Maßgabe, daß die abziehbare Vorsteuer mit 12,5 vom Hundert ‚der 
Aufwendungen berechnet werden kann. 
(3) Verwendet ein Unternehmer für eine Geschäftsreise im Erhebungsgebiet oder 
im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland einschließlich Berlin (West) ein 
nicht zu einem Unternehmen gehörendes Kraftfahrzeug und nimmt ‚er für die 
ihm dadurch entstehenden Aufwendungen einen Pauschbetrag in Anspruch, so 
kann er für jeden gefahrenen Kilometer ohne besonderen Nachweis 5,5 vom 
Hundert dieses Betrages als Vorsteuer abziehen. Der als Vorsteuer 
abziehbare Betrag darf jedoch S,3:vom Hundert des Pauschbetrages nicht 
übersteigen, der für die Zwecke der Einkommensteuer anzusetzen ist. 
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