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Volume Nr. 79, 21. Dezember 1989

Full text: Amtsblatt für Berlin (Public Domain) Issue39.1989,2 (Public Domain)

Steuer- und Zollblatt für Berlin 39. Jahrgang Nr. 79 21. Dezember 1989 Ö 
b) Für 1991 würde die Anwendung des $ 52 Abs. 3 EStG bei sonst unveränderten Ver- 
hältnissen zu folgenden Ergebnissen führen: 
1. Alternative 
Für $ 52 Abs. 3 EStG maßgebender Teil der tarifvertraglichen Zu- 
schläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit = 144,96 DM 
davon sind höchstens zu versteuern: 
10 v.H. des Grundlohns von 1 374,08 DM = 137,40 DM 
zusätzlich steuerfrei nach $ 52 Abs. 3 EStG = 7,96 DM. 
2. Alternative 
Für $ 52 Abs. 3 EStG maßgebender Teil der tarifvertraglichen Zu- 
schläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit = 129,96. DM 
davon sind höchstens zu versteuern: 
10 v.H. des Grundlohns von 1 374,08 DM = 137,40 DM 
zusätzlich steuerfrei nach 8 52 Abs. 3 EStG 0,00 DM. 
31. Bewertung der Sachbezüge 
(8 8 Abs. 2 EStG) 
Allgemeines 
(1) 'Fließt dem Arbeitnehmer Arbeitslohn in Form von Sachbezügen zu, so sind diese ebenso 
wie Barlohnzahlungen entweder dem laufenden Arbeitslohn oder den sonstigen Bezügen zuzu- 
ordnen (vgl. Abschnitt 115). *Für die Besteuerung unentgeltlicher Sachbezüge ist deren Geld- 
wert maßgebend. *Erhält der Arbeitnehmer die Sachbezüge nicht unentgeltlich, so ist der Un- 
terschiedsbetrag zwischen dem Geldwert des Sachbezugs und dem tatsächlichen Entgelt zu ver- 
steuern. “Der Geldwert ist entweder durch Einzelbewertung zu ermitteln (Absatz 2) oder mit 
einem amtlichen Sachbezugswert anzusetzen (Absatz 3). “Besondere Bewertungsvorschriften 
gelten nach $ 8 Abs. 3 EStG für den Bezug von Waren oder Dienstleistungen, die vom Arbeit- 
geber nicht überwiegend für den Bedarf seiner Arbeitnehmer hergestellt, vertrieben oder er- 
bracht werden, soweit diese Sachbezüge nicht nach $ 40 EStG pauschal versteuert werden (vgl. 
dazu Abschnitt 32), sowie nach $ 19 a Abs. 8 EStG für den Bezug von Vermögensbeteiligungen 
(vgl. dazu Abschnitt 77). 
Einzelbewertung von Sachbezügen 
(2) 'Sachbezüge, für die keine amtlichen Sachbezugswerte (Absatz 3) festgesetzt sind und die 
nicht nach $ 8 Abs. 3 EStG (Abschnitt 32) zu bewerten sind, sind nach 8 8 Abs. 2 Satz 1 EStG mit 
den üblichen Endpreisen am Abgabeort im Zeitpunkt der Abgabe anzusetzen. ?Der übliche 
Endpreis einer Ware oder Dienstleistung ist der Preis, der für diese Ware oder Dienstleistung im 
allgemeinen Geschäftsverkehr nach der Preisangabenverordnung gegenüber Letztverbrauchern 
angegeben wird. *Er schließt die Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile ein und läßt den 
Abzug eines Preisnachlasses nicht zu. “Bietet der Arbeitgeber die zu bewertende Ware oder 
Dienstleistung unter vergleichbaren Bedingungen in nicht unerheblichem Umfang fremden 
Letztverbrauchern zu einem niedrigeren als dem üblichen Endpreis an, ist dieser Endpreis an- 
zusetzen. °Bei einem umfangreichen Warenangebot, von dem fremde Letztverbraucher ausge- 
schlossen sind, kann der übliche Endpreis einer Ware auch auf Grund repräsentativer Erhe- 
bungen über die relative Preisdifferenz für die gängigsten Einzelstücke jeder Warengruppe er- 
mittelt werden. Maßgebend für die Preisfeststellung ist der Ort, an dem der Arbeitgeber dem 
Arbeitnehmer den Sachbezug anbietet. ’Läßt sich an diesem Ort der übliche Endpreis nicht 
feststellen, z.B. weil dort gleichartige Güter an fremde Letztverbraucher nicht abgegeben wer- 
den, so ist der übliche Endpreis zu schätzen. 
Amtliche Sachbezugswerte 
(3) 'Amtliche Sachbezugswerte werden durch die Bundesregierung in der Sachbezugsverord- 
nung nach $ 17 Abs. 1 Nr. 3 Viertes Buch Sozialgesetzbuch oder durch die obersten Landes- 
finanzbehörden nach 8 8 Abs. 2 Satz 4 EStG festgesetzt. ?!Die amtlichen Sachbezugswerte sind. 
1995
	        
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