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Volume Nr. 38, 20. Juli 1988

Full text: Amtsblatt für Berlin (Public Domain) Issue38.1988,2 (Public Domain)

Steuer- und Zollblatt für Berlin 38. Jahrgang Nr. 38 20. Juli 1988 441 
nahme des Steuerabzugs vom Arbeitslohn — auf Grund von Doppelbesteuerungsabkommen 
ist nach 8 5 Abs. 1 Nr. 2 des Finanzverwaltungsgesetzes (FVG) in der Fassung vom 30. 8. 1971 
(BGBl. | S. 1427, BStBI | S. 391) 7) das Bundesamt für Finanzen zuständig. 
(2) Wegen der Steuerberechtigung der einzelnen Länder wird auf das Zerlegungsgesetz hin- 
| gewiesen. 
SES{R} Zu 8 2 ESIG 
3. Ermittlung des zu versteuernden Einkommens 
(1) 'Bemessungsgrundlage für die tarifliche Einkommensteuer ist das zu versteuernde Ein- 
kommen (8 2 Abs. 5 EStG). ?Es ist wie folgt zu ermitteln: 
1 Summe der Einkünfte aus den Einkunftsarten 
2 + nachzuversteuernder Betrag (8 10a EStG) 
; — Verlustabzugsbetrag (8 2 Abs. 1 Satz 1 Auslandsinvestitionsgesetz) 
4 + Hinzurechnungsbetrag (& 2 Abs. 1 Satz 3 Auslandsinvestitionsgesetz) 
7 = Summe der Einkünfte 
ö — Altersentlastungsbetrag (& 24a EStG) 
‘ — Ausbildungsplatz-Abzugsbetrag (8 24 b EStG) 
„ =— Freibetrag für Land- und Forstwirte (8 13 Abs. 3 EStG) 
9 — ausländische Steuern vom Einkommen (8& 34 c Abs. 2, 3 und 6 EStG) 
10 = Gesamtbetrag der Einkünfte (& 2 Abs. 3 EStG) 
11 — Sonderausgaben (88 10, 10b, 10c EStG) 
12 = Zwischensumme 
13 — steuerbegünstigter nicht entnommener Gewinn (8.10a EStG) 
14 — Freibetrag für freie Berufe (8 18 Abs. 4 EStG) 
‚15 — außergewöhnliche Belastungen (88 33 bis 33c EStG, 8 33a EStG 1953 in Verbin- 
dung mit 8 52 Abs. 23 EStG) 
16 — Steuerbegünstigung der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung im eigenen 
Haus (8 10€e EStG) 
17 — Verlustabzug (& 10d EStG, 8 2 Abs. 1 Satz 2 Auslandsinvestitionsgesetz) 
18 = Einkommen (8 2 Abs. 4 EStG) 
119 — Kinderfreibetrag (8 32 Abs. 6 EStG), Haushaltsfreibetrag ($ 32 Abs. 7 EStG) 
20 — Altersfreibetrag (8 32 Abs. 8 EStG) 
"21 — freibleibender Betrag nach 8 46 Abs. 3 EStG, 8 70. EStDV 
22 = Zu versteuerndes Einkommen (8 2 Abs. 5 EStG) 
(2) ‘Bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten (88 26, 26 b EStG) ist nur ein Gesamt- 
betrag der Einkünfte, ein Einkommen und ein zu versteuerndes Einkommen zu ermitteln. 2Bei 
getrennter Veranlagung von Ehegatten (88 26, 26 a EStG) sind der Gesamtbetrag der Einkünfte, 
das Einkommen und das zu versteuernde Einkommen für jeden Ehegatten getrennt zu ermit- 
teln. 3Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen der Ehegatten sind jedoch nach 
8 26a Abs. 2 EStG zusammenzurechnen und bei den Ehegatten je zur Hälfte zu berücksichti- 
gen, wenn sie nicht gemeinsam eine andere Aufteilung beantragen (vgl. Abschnitte 86a, 113 
l und 174 a Abs. 3). “Wegen der besonderen Veranlagung für den VZ der Eheschließung vgl. Ab- 
schnitt 174 c. 
4. Ermittlung der festzusetzenden Einkommensteuer 
(1) 'Die festzusetzende Einkommensteuer (8 2 Abs. 6 EStG) ist wie folgt zu ermitteln: 
Steuerbetrag 
1a laut Grundtabelle/Splittingtabelle 
oder 
1b nach dem bei Anwendung des Progressionsvorbehalts (8 32b EStG) sich ergebenden 
| Steuersatz 
'”) GVBl. 1971 S. 1722. 1745: StZBI. Bin. 1971 S. 782 
17
	        
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