Vater sein, und außerdem liebt sie einen an—
deren. “
„Den sie niemals heiraten wird,“ versetzte
Tante Ida heftig, „weil er nichts ist und es
niemals zu etwas bringen wird ... Ich kenne
Lenchen seit ihrer frühesten Kindheit ... Bei
ihr wirst du das finden, was du brauchst: eine
liebende Begleiterin durchs Leben, eine treue
Seele, eine brave Frau ... Ich weiß nicht,
wie lange ich noch zu leben habe ... Aber ich
möchte doch gar zu gern, daß das schöne Ge—
schäft nach meinem Tode nicht in fremde Hände
übergeht ... Damit handle ich im Geiste deiner
und meiner Eltern ... AUnd das gibt mir auch
die Festigkeit, in diesem Augenblick auch meiner—
seits Forderungen zu stellen und dir zu sagen:
Ich will dir helfen, ich will dir die 200 000
Mark geben, aber nur unter der Bedingung,
daß du mir dein Ehrenwort gibst, mit Fräulein
Meta zu brechen und Lene Malthus zu hei—
raten ... Dafür wäre mir kein Opfer groß
genug ..“
„Du tust ja gerade so,“ murrte Max, „als
ob du nicht nur über mich, sondern auch über
Lene zu verfügen hättest ... Sie wird sich eher
einen gesunden Backzahn ziehen lassen, als mich
heiraten.“
9