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Band Nr. 17, 14. September 1979

Volltext: Berliner Adreßbuch (Public Domain) Ausgabe 1926 (Public Domain)

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Rand, man kann ganz genau unterscheiden den oberen 
freien Teil und den unteren, der die Schildknorpelplatten 
im vorderen Teil etwas verdunkelt. Der Kehlkopf zeigt 
an den Stellen, wo die Verknöcherung schon eingetreten 
ist, dunklere Stellen. Da die Ossifikation im Kehlkopf 
schon frühzeitig beginnt, meist im 19. Lebensjahre, und 
besonders an den Platten des Schildknorpels, so wird 
man an den Verknöcherungspunkten die Lage des Schild- 
knorpels feststellen können. 
Will man Untersuchungen über die gegenseitige 
Lage des Schildknorpels zum Ringknorpel machen, so 
kann man hierzu junge Individuen nicht verwenden. 
Auch das weibliche Geschlecht ist wegen des Öfteren 
Mangels der Verknöcherung im vorderen "Veil nicht 
gut geeignet. Am besten passen Männer von über 
40 Jahren, bei denen der vordere Teil des Schild- und 
Ringknorpels schon gut verknöchert ist. 
Ich möchte hier nicht des Näheren auf die einzelnen 
Vorzüge eingehen, die das Röntgenverfahren gegenüber 
den bisherigen Untersuchungsmethoden in der Physiologie 
der Stimme und Sprache hat. Die die Sprache um- 
fassenden Bewegungsvorgänge entziehen sich, ja zum 
wesentlichen Teil der direkten Besichtigung. Die Methode 
der Untersuchung ist in der Phonetik sicherlich die beste 
und einwandfreieste, wo wir die Organe des Ansatzrohrs 
beim Sprechen direkt durch unser Auge prüfen können, 
und zwar ohne weitere Einführung von Instrumenten in 
die Nase und Mundhöhle, und wo die Untersuchungen 
bei gesunden Menschen mit normal gebildeten Organen 
bei natürlicher Aussprache angestellt werden können. 
Bine derartige wohl einwandsfreie Untersuchungsart ist 
die Anwendung der Röntgenstrahlen. 
Wir sehen bei der seitlichen Aufnahme auf dem 
Schirm resp. auf der photographischen Platte die Stellung 
der Ansatzrohrteile natürlich nur im Profil. Daher kann 
man durch das Röntgenverfahren allein nicht in jedem 
Falle bestimmt feststellen, ob z. B. die Konturen der 
Zunge, die wir sehen, dem medialen oder lateralen Teil 
der Zunge angehören. Ebenso kann man bei alleiniger 
Berücksichtigung des Röntgenbildes nicht mit Bestimmt- 
heit sagen, ob nun bei dem betreffenden Vokal auch ein
	        
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