216 Lorenzetti, Lorenzo. Lorme.,
Gemahlin des Ugolotto de’ Caccianemiei von Faenza, als Heilige S,
Umilta genannt, geb. 1226), kam aus dem Kloster S. Servi bei Florenz
in die Akademie, Über seine Entstehung berichtet eine Biographie
der Heiligen vom Jahre 1632: »Stabilirono (nach dem Tode der
Heiligen, 1310) alzare un altar ad honor suo e in breve tempo fü
fatto, postavi l’imagine in un quadro ricco e ben ornato dipinta del
V’istessa. Qual pittura era circondata da ı4 altri quadretti piccoli, ne
quali si rimiravano lopere piü signalate che nella sua angeliea vita
fece. Questa stette in detto Altare tutto il tempo che in detto mo-
nastero dimorarono le Monache; ma hoggidi come preziosa Reliquia
vien conservata in S. Salvi devotamente dalle medisime Monache sue
dilette Figliuole.« Von den oben erwähnten umgebenden I4 quadretti
finden sich jetzt nur 13 einschließlich der Berliner Bilder.
Tempera, Pappelholz, h. 0,46, br. 0,56, — Sammlung Solly, 1821.
1077A Der Tod der hl. Humilitas, Der auf ihrem Bette
aufrecht sitzenden Heiligen wird von einer Dienerin eine
Schale überbracht. Dieselbe Schale wird im Vorhof von
einer Nonne mit einem Eimer aus dem Ziehbrunnen empor-
geholt. Goldgrund.
Gehört zu einer Folge mit No. 1077. (S. die Notiz daselbst.)
Tempera. Pappelholz, h. 0,42, br. 0,31. — Erworben 1888 in Berlin,
Lorenzo. Don Lorenzo gen. il Monaco (Kamaldulenser-
mönch im Kloster degli Angeli zu Florenz). Florentinische
Schule. — Geburts- und Todesdatum unbekannt. Wahr-
scheinlich Schüler Agnolo Gaddis. Tätig um 1390—14285.
Nach Vasari 55jährig gestorben.
1123A Thronende Maria mit dem Kinde. Maria in ganzer
Figur hält sitzend mit beiden Händen das bekleidete Kind,
das aufrecht auf ihrem Schoße steht. In der Predelle drei
Medaillons: in der Mitte der tote Christus als Halbfigur im
Grabe, links Maria, rechts Johannes der Evangelist, beide
trauernd. Goldgrund.
Tempera, Pappelholz mit dem Tabernakelrahmen in einem Stück,
oben im Spitzbogen abschließend, h. 1,48, br. 0,76. — Erworben 1903
aus italienischem Kunsthandel als Geschenk.
Lorme. Antonis de Lorme oder Delorme. Holländische
Schule. — Architekturmaler, geb. zu Rotterdam; ebenda
Schüler des Jan van Vucht. Tätig zu Rotterdam, nach den
Daten auf seinen Gemälden um 1640—1666.
830B Inneres einer gotischen Kirche. An den Pfeilern
hängen verschiedene Familienwappen. Links ein Kirchen-
stuhl, rechts an einem der Pfeiler eine Kanzel von Holz. Im