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Volume Stück 32, 11. Juni 1932

Full text: Amtsblatt für den Landespolizeibezirk Berlin (Public Domain) Issue 1932 (Public Domain)

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Sonntags- pp. Dienstes die bisher zur Gruppe B ge- 1 in die Dunghalle zu schaffen. Will der Eigentümer 
hörige Hafen-Apotheke in Berlin-Tempelhof, Ber- oder sein Beauftragter derartige Abfälle verwerten, 
liner Straße 116, der Gruppe A, und die bisher zur so sind sie sofort vom Schlacthofe zu entfernen. Tier- 
Gruppe A gehörige Attila-Apotheke in Berlin- felle dürfen auf dem Schlachthofe nicht liegen bleiben. 
Tempelhof, Manteuffelstraße 32, der Gruppe B zu- Alle zur Arbeit Verwendung findenden Gerätschaften 
geteilt. (V. 4010/32.) und Gefäße sind in sauberem Zustande zu erhalten. 
Berlin, den 2. Juni 1932. : : Berdwiel in, die Moher in Ben mund zu nehmen. 
» 84...2508 erner, sie in das Fleisch zu ste>en, sobald sie mit 
Der Polizeipräsident. franken Teilen in Berührung gekommen und noch 
363 Polizeiverordnung nicht gründlich gereinigt sind. 
betr. den städtischen Schlachthof in Berlin-Spandau. Das Fleisch darf nur mit sauberen Tüchern ab- 
Auf Grund der 88 14 und 26 Ahbs. 4 des Polizei- gewischt werden. Die Tücher dürfen nur mit 
verwaltungsgesezes vom 1. Juni 1931 (GS. S. 77) sauberem Wasser angefeuchtet und nicht zu anderen 
wird mit Zustimmung des Magistrats für den Um- Zwecken verwendet werden. 
fang des Ortspolizeibezirks Berlin folgende Polizei- Bedürfnisse dürfen nur in den dazu vorhandenen 
verordnung erlassen: ' „I verrichtet Welden. Kat der Schlachtend 
S 1. Der Zutritt zu dem Schlachthof in Berlin- . 8: /- Nach jeder Schlachtung hat der Schlachtende 
in: ist Zutritt zu a ad mit nässenden die benutte Schlachtstelle und die benußten Gerät- 
oder eitrigen Ausschlägen, Geschwüren oder Wunden |<aften mit reinem Wasser abzuspülen und leßtere 
am Körper behaftet sind oder mit solchen Kranken in ee dazu bestimmten Aufbewahrungsstellen zu 
Berührung kommen, ferner Personen, die An- Ji: : ! Mee 
Ee en In oder Para- 8 8. Krankes oder einer Krankheit verdächtig be- 
typhusfeime ausscheiden. fundenes Vieh muß in dem Krankenviehschlachthaus 
S8 2. Großvieh (Bullen, Ochsen, Kühe) muß inner- unter Aufsicht des Schlachthofdirektors oder dessen 
halb des Schlachthofes stets an starken Stricken ge- Stellvertreters geschlachtet werden. ' 
führt werden. Störriges oder böSartiges Großvieh | „8 ?- Zn den Schlacht-, Kühlhallen und Neben- 
ist einzeln mit verbundenen oder durch eine Blende räumen dürfen Kleidungsstüke nicht aufgehängt, ge- 
verdeckten Augen durch je 2 Personen in der Weise reinigt oder aufbewahrt werden. Das Ankleiden ist 
zu führen, daß die eine das Leitseil, die andere das "ur in den dazu bestimmten Räumen gestattet. Teile 
an den Vorderfüßen befestigte Spannseil festhält. von Tieren, Fleisch, Blut usw. dürfen in diese Räume 
8 3. Die Schlächter und ihre Gehilfen haben, - "icht mitgebracht werden. = . 
wenn sie vor, bei oder nach der Schlachtung ein Tier ,  VBorhandene Schränke dürfen- nur zur Auf- 
oder Teile desselben krank oder krankheitsverdächtig bewahrung von trodenen und reinen Gegenständen 
finden, sofort dem Schlachthofdirektor oder dessen | und Kleidungsstüken benußt werden. .. 
Stellvertreter hiervon Anzeige zu machen. 5. 10. Für jeden Fall der Nichtbefolgung dieser 
8 4. Das Blut der geschlachteten Tiere, das als | Polizeiverordnung wird hiermit gemäß 8 23 des 
Nahrungs- oder Arzneimittel für Menschen Ver- Polizeiverwaltungsgeseßes vom 1. Juni 1931 die 
wendung finden soll, ist in Metallschalen aufzu- Festsepung eines Zwangsgeldes in Höhe bis zu 
fangen, in einem sauberen, metallenen Sammel- 929 Sch, im Nichtbeitreibungsfall die Festsehung 
gefaß zu rühren und in diesem bis zur Entscheidung iner Zwangshaft bis zu 1 Woche angedroht. . 
des untersuchenden Tierarztes aufzubewahren. Das 38.14. Die Polizeiverordnungen vom 12. Mai 
Blut offensichtlich kranker Tiere ist gesondert auf- 4999 und vom 7. Juli 1905 zur Betriebsordnung 
zufangen. Metallschalen und Sammelgefäße sind für den städtischen Schlachthof in Spandau (ver- 
nach jedesmaligem Gebrauch gründlich zu reinigen Öffentlicht im Spandauer Tageblatt 1905 Nr. 116 
und erforderlichenfalls zu desinfizieren. Das Rühren und im Anzeiger für das Havelland 1905 Nr. 160) 
des Blutes mit den Händen ist verboten. Blut darf "verden hiermit aufgehoben. (V. 5200. 32.) 
vom Schlachhof nur in sauberen und geschlossenen Berlin, den 1. Juni 1932. 
Gefäßen forigelwoist weiden. ; n Der Polizeipräsident. 
Die Schlachtenden haben das Blut, das sie niht „„ -; Murir 
zu verwenden und auf dem Schlachthof zurückzulassen 302: 1 Dep. 3 ns ves Mugisae es für den 
babsi, in besondere. dafür. beitimmte Kübel Landespolizeibezirk „Berlin (Sonderausgabe) vom 
5 S 5 Das geschlachtete Vieh muß sofort nach der 2. Marz 1932 veröffentlichten „Änderung der Be- 
Ausblutung weiter bearbeitet werden. Jede vor- kanntmachung vom 20. Mai 1930 über die Fahr- 
kommende Verrichtung ist an der von der Verwal- preise für Kraftdroschken vom 4. März 4932 hat 
tung dafür bestimmten Stelle vorzunehmen. der Magistrat der Stadt Berlin am 30. März 1932 
Gedärme und Mägen sind in der Kaldaunenwäsche ' nachträglich feine Zustüumung vrteitt, 14140. 322 
zu entleeren und zu reinigen. | eM Den. aum 15 ET BA. 14/40. 32.) 
8 6. Jeder im Schlachthof Beschäftigte hat an Der Polizeipräsident. 
seinen Kleidungsstüken und bei seinen Arbeiten 365 Einstellung des Buchmachergewerbes. 
gründliche Reinlichkeit zu beobachten. Unrat, Ab- Der Buchmacher“ Paul Winkler, der für das 
fälle von Fleisch, Haare und dergleichen sind sofort , Jahr 1932 unter der Zulassungsnummer 41 als
	        
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