Pfad:
Text

Volltext: Die Theaterstadt Berlin / Linsemann, Paul (Public Domain)

& 
Meine Freunde sagen: Nun sehen Sie einmal, warum Sinleitung. 
thun Sie das? Warum wollen Sie eine Theaterbrochüre 
schreiben? Glauben Sie no<, der Sie den Schwindel nun 
gründlich kennen, daß Sie auch nur ein Versaßstück auf der 
Bührie damit verschieben werden? Die Bühnenmenschen, die 
Ihre Schrift besonders angeht, werden sie nicht kaufen, und in 
den Zeitungen werden die Kenner Sie als Phantasten oder als 
gräßlichen Nörgler hinstellen. 
Und Einer von ihnen wies mich auf Hebbels Aufsäße, Hebbel über vas 
wo ich lesen konnte: „Wer über das deutsche Theater ein ernstes demts<e Theater. 
Wort zu sprechen unternimmt, der kommt den Meisten so vor, 
als ob er über eine Kinderklapper philosophische Betrachtungen 
anstellen oder, wie Swift, über einen Besenstiel predigen wolle. 
Die Zeiten sind vorüber, wo man mit Schiller übereinstimmte, 
wenn er in jugendlichem EnthusiaSmus die Schaubühne für eine 
moralische Bildungsanstalt erklärte, und den Histrio, nachdem 
man ihm lange genug den Zutritt in anständige Gesellschaft 
verweigert, ja das ehrliche Grab auf dem Kirchhof bestritten 
hatte, als den Hohenpriester der Humanität zu ehren anfing, 
von dem man die ästhetische Läuterung der Menschheit erwartete, 
da die ethische, trogß Mosen und den Propheten, mißglüct war. 
Auch die Zeiten sind vorüber, wo das Theater, wenn man ihm 
auch nicht mehr einen erhöhten Mittelplag zwischen Kanzel und 
Katheder anwies, do< noch für die illuminirte Uhr gehalten 
1*
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.