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Volume Stück 35, 1. September 1928

Full text: Amtsblatt für den Landespolizeibezirk Berlin (Public Domain) Issue1928 (Public Domain)

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oder Wasserleitungsnetzen nicht haben, -wenn' auf seiten der Starkstromanlage. Die Iso- 
Schwachstromleitungen mit solchen verbunden sind. lation muß der Starkstromspannung ent- 
2. Oberirdische Hin= und Rückleitungen von sprechen und eine ausreichende Strecke, min= 
Starkstromanlagen müssen, wo sie sich Schwach- destens den in Betracht kommenden Stüß= 
stromleitungen nähern sollen, in tunlich gleichem punktzwischenraum, umfassen. 
und dabei in jo geringem Abstande voneinander 5. Bei oberirdischen Kreuzungen von Stark= 
verlaufen, als dies die Sicherheit des Betriebes und Schwachstromleitungen darf der Abstand der 
der Starkstromleitungen zuläßt. Konstruktionsteile (Stangen, Streben, Anker, Erd= 
3. Ober- und unterirdische Kreuzungen von leitungsdrähte usw.) der Starkstromanlage von den 
Stark- und Schwachstromleitungen müssen tunlichst Schwachstromleitungen: 
in rechtem Winkel erfolgen. a) in senkrechter Richtung 
4. Bei oberirdischen Kreuzungen von Stark= A.) wenn die Starkstromanlage Hochspannun 
und Schwachstromleitungen ist grundsätzlich danach führt, und zwischen ihr und den 0 Dohspannmg 
zu streben, daß die Starkstromleitung oberhalb der tungen geerdete Schutznetze nicht vorhanden sind -- 
Schwachstromleitung zu liegen kommt. nicht weniger als 2 m, 
An den Kreuzungsstellen müssen Vorrichtun< . B) wenn die Starkstromanlage Hochspannung 
gen vorhanden sein, die eine Berührung der bei- jührt und geerdete Schutzvorrichtungen vorhanden 
derseitigen Leitungen verhindern oder doch un- sind, oder wenn die Starkstromanlage Niederspan= 
schädlich machen. Im einzelnen ist folgendes zu be= nung führt -- nicht weniger als 1 m, 
achten: ' | b) in wagerechter Richtung 
a) Soll boi üer Kreuzung die Starkstromanlage nicht weniger als 1,25 m betragen; doch dürfen, 
0 erha der Schwardsironileituig zu liegen wenn die Starkstromleitung Niederspannung führt, 
| Kommen, ann ist, abgesehen von besonderen in besonderen ZSällen Ermäßigungen des wagerech= 
erhältnissen, als geeignete Maßnahme ge= ten Abstandes zugelassen werden. 
gen eine Berührung der beiderseitigen Leitun= Oberirdi ' 
gen ein solcher Ausbau der Starkstromanlage 6. Oberirdisch nebeneinander verlaufende 
anzusehen, daß vermöge ihrer eigenen Sestig= < Leitungen. 
keit ein Bruch oder ein die Schwachstrom= An denjenigen Stellen, an denen Stark= und 
leitung gefährdendes Nachgeben der Stark- Schwachstromleitungen oberirdisch - nebeneinander 
stromleitungen oder „Gestänge im Kreu- verlaufen Jollen und der Abstand der beiderseitigen 
zungsfelde ausgeschlossen ist, und zwar auch Leitungen voneinander weniger als 10 m beträgt, 
bei einem Bruche sämtlicher Leitungsdrähie müssen Borkehrungen vorhanden sein, die eine Be- 
der benachbarten Jelder; außerdem muß die rührung der beiderseitigen Leitungen unbedingt 
Anlage durch geeignete Aufhängung oder be- ausschließen. 
sondere Sicherung der Starkstromleitungen . Als hinreichende Sicherheit gegen eine Be= 
denjenigen Gefährdungen der Sestigkeit der rührung der beiderseitigen Leitungen bei Leitungs= 
Qeitungen Rechnung tragen, die durch außer- bruch gilt, abgesehen von besonderen Verhältnissen, 
gewöhnliche Stromwirkungen bei Betriebs= ein wagerechter Abstand von 7 m zwischen beiden 
störungen, Isolatorenbruch, Kurzschluß, Erd- Leitungen, wenn innerhalb der Annäherungsstrecke 
schluß u. dergl. eintreten. die Spannweite zwischen den Masten „des Ge- 
Soll bei der Kreuzung die Starkstromleitung stänges in jeder der beiden Linien 30 m nicht über= 
unterhalb der Schwachstromleitung zu liegen schreitet. A 
kommen, dann dürften als geeignete Maß- Bei Niederspannung führenden Starkstrom- 
nahmen gegen ein Herabfallen der Schwach- leitungen darf als Schutzmittel gegen Berührungs- 
stromdrähte auf die Starkstromleitungen gefahren der Starkstromspannung entsprechend iso- 
und gegen ein Umschlingen der letzteren durch sierter Draht für die Starkstromleitung verwendet 
die Schwachstromdrähte beispielsweise Schutz- werden. 
drähte angesehen ' werden, die parallel mit Bon besonderen Schutzvorrichtungen darf ab=- 
den Starkstromleitungen, Jowohl oberhalb gesehen werden, wenn die örtlichen Berhältnisse 
wie seitlich von diesen angeordnet, und von eine Berührung der beiderseitigen Leitungen auch 
den die oberen untereinander durch Quer- beim Umbruch von Stangen oder bei Herabfallen 
drähte verbunden sind. Diese Schußdrähte von Drähten ausschließen, oder wenn die Anlage 
müssen möglichst gut geerdet sein. der Starkstromleitung durch entsprechende Ber- 
Boi Niederspannung führenden Starkstrom- skärkung, Berankerung oder Verstrebung des Ge- 
leitungen, die Schwachstromleitungen kreuzen, stänges oder durch Befestigung an Häusern vor 
gonügt zur Berhinderung von Stromüber- Umsturz gesichert ist. 
gängen aus den Stark= in die Schwachstrom- 7. Der Abstand der Konstruktionsteile (Stan- 
leitungen die Berwendung isolierten Drahtes gen, Streben, Anker, Erdleitungsdrähte usw.)
	        
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