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Full text: Albert Bassermann / Ihering, Herbert (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

m Mephisto 3 | 
parodistisches Nachspiel übergeleitet, das mit einem plaßenden 
Lippenlaut endet. Bassermann rettet in den Mephisto den 
Hanswurst des Kasperletheaters hinüber. Er hat humoristische 
Züge vom Satan des Bolksbuchs und vom Teufel des 
Mysterienspiels. So darf er in Grethens Kammer deu 
Schrank, in den er das Kästchen stellen will, mit souveräner 
Gebärde auf- und wieder zuspuFen. So darf er im zweiten 
Teil, Goethe folgend, mit genießerishem S<maßen sagen: 
„Wenn si<h der Most no< so absurd gebärdet, es gibt 
zuleßt do< no< e Woin.“ So darf er fre< und deutlich 
in der Klassischen Walpurgisnac<t „die Ludersch'“ pfeifen 
lassen. Aber aus allem Hokuspokus wachsen unvermittelt 
Gebärden hergus, die ihren Ursprung aus irgendeiner 
Zauberkomödie nicht verleugnen wollen und doh etwas gran- 
dios Herrisches, Überlegenes haben. Bassermann hat in 
Auerbachs Keller bei der Besprechung der Flamme eine 
königlich freche Geste, die die kennzeichnendste Eingebung der 
Rolle ist. Rechts vorn steigt die Flamme auf, im entgegen- 
geseßten Winkel links steht Mephisto. Die platten Bursche 
brüllen und toben. Ruhig, langsam, pfeifend, als ob er 
einen Hund kuschen wollte, geht Mephisto auf die Flamme
	        
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