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Full text: Albert Bassermann / Ihering, Herbert (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

1 Albert Bassermann | 
geht den wie selbstverständlich entstandenen Sprechgeseßen 
des Tages nac< und zwingt die Lautfolgen do< in einen 
neuen Zusammenhang hinein. Bassermann entde>t, von 
seinem mimischen Instinkt geleitet, die verschütteten Werte 
einer ursprünglichen Sprehmelodie, die ganz nuanciert, ganz 
überladen mit Zuständlichem, ganz bepackt mit Realität, 
ganz verfrachtet mit psychologischem Detail, aber do< Me- 
lodie, do< Komposition ist. 
In der bedrängenden Fülle dieser Lebenstöne, in der 
verwirrenden Verwegenheit dieser Alltagslaute, in der 
schrillen Angriffslust dieser Stimmdissonanzen den Bau 
und die Gliederung zu sehen, wurde zuerst schwer. Und 
gerade weil Bassermann ohne Konzession aus seinem Körper 
und seinem Organ heraus spielte, gerade weil er die Ten- 
denzen des Naturaliemus als leiblihe Notwendigkeiten 
spürte, hatte er es sc<wieriger, sih dur<zuseßen, als wenn 
er sie aus literaris<her Exaktheit, ohne die Aufreizung des 
schauspieleris<en Temperaments gegeben hätte. Bassermann 
selbst hat die äußeren Ereignisse seiner künstlerischen Lauf- 
bahn, die diese Hemmungen spiegeln, früher einmal in Wien 
für die Öffentlichkeit geschildert:
	        
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