Das Potsdamer Thor.
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Unte den Thorbauten Königs Friedrich Wilhelm 1. ist dem im Jahre 1735 errichteten Pots damer Thore, dessen ursprüngliche
Anlage seit fünf Jahrzehnten schon entschwunden, der reichste architektonische Shmuc> geworden = entsprechend dem ehemaligen
Leipziger Thore, mit welchem der Große Kurfürst seinen Festungsbau abgeschlossen hatte , und dessen Bedeutung für den Verkehr das
erstgenannte Thor zum größten Theil übernahm.
Der Thorplaß, zu dem die Leipzigerstraße an ihrem westlichen Ende sich erweitert , wurde hier in Gestalt eines Achte>s
von 44 Ruthen oder 220 Schritt Durchmesser angelegt und trug von dieser Form, wie das »Rondeel« am Halleschen Thore von
seiner Kreisfläche, die Bezeichnung »Achte>« vder »Octogon«. Er blieb zunächst ein ganz freier Raum, dem niedrige Häuser, wie sie
damals meist beim Zwangsanbau der Friedrichsstadt entstanden, sich anschlossen. Der größte Theil dieser Anlagen erhob sich auf
dem Grund und Boden der alten Krause'schen Meierei, deren lezte Reste noch längere Zeit, als vereinzelte Häuser unfern des Thores
an der Kommunikation, vorhanden waren.
Das Thor selbst konnte sich mit dem Sc<hönbau des alten Leipziger Thores nicht messen ; es bestand im Wesentlichen , wie
alle berlinischen Thoranlagen des Soldatenkönigs , aus dem Pfeilerpaare , dem hier nur eine, für den ökonomischen Bauherrn verhältnißmäßig
splendide Ausshmü>ung gegeben wurde. An jeder Seite des vierzehn Fuß breiten Durchlasses erhob sich ein steinerner
Pfeiler von zwölf Fuß Tiefe und vierzehn Fuß Breite, an dessen, gegen die Durchfahrt gekehrte Seite ein niedrigerer , zwei und einhalb
Fuß vortretender Pilaster zunächst der Feldseite sich anschloß, um die eisenbeschlagenen Thorflügel zu halten. Vor jedem der Pfeiler
war, nach der Stadtseite hin, ein vier und einhalb Fuß vorspringender und zwölf Fuß breiter Aufbau gelegt. Ueber einem einfachen
Postamente erhob sich ein Paar toskanischer Säulen, deren Plinthen , in einer Entfernung von etwa fünf Fuß, von einander ab-Berliner
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Tafel 2
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