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Erster Band Berliner Geschlechter Die Familie Tempelhoff

Full text: Vermischte Schriften im Anschlusse an die Berlinische Chronik und an das Urkundenbuch (Public Domain) Issue 1 Erster Band (Public Domain)

Item TIT phund weis trager, ye I phund vor XXUUI groschen, facit 1 schog NAXXVT gr. 
Item Am dornstate nach macareten, nach vorschreibunge myns gnedigen Zeren, sienen gnaden esand in 
der Canzley I1III phund rodsegel wachs, ye 1 phund vor XVII groschen, vnd denselben tag I phund grün 
segel wachs vor VII groschen, facit 1 schog XIX groschen. 
Item Am frietag nach Andree, nach vorschribunge mynes gnedigen Zeren , sienen gnaden gesandt V phund 
wissen tragre, ye 1 phund vor XXRUU1 groschen, facit 11 schog groschen. 
Item Am dinstage nach elizabet, nach vorschreibunge mynes gnedigen Zeren, jn die Canczley gesand, 1 phund 
rod sigelwachs, ye 1 phund vor XVIII groschen, facit XVI1U groschen. 
Iiem An sand barbaren tag, nach vorschribunge myns gnedigen Zeren, sienen gnaden gesendet 11 Zucker 
Zuthe, von 111 phunden beide, ye 1 phund vor XX gr., facit 1 schog groschen. 
Item Kach befelunge mynes gnedigen Zeren durch Zeinricen, den laufenden bodten, sienen gnaden 1 schog 
qwitten gesandt vor 111 groschen, facit 111 groschen. 
Item Anno etc. LXIX?. Item Am montag nach Jnuocauit nach befelunge Zensel, myns gnedigen Hern 
kamerern, seiner gnaden gesandt 11 phund syropp vor XX groschen, facit XX groschen. 
Item Am fritag an sand mathias tage, nach vorschreibumge myns gnedigen Heren, seiner gnaden gesand : 
Item V' phund anys confect, ye 1 phund vor XX groschen, facit 1 sc<og AXL groschen. 
Item V phund carne confect, ye 1 phund vor XX groschen, facit 1 schog XL groschen. 
Iiem V' phund coriander confect, ye 1 phund vor XX groschen, facit 1 schog XU groschen. 
Item II phund cynamomum confect, ye 1 phund vor XXX gr., facit 1 schog groschen. 
Item II phund rigal, ye I phund vor XX groschen, facit XL groschen. 
Iiem 1 phund Zostiarum, vor XXI11 groschen, facit XXII groschen. 
Iiem TIII phund wissen tragre, ye I phund vor XX111 groschen, facit 1 schog XXXVI gr. 
Item am Dinstage nach oculi, nach vorschreibunge mynes gnedigen Heren, siner gnade gesandt; Item V phund 
coriander confect, ye 1] phund vor XX gr., facit 1 schog X. groschen. 
Item II phund anys confect, ye 1 phund vor XX groschen, facit XL groschen. 
Iiem TIT phund Czinnamomi confect, ye 1 phund vor XXX groschen, facit 1 scho> XXX gr. 
Item 111 Zcucker huthe von 1111 phunden vor XX groschen, fac. 1 schog XX gr. 
Item alles das obgnannte geschriben confect vnd wachs allis gnamen von Johann, dem Apotheker, 
kein der waghen ober. 
summa summarum XXXI schog XXRUU1] groschen. 
Uff die Summa hat /Johannes tempelhoue, der apotheker, cnpfangen VU schog groschen markischer 
weringge, die myn Zer von Cubus her schigkte mynen gnedigen Zeren von der Cantbethe, die die von Reppin 
gegeben haben, vnd so blibt Im myn gnediger Zer noch schuldig an der selbten Summa XXIII schog vnd 
XRUIIU1 groschen, des hat er syner gnaden schultbrieff vff den Zerbst zu bezalen. Rach beuelhunge myns gnedigen 
Zeren geschen zu Coln, am montage nach quasimodocgeniti, Anno domini etc. LX nono0.« 
Dem Kurfürstlichen Apotheker Hans Tempelhoff wurde nun im Jahre 1480 am Sonntage nach Lucae die Apotheke 
der Städte Berlin und Cöln, welche höc<hstwahrscheinlich bis dahin der Apotheker Hans Frankow, der 1454 für */- Scho> Groschen 
das Bürgerrecht in Berlin erworben, innegehabt hatte, durch folgende Urkunde übertragen: 
»Wir Borttermeistere vnd Rathmannen, Olt vnd Uuwve, der stette Berlin vnd Coln, an der Sprew gelegen, 
Bekennen offintlich mit diesem brine vor vns, alle vnser nachkomen Im rade und suß vor allermeniglich, die en 
sihen oder horen leßen, So wir Johannes Tempelhoff czu einem Apotheker vffgenohmen haben, das wir 
Im die Apotheke erblichen czugesagt vnd vorschriben haben, vorschreiben vnd Sagen czu Im und synen erben 
In vnd mit Crafft desses briefs; vnd die weile er vnd syne erben solc<e Apotheke IJnhaben und besitzen werden, 
wollen wir, noc< vnser nachkamen keynen anderen Apotheker upnehmen, o> alhir keynen 
nicht behusen vnd wohnen lasen. O> wollen wyr nicht gestaden, das ennich Cramer, er sei Jnwohner 
oder gast, ennich Confect oder gerferbert waßer, noch keynerley, das czur Apotheken gehoret vnd 
dynet, veyle soll haben, noch verkoffen. Wir wollen Im auch lyhen hundert Rinische guldin, 
die soll er und syne erben vns vnd vnseren nachkommen In Sechs Jaren widerbeczallen, und wann 
er oder syne erben vns oder vusen nachkomen Solche hundert Rinische guldin wider bezalet haben, denn 
allen irst vnd nicht eren sollen vnd wollen wir vnd vnser nachkomen Im vnd synen erben alle Jar ein 
winspel roggen geben Ober Rue von stund vnd so vort; die weile er vnd seine erben solch Apoteke 
besitzen, sollen und wollen wir In eyne freye wonunge geben vnd dar Innen sc<0s, wache vnd allerley 
vnpflicht frey halten. Des allen czu vrkund vnd merer bekantnusse haben wir beider stette Ingesigel vor 
vns vnd vnser nachkomen mit rechter wissenschafft vnd eintrag vnter an dessem brine lassen hengen, Gegeuen 
na godes geburt Tausent vierhundert, darnac) Im ein vnd achtzigsten Jaren, am Sonnabende nah luce des 
heiligen evangelisten.« 
Diese Uebertragung bestätigte der Markgraf Johann unterm 22. September 1482 mit der Clausel: 
»daß Hans Tempelhoff seine Dienste, welche er dem Markgrafen Friedrich und dem Kurfürsten Albrecht geleistet 
habe, auch ferner dem Leßteren und ihm, dem Markgrafen, leisten solle.« 
Das Todesjahr des Apothekers Hans Tempelhoff ist nicht bekannt, da jedoch unterm 20, September 1488 die Apotheke 
in Berlin und Cöln dem Meister Zehender und zwar unter der ausdrücklichen Versicherung, daß Niemand außer ihm in beiden 
Städten Apothekerwaaren verkaufen dürfe, verliehen wurde, so ist anzunehmen, daß Tempelhoff zu dieser Zeit schon das Zeitliche 
gesegnet hatte. Ueber seine Nachkommenschaft läßt sich ein Beweis nicht antreten , wenn gleich es in der Möglichkeit liegt, daß der 
1473 als Landschöppe beim Hofgericht in Berlin auftretende Claus Tempelhoff sein Sohn gewesen ist. 
Hans müßte bei dieser Annahme um 1418, Claus dagegen um 1445 geboren und leßterer im 28, Lebensjahre Schöppe 
geworden sein. 
Zeitgenossen dieser beider Tempelhoff's waren in der Mark der Dompropst Petrus Tempelhoff (1487) in Tanger- 
münde und Tennes Tempelhoff (1501) in Schönfeld, deren Verwandtschafts - Verhältniß mit den ersteren jedoch nicht nachzu-
	        
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