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Erster Band Berliner Denkmäler Denkmal König Friedrichs des Großen

Full text: Vermischte Schriften im Anschlusse an die Berlinische Chronik und an das Urkundenbuch (Public Domain) Issue 1 Erster Band (Public Domain)

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No. 16. 
Außer den bereits Genannten betheiligten sich an der Arbeit die Bildhauer Haagen, Bräunlich, Afinger, Franz, Piehl, 
Drahn; die Modellformer Bianconi, Vater und Sohn, Mitsching; die Bronzeformer Warmuth, Nürenberg, Scheer, Busse, 
Teschke, Cuba; die Ciseleurs Kraßenberg, Ste>ner, Köhler, Scherf, Wilke, Winkler, Heinhold, Liedlof, Wolf, Fröde, 
Cors, Riebe, Grünberg. Alles auf Gerüst, Fortschaffung und Aufstellung der größeren Massen des Denkmals Bezügliche führte der 
Hof- Zimmermeister Pardow durch seine Leute mit großer Umsicht, Ruhe und Genauigkeit aus. 
So steht denn das Kunstwerk vollendet vor uns, und die Mühen langer Jahre, die es zu Tage förderten, erweisen sich als würdig 
verwendet. 
Das ganze Gebäude hat 43 Fuß Höhe. 
Hiervon hat der Granit-So>el 5 Fuß 9 Zoll; die erste Schicht desselben besteht aus 16 Steinen, die zweite und dritte jede aus 
8 dergleichen. 
Auf demselben erhebt sich das Fußgestell von Bronze mit einem Gewichte im Ganzen von 367 Centnern 66 Pfund ; zunächst der Bronze- 
So>el, zwischen den vorspringenden Consolen, an der Vorderseite die Widmungs - Juschrift , an den drei übrigen Seiten die Namen verdienter 
Männer aus Friedrichs Zeit tragend. Die einfache Juschrift (No. 28.) berichtet uns, daß dieses Denkmal Friedrichs des Großen von dem 
hochseligen Könige beschlossen und begonnen, und unter des jezt regierenden Königs Majestät vollendet wurde. Die Krone, mit Scepter und 
Schwert , Palme und Lorbeer, bezeichnet den Helden - König. Die Winkel der Consol - Voluten schmücken an der einen Langseite (No. 22. 23.) 
Krieger verwundet und in den Tod hinsinkend, unter ihnen die bis zum lekten Augenblicke vertheidigten Wasfen; an der andern ihr entsprechend 
(No. 20. 21.) rüstige Jünglinge, der eine mit der blanken Waffe, der andere mit Feuerwaffen die aufsteigenden Ungethüme bekämpfend; an der 
Vorderseite (No. 24. 25.) der Genius des Lichts mit der leuchtenden Fackel, der Genius des Ruhms mit Palme und Kranz, jenem der Athene 
nachsinnender Vogel, diesem der sonnenanstrebende Adler gesellt, an der entgegengesekßten kleinen Seite (No. 26. 27.) Genien des Friedens , reiche 
Blüthen und Früchte emportragend, über der Leier und dem Flügelrosse als den Sinnbildern jeder edlen Begeisterung. 
Auf diesem ehernen So>el baut sich aus gleichem Metalle der herrliche Hauptwürfel des Denkmals auf, eine wahre Landesfeste 
mit ihrem Walle von Helden und Männern ausgezeichneten Geistes. An den E>ken treten die Reiterfiguren hervor, gleichsam wie Herolde 
nach alter Sitte in die vier Weltgegenden ausrufend: »Wer wagt es, gegen unsre heilige Burg anzudringen, so lange wir treu und fest zu 
unserm Könige stehen !« 
Es sind: 
Herzog FSerdinand von Braunschweig, General - Feldmarschall (No. 9. 16.), dem Könige treu verbunden , oft gemeinschaftlich mit ihm kämpfend, 
Sieger bei Crefeld und Minden. 
Prinz Zeinrich von Preußen, General der Jnfanterie, geistreich im Umgange, tapfer und vorsichtig im Felde, Sieger bei Freyberg. 
Hans Joachim von Zieten, General der Kavallerie, frisch hervorsprengend aus dem oft genannten hier angedeuteten Busche, ein Held und 
Führer , noch lebend im Munde des Volkes. 
Friedr. Wilh. von Seydlit, General der Kavallerie, der kühne und besonnene Reiterführer, welcher die Schlachten von Roßbach und 
Zorndorf entschied.
	        
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