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Der Berlinischen Urkunden erste Abtheilung: die Zeit der Askanier von 1232 bis 1323

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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fidelitatem facient et jurabunt, quod post mortem | Dingen jedoch sollen sie zunächst dem oben genannten Mark- 
nostram et Agnetis, Conthoralis nostre memorate, grafen Huldigung leisten und schwören, daß sie nach unserem 
Sibi tanquam vero Domino sSuo obedient in omnibus und unserer genannten Bettgenossin Agnes Tode ihm als 
ac intendant; et interea in hujus modi opidis et ihrem eigentlichen Herrn in allen Stücken gehorchen und 
castris Dominus noster Rex et Marchio supradieti unterthänig sein sollen. Juzwischen werden uns in den ge- 
nos warandabunt, et contra quemlibet volentem im- mannten Städten und Schlössern die Vorbenanmaten, unser 
petere debent defendere cum effectu. . . . . Agnes Serr derKönig und der Markgraf, schüßen und gegen Jeder- 
vero Conthoralis nostra predicta, ex nunc resigqnabit mann nachdrücflichst vertheidigen / der gegen uns auftreten 
opida et castra inferius annotata, videlicet Berlin, will. . . . . Agnes aber, unsre vorbenannte Bettgenossin, 
Spandowe, Middenwalde, Leuenwalde, Kopenik, wird alsbald auf die Städte und Schlösser Verzicht leisten, 
Landesberg, tverritorium Teltowe et Rathenowe, die nachstehend aufgezeichnet sind, nämlich Berlin, Span- 
cum hominibus, bonis, juribus et pertineneiis Ssuis, dow), Mittenwalde, Liebenwalde , Köpenick, Landsberg , das 
libere et Spontanea voluntate , que illustris Princeps Land Teltow und Ratenow, mit den Mannen, Gütern, 
Rodolfvs, Dux Saxonie, et Dominus Hinri- Nechten und ihrem Zubehör, und zwar ungezwungen und aus 
eus, Magnopolensis Dominus, oceupent et freienStücken, welche der erlauchte Fürst Rudolf, Herzog von 
detineanb occupata. Quecunque vero opidorum, Sachsen, und Herr Heinrich, Herr von Mecklenburg, 
castrorum Sive bonorum Pprescriptorum, aut vasali inne haben und beseßt halten. Welche von diesen Städten 
vel homines eorundem, facta resignatione retineren- wund Schlössern aber oder von den vorbenannten Gütern, oder 
tur vel Se opponerent Marchioni, contra hee vel illos welche Vasallen und Einwohner derselben sich nach erfolgter 
nos eidem Marchioni adiutor erimus usque ad finem, VBerzichtleistung widerspenstig zeigen und sich dem Markgrafen 
cum omni posse et virtute nostra, auxilio, consilio widersfeßzen sollten, gegen diese alle wollen wir demselben Mark- 
et fauore: et ad id Dominus noster Rex et Marchio grafen bis zum Austrag der Sache Beistand leisten mit all' 
antedicti auxilium afferant cum effeetu; et quodeun- unsrer Kraft und Macht, mit That und Nath und Hin- 
que illorum opidorum vel castrorum nos maluerimus, gebung, und dazu werden die Vorbenannten, unser Herr der 
Berlin excepto, nobis Marchio cum suis pertinen- König und der Markgraf kräftige Hilfe leisten. Diejenige 
ciis pro duobus milibus marcarum argenti Stenda- von jenen Städten und Schlössern aber, mit Ausnahme von 
lensis ponderis obligabit, donec ipsum a nobis aut Berlin, die wir ausSwählen, wird uns der Markgraf mit 
heredibus nostris vel fratribus pro eadem Summa ihrem Zubehör für 2000 Mark Stendalschen Silbers und 
argenti redimat et absoluat; et in hujusmodi obliga« Gewichts verpfänden, bis er dieselbe von uns oder unsern 
tione nos Dominus Rex et Marchio prefati manatene<- Erben oder Brüdern für eben diese Summe Geldes zurück- 
bunt, et medio tempore protegant et defendant. . ... fauft und einlöst, und in dieser Verpfändung werden uns 
Datum et actum apud Nurenberghe. Anno die vorbesagten Herren, der König und der Markgraf, lassen 
Domini M*CCC* vicesimo tertio, quarto nonas May. und während dieser Zeit schüßen und vertheidigen. . . . . 
Gegeben und verhandelt zu Nürnberg, im Jahre des 
Herrn 1323, am 4. Mai. 
Niedel, Cod. dipl. Brandenb. IL, 2. S. 1ff. 
LXL 
Agnes, verwittwete Markgräfin von Brandenburg, nunmehrige Herzogin von Braunschweig, spricht 
die Städte der Mittelmark des ihr geleisteten Cides lo8 und verweiset dieselben an den 
König und dessen Sohn, den Markgrafen von Brandenburg, am 27. Januar 1324. 
Wie Agnes, von Godis (naden Zertod>inne | Wir Agnes, von Gottes Gnaden Herzogin zu 
tu Brunswic entbieden den truwen Luden, Riddern, Braunschweig entbieten den getreuen Leuten, Nittern, 
Knechten, Ratmannen vnde gemeinen Bortern in den Knechten , Rathmannen und gemeinen Bürgern in den Lan- 
Landen, vp den Zusen vnde in den Steden tu Berlin, den, auf den Schlössern und in den Städten, zu Berlin, 
Spandow, WMäddenwolde, CopeniF, Landisbergen, Spandow, Mittenwalde, Köpenick, Landsberg, Teltow 
Teltow vnd Rathenow al lief und al gut, und segken und Ratenow alles Liebe und alles Gute, und sagen euch 
iuk alle ledich vnd loss mit gudeme Willen der Zulz= alle ledig und los mit gutem Willen der Huldigung, der 
dine, der Eide vnd alle des Lauedes, dat ie us ges Eide und all' der Gelöbnisse, die ihr uns geschworen und 
sworen vnd gelouet bebbin, vnd wisen iuk an den welz gelobet habet, und weisen euch an den mächtigen Fürsten, 
digen Sürsten, Usem Heren, Konig Ludewich von unsern Herrn, König Ludwig von Rom, und an den 
Rome, oder an den Ersamin Sürsten, Marcgreuen geehrten Fürsten, Markgrafen Ludwig von Bran- 
Cudewich von Brandenborch, Usen Omen, oft ene denburg, unsern Ohm, den derselbe König damit beliehen 
die sulue Konig dar mede belegen beft, und sende iuF tu hat, und senden euch zum Beweise diesen offenen Brief, be- 
einer bewisuncge dessen 0penen Brief, besegelt mit Useme siegelt mit unserm Ingesiegel. Dies ist geschehen, und dieser 
Inctesectele. Dit ist geschen und dese Brief is gegevin tu Brief ist gegeben zu Stendal in Gegenwart der Nath- 
Stendal vor den Ratmannen na der Bort Uses Zeren mannen nach der Geburt unsex8 Herrn 1324, am Frei- 
Dusint Jar CCCKXIV., des vridages vor Lichtmissen. tage vor Lichtmesse. 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb. IL, 2. S. 12f. 
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