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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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1538 - 1539 487 
CCCCY1I 
Verschiedene Schreiben in der Angelegenheit gegen Hans Kohlhase und seine Helfer wegen Beraubung 
des Kurfürsten von Sachsen auf gemeiner Heerstraße, am 29. Juli 1538. 
Staat3-Archiv Repos. 25. 243 und Stadt-Archiv Geb. 8. Nr. 11 fol. 51--55. 
Der Kurfürst genehmigt auf Bitten des NRath8 zu Berlin, daß das Beneficium des Altars Maria 
Magdalena in der Marienkirche zur Besoldung der Caplane und Organisten verwendet werde, damit 
der Gottesdienst gefördert werde, am 16. Dezember 1538. 
Wir Joachim von gots genaden Marggraff zu heiligen Sacrament vnd anders gar dohin fallen vnd 
Brandemburg, des heiligen Romischen Reichs Ertz- die kirche zum deselat werden mochte: Darumb vnd 
Cammerer vnd Churfurst, zu Stettin, Pommern, der zu uerhuttung desselben, weil es ane das auch billich, 
Cassuben, Wenden vnd in Schlesien zu Crossen «Zertzog, wer der kirchen diner sol sein Lr7arung vnd vfendthalt 
Burggraff zu Lrurnberg vnd furst zu Rugen, Be- dauon bekommen, haben wir vnser bewilligung vnd 
Pennen vnd thun Punt offentlich mit diesem Brieffe, vergonst in solch alteration desselben Beneficii auch 
vor vns, vnsere erben vnd sunst Jdermennigli<h, die gegeben, wie wir dan dieselbig hiemit gegenwertiglich 
in sehen, horen oder lesen: Lrachdeme vnsere Liebe in Crafft vnd macht dits Brieffes dartzu thun vnd 
getrewen Burgermeistere vnd Rathmanne vnserer geben, also das sie mit demselben Beneficio hinfuro 
Stat Berlin das Beneficium oder Altar Sancte VIarie allewege derselben obgenantten Pirchen Dienern einen, 
UTagdalene in der pfarkirchen vnser Liebenfrauen bei als Caplan, Custer, Schulmeister oder Organisten, 
inen belegen, zu vntterhaltung der Pirchen notturf- welcher vntter inen in seinem dinst nicht versorgert, 
tigen dienern, als Caplane, Custer, Schulmeister vnd versehen mogen, domit er seinen vfendthalt daruon 
Organisten, welche mit geringer belohnung? oder habe vnd das arme vol> irer administration halben 
einkommen prouidiret, der einen domit zuuersehen, in der kirchen, an Besuchung der kranken vnd sunst, 
an sich genommen vnd vns in vnderthenigkeit ersucht, kein verseumnis ader mangell leide; ohn alles geuherde. 
vnsern Consens vnd bewilligung auch darin zu geben, Zue Vrkundt mit vnserm anhangendenn Ingesiegel 
das wir demnach in betrachtung bieuor zum offter- besiegelt vnd geben zu Coln an der Sprew Viontags 
mall an vns gelanget, wie dieselben Pirchendiner mit nac Lucie Christi vnsers herrn geburt im funfzehen- 
fast geringer prouision versehen, das sie alse letzlich, Hundersten vnd darnach im a<ht vnd dreissigistem 
wo nicht darin gesehen wurde, daruon abzustehen Jharen. 
gedrungen; dadurch die gottesdinst, verreichung der 
Marien-Kirhen-Archiv. Perg. Das Siegel ist abgefallen. Stadt-Arc<iv Nr. 1095. Gedr. bei Fidicin, Bd. 11]. S. 334. 
Die gemeinen Bürger von Berlin und Cöln waren von den Nathmannen zur Publikation einer kurfürst- 
lichen Verordnung, daß kein Einwohner in fremde Dienste treten dürfe 2c., zusammenberufen worden. 
Als die Publikation erfolgt war, baten sie um eine Gemeindesprache zur Beschlußnahme über die 
Einführung des Abendmahls nach evangelischem Nitus, am 15. Februar 1539. 
Durchlauchtigster hochgeborner Churfurst, gne- | oder besprechen, auch das wir vff ferner |K. c. f. g. 
digster herr, vnser gantz willigk gehorsam vnd vnder- oder derselbigen Rethe vnd stadthalter bevehlich vnd 
thenige dinste seint Ewr. Churfurstlichen gnaden be- vffgebott zu folgen, geschift machen solten, vorlesen 
sunders vleisses zuvor bereitt. Gnedigster Churfurst lassen, welliche artikell alle damals die Burger von 
vnd herre! wir wolten |E. c. f. g. vndirtheniglichen beiden Stetten als die gehorsamen gutwilligk ange- 
nicht verhalten, das wir an vorgangen Donrstage nommen. Vnd na< publicirung derselbigen Artickell 
vnsere gemeine burger in beiden Stetten vff vnsere haben die gemeinen ein gesprech, das wir inen fuglich 
Ratheuser haben vorbotten vnd vorsammelln lassen, nicht gewest zu weigern, gebethen, vnd an vns gantz 
vnd ine vnder andern nothwendigen Sachen den vff- dinstlich gesonnen, wir wolten an |. c. f. g. vnder- 
geboths Brieff, so vns |K. c. f. g. heimgelassene Stadt- theniglichen vnd vffs vleissigste gelangen lassen, das 
halter vnd Rethe zugefertigett, das si niemants inen K. c. f. g. gnediglichen gestatten vnd nachgeben 
ausserhalbe landes zu dinste sollte stellen, begeben woltten, das sie das heilige hochwirdige Sacrament
	        
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