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1498 - 1506 463
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CCCXIT.
Der Kurfürst begehrt für seinen Angenarzt Befreiung von den bürgerlichen Lasten, am 2. Dezember 1498.
Vnsern Gruß zuvorn lieben getreuen! Wir haben '' lassen, daß dann wir derhalben weiter mit Euch
gegenwärtigen Veister Zermann zu vnserm diener, handeln wollen, wir in gnaden erkennen. Datum
„Zoffgesinde und Augen-Arzt aufgenommen; ist der- Aneburg am Sonntage na< Andrea ao. Dom. am
wegen unser Begehren, ihr woller demselben Meister 28. Uiai 1498.
Zermann Schoß und anderer pflicht freß, fo lang Unjiern lieben getreuen Bürgermeistern
wir hinüber PFommen, sitzen und bei Euch wohnen und Rathmannen unjrer Stadt Berlin.
Nicolai'sche Sammlung. (Der Brief stand im Berliner Copialbuche I. 422.) Gedr. bei Fidicin, Beitr. 11. S. 304.
CCCAIHIT.
Rezeß zwischen den beiden Räthen Berlin und Cöln an einem und Johann Zehender, Apotheker zu Berlin,
anderen Theile, am 11. März 1505.
Von Gottes Gnaden Wir Joa<FHim Chur- Winspell Roggen, so Im jerlich verschrieben, alles
fürst 2c. und Albrecht Gebrüder, VIarggrauen zu was davon hintersteilig blieben vnd zukunftig ist,
Brandenburg, Bekennen 2c. Lrachdem vnnd sich zwi- abgeen vnd fallen lassen vnd darzu fünff Reinische
schen vnser lieben getreuen Burgermeister und Rethen Gulden gangbafftiger muntze, XXXij groschen vor
vnser Stette Berlin vnd Cöln eins vnnd Johannsen ein gulden gerechnet, gedachten beyden unsern Stetten
Zeender, aptekers anders teyls, derhalben genannt «ale Jar vor unpfliht zu geben, schuldig sein; dar
vnser apteker, ferner dan zur apteken nottorfft billic) entgegen sollen auch die Rethe beyder unser Stette
mit gewurtz vnd anderen zu abbruch gemeyner burger obgemelt Inen vnsern aptePer Inhalts seiner Priuinarung
bandeln solle, des aber der apteker nicht ge- legien schützen vndt hanthaben vnd nymantz gestatten
stendig gewesen, z3zwylewfftig Irrung ein Zeit lang noch zugeben, ichts zu uorkewffen, das zur apteken
gehalten haben, des sie von vnsern wegen vnd vs gehorig, nac vermoge der verschreibungen deshalben
sundern vnsern bevelic) vor vnsern dartzu verordneten vssgericht; es soll auch dyßer entscheyt vndt Bedeytung
Rethen, nemlichen den Erwirdigen In gott wirdigen, nicht lenger dann zum leben wil gedachts aptekers
hochgelarten, vnserm gevatter, besundern frundt, macht baben vndt so er todts «bgeen wurde, Sollen
Rethen vnd liben getrewen, herrn Dittrichen Bischoff seine Erben bepyden priuilegien vnd confirmation derzu
Zubus, Ern Petern, Apt zu ZLehnyn, Ern selbigen vnd die Rethe der beyder Stette bey Jrer
Dittrichen von Diskow, Docetori est vnd Georg einrede allenthalben bleiben; wo auch den Rethen der
Quasten zu uorher Fommen vnd In der gute mit Stete vnnd Johannes aptekers erben, so er nicht
Jrer beyderseit wissen willen vnd zugeben dero gantz mehr sein, solch vertrag ferner gefallen vnnd geliben
entrichtet vnd vortragen worden sein nachvolgender wurde, soll beyden tailen vnd iglichen Insonderbeit
meynung vnd also: nemlichen, Des sich genannter vorbehalten fein, Der gelt schult aber mogen die Rethe
vnser apteker aller vnd iglicher burger narung hinfür den aptecker gebürlich weps vnd enden Jres gefallens
seins gefallens vngehindert gebrauchen moge, doM so antzihn vnd vff seine Linrede sich erfennen vnd weysen
er brawen weyn schen>en vnd mehr ligende grunde lassen, damit sollen sie beyderseitz solc< irer Irrsal
oder stehende epgen, dan er itzt hatte, zu oder an siH vnnd 3wepyleuft allenthalben gentzlich vnd gütlich entbringen
wurde, soll er darum thun vnd pflegen gleim scheiden vnd vorricht sein vnd bleiben. Zu urkunt 2c.
andern burgern, dargegen soll er, der apteker, ein Datum 2c. Dinstags na<4 Jndica anno quinto.
GCopiarium C. IL 38 des Königl. Geh. Staats-Archivs fo1. 15.
CCCXIVY.
Der Bürger Michael Fritze verschreibt dem Rathe zu Cöln das Patronat über geistliche Lehen, am
7. Febrnar 1506.
Ist Michill Sritze Burger to Colenn an der lichs Lhenes dat he vonn oldem herkommen erfflich
Sprew vor dem Erzamen Rath olt unnd nye to bether to vorliung gehatt uth gunsth bogpfftiget unnd
Colln erschenen unnd heit aldar uth yuder Betrachtung henforder uth seiner und seinen erwenn uth der hant
vnnd varnhemenn wille unnd vulborth Margaretha gesettet unnd vorlegenn unnd den Ersamen Rade to
seiner eligem husfruwen, meth sunder vorliung evt- Collen die nhw sein unnd inn tokunfftigen tyden