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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text : Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

450 1490 -- 1491
UTarcus VIaler, VTichel Fritze,
Casper Slottenic, | Philippus Damß,
Zanns Groben vnd ( Ratmanne. Rerstian Schulten, Rathmanne.
Clemen Garnkoper, Fritz Rüuchenmeister, 1
Jores Schumacher,
Coln:
Claus Schulten, Burgemeister.
CCCII.
Der Kurfürst Johann bestätigt dem Schneidergewerk in Berlin und Cöln die ausschließliche Befugniß
zum Betriebe seines Handwerks, am 21. Februar 1491.
Wir Johanns 2c. Curfürst bekennen offenlich Geprechen, vnd wy sie vns verwant sind vnnd bemit
 disem Briue vor uns, unser Erben vnd Lrac<h- freyen darauff sie vnd ir Lrachkomen Borgere jres
Fomen, ÜTarggrauen zu Brandemburg, das die UTeystere „Zantwerpes, dy also jun jr Innung vnd Guld nach
der Sneydergulde vnnd Innungen jn beyden vnsern altem «Zerfomen angenohmen sind, das sie alleyn m
Stetten Berlin vnd Coln vor vns Pommen vnd vor- beyden vnsern Stetten Berlin und Coln jr «Zantbracht
 haben, das die fremden Gesellen jvs «Zant- wercke trepben vnd neben jm nymants von fremden
werks, dy nicht jr Gulde vnd Innung gewunnen, Gesellen, die nicht Burgere vnd jn «Zantwercke wie
sich pn zu Zepten jn den gemelten vnsern Stetten obstet angenomen sind, das „»Zantwercke erbeyten
vndersteen jn zu Schaden vnnd Abbruch das +«Zant- sollen ; doch vorbehalten, was uns vnd vnsere Rete
werke zu treyben, das jn dann, nachdem sie alle Burd nad) vnsern Beuelch jnsunderbeit betrifft, auch) was
als andere vnser Burger jn den gemelten vnsern sie von jn Liotten aus altem «Zerfommen gen „Zof
Stetten tragen mussen, vast vnleydlich zu dulden sey, dinen sollen. Welcher aber daruber wie obstett wissentvns
 darauf furder mit diemutiger Bitte angefallen, lich befunden vnd beclaget wirdet, soll darumb sein
solich jr Gebrechen vnd wie jn darjnne gnedige Vor- Puß nach Billickept dulden, dabey wir vnd vnsere
sebhung zu thun, damit sie solichs furder Vertrag Lrachkomen sie auc hanthaben vnd schutzen sollen;
haben vnd dafur von uns auch der Billikeit nac; befreyen sie also damit wie obstett jn umd mit Crafft
gefreyet wurden. Als sind wir darauf vnd nicht dits Briues. Zu Urkunt 2c. Aetum am DVIontag
vnbillich bewegt worden jn Ansehunge solicher jrer nac) 1nmnocavit jm LXXXXiten.
Aus einem Copialbuche des Geh. Staats-Archivs. Gedr. bei Riedel, Supplementbb. S. 350.
CCCIII.
Der Kurfürst überläßt „seinem Kammerknechte Georg Koll“ ein Freihaus in Cöln, am 12. April 1491.
< . | | crafft vnd macht dits briues, damit zu handeln, 3ZU
Jorg Rols briue vber ein huß. tun vnd zu lassen als mit irm eign gut von vnns
Wir Johanns 2c. Bekennen vnd thun kunth vnd meniglichen vngebhindert; do sol es Borgerrecht
offintlich mit dissem vnserm briue, vor vnns, vnser bleiben dar von fie vnns vnd der Stad ton vnd
erben vnd sunst vor allermeniglich, die In sehen, pflegen sollen wie ander Borgere. Auch haben wir
horen oder lesen, das Wir angesehn vnd erFfant haben Ime die sonder gnade getan: ob sache wer, das der
getrewe, willige vnd annehme dinst, die vns vnser gnant vnser diener vnd sein KElich husfrawen nit
CTammerPnecht vnd lieber getrewer Jorg Roll offt- kinder mit einander hetten vnd ir eins tods balben
mals bißher williglichen getan hat vnd hinvorder abgeen, das alsdan das ander, das lebend bleiben
mehr wil thun, sal, kan vnd mag, darumb vnd au; wurd, solc<; huß zuuorn vß behalden vnd haben sol,
von sonderlicher gunst vnd gnad wegen, haben wir on der verstorben erben vnd meniglich vngehbindert.
Im vnd EKlsen siner elichen husfruwen vnser huß Czu urkund 2c. Actum Coln an der Sprew am
die harnisch-Cammer zu Coln, zwuschen doctor Conrat Dinstag nach Appolonie jm LXXXX) Jar.
und dem huß, so der Bischoff von «Zauelberg gewest (Relator dominus per ze.)
ist gelegen, erblichen gegeben vnd geben Ime das jn
Könial Geh. Staat3-Arc<hiv Copiar C. JM. 18 fol. 16

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